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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schöffenbar bis schöffenimbs (Bd. 15, Sp. 1444 bis 1445)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schöffenbar, adj.: schöpfenbar, et schöppenbarfrey, honestus, inculpatus, integrae fidei: unde schöpfenbare leute, qui aptitudine scabini esse possunt Stieler 1715, scabino aequalis, omnia possidens, quae ad auctoritatem scabini in judicio superiori requiruntur Frisch 2, 219c; einem schöffen an würde gleich Adelung ('ehemals gangbarer als jetzt'). s. auch Wachter 1458 f. Krünitz 147, 731. Wallraf 75, mhd. scheffenbære Scherz-Oberlin 1429, mnd. schepenbar nd. korrespondenzbl. 9, 37: scepenbare lüde muten wol ordel vinden over iewelken man. Sachsensp. 2, 12, 1; vorsten, vrie herren, scepenbare lüde, die sin gelik in bute unde in weregelde. 3, 45, 1; un mach men merken dryerleye vryen, de ersten heten schepenbare vryen. quelle bei Schiller-Lübben 2, 625b, 44; schopfenbare freye leute, das sind die unbescholten, und an jhren ehren und rechten unverrükket seyn, also dasz man sie zu schöpfen wehlen mag. Schottel 325b; dieses waren die ingenui der Deutschen, und die später so genannten schöpfenbaren leute, oder der erste und älteste deutsche adel. Möser phantas. 4, 272; vgl. auch schöffenbarkeit.
 
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schöffenbarfrei, adj., s. DWB schöffenbar: schöpfenbarfrey, vasallus imperii ob certa bona immediatus Frisch 2, 219c, vgl. Scherz - Oberlin 1433. mnd. noch getrennt: klaget man ungerichte over enen vrien scepenbaren man, deme sal man degedingen dries. Sachsensp. 1, 67, 1; die vri scepenbare man

[Bd. 15, Sp. 1445]


(soll frist haben) over ses weken. 2, 3, 2; die boden solen wesen scepenbare fri. 12, 4; in enem utwendigen richte ne antwerdet nen scepenbare vri man nemanne to kampe. 3, 26, 2; nimt aver en vri scepenbare wif enen biergelden oder enen landseten. 73, 1.
 
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schöffenbarkeit, f.: jetzt nennen wir diese stimmbarkeit landtagsfähigkeit; vor dem hiesz sie echtwort, ein begrif, der sich zur zeit, wie man noch nationalversammlung hatte, in der schöpfenbarkeit .. zeigte. Möser phant. 4, 165; auch in dem städtischen bannkreise giebt es ein besonders erbecht, was stadtschöpfenbarkeit giebt. 167.
 
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schöffenbrief, m., bez. schöffelbrief, instrumentum publicum a scabinis confectum Scherz-Oberlin 1429: sie hettent im gelossen volgen was ime zugehorte also ein schoeffelbrief wiset und seit. urkunde von 1395 s. ebenda; und het Jacob Bipper dem wuirt zur Schelckelin ufgeben von hant, gewalt und gewer den scheffelbrief und alle die reht und anesproch. urk. von 1420, s. sp. 1385.
 
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schöffenbrot, n.: schöpfen - brod, n. zu Hall(e) in Sachsen, das brod so man den schöpfen alle hohe feste ins haus schicken musz. Frisch 2, 219c; vgl. Jacobsson 7, 268b.
 
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schöffenbruder, m., mhd. scheffenbroider, der zur brüderschaft der schöffenbaren gehört Wallraf 75.
 
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schöffenbuch, n. gerichtsbuch in einem schöffengericht Adelung: man soll bey den gerichten ein schöpfen-buch in den dörfern halten, wegen veränderung und verkaufung der höfe. Brandenburg. amtsordn. bei Frisch 2, 219c.
 
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schöffeneid, m. jusjurandum scabini Frisch 2, 220a, schœffeleyd Scherz-Oberlin 1429.
 
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schöffengericht, n. gericht, das mit schöffen aus dem laienstande unter vorsitz eines juristisch gebildeten richters besetzt ist. Campe.
 
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schöffenhaus, n.: sindt sie desgleichen auff dem schoppenhause, so haben sie auch das talgerichte inne. Spittendorf 82, s. auch schöffenbank. als rechtsgrundsatz schöffenhaus ist frei. Wander 4, 313.
 
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schöffenimbs, m. festmahl der schöffen: eyn imsz das man nennet eyn scheffen imsz. mittelfränk. quelle des 15. jh. s. Germ. 25, 337; der neue judenrathmann sollte alsbald den eid zum rath schwören, zehn gulden der stadt fisko zahlen und dem judenrath den gewöhnlichen 'schöffenimbs' geben. Arnold deutsche freistädte 2, 479 (Wormser bestimmung von 1505).

 

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Artikel 1 bis 2 von 2
1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für