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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schöffen bis schöffeneid (Bd. 15, Sp. 1444 bis 1445)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schöffen, verb.: schöpfen, v. assessorem esse judicis superioris Frisch 2, 219c. — schöffen als nebenform zu schöpfen, s. daselbst.
 
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schöffenamt, n.: schöpfen-amt, ufficio, carica di scabino Kramer dict. 2, 641a; dignitas scabinatus, munus scabini Frisch 2, 219c; mhd. scheffenambet, schepfen-, schepfambet und schöffelambaht (in Straszburg) Lexer handwb. 2, 680 f. Scherz-Oberlin 1429: auch deilen wir iglichem scheffen vier swyne von dem scheffenampte, die sall er haben uber das yme vor erlaubet und geteilt ist. Grimm weisth. 3, 421; und haben demnach .. dis weisthumb .. mit unserem gewhenlichen scheffenambts insigel hierunden uffs spatium bekrefftigt. 2, 676; by den eyden, die wir onsen lieven genedigen heren Friderich ertzebuschof to Colne ind onsen scheffenampte gedain hebben. 4, 783.
 
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schöffenbank, f. sitz eines schöffen im gericht, auch für schöffengericht Adelung, schöpfen-bank, f. sedes scabinorum judicii criminalis Frisch 2, 219c; mhd. schepfebanc Lexer handwb. 2, 705 (pass. 205, 73 Köpke); das die schöppen von dem berge mit viel eyden und gescheften behaft sindt, nemlich vor dem Rohlande, mit der schöppenbanck und auch mit viel gescheften uff dem schöppenhause. Spittendorf 81; die dann auch zu dem ampte der bornmeisterschafft und dem gerichte des tals sweren sollen, yre ampte und die scheppenbang nach yrem besten vermogen .. getruwelich zu vorhegene und orteil yn der bangk des talgerichts zu finden. 133.
 
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schöffenbar, adj.: schöpfenbar, et schöppenbarfrey, honestus, inculpatus, integrae fidei: unde schöpfenbare leute, qui aptitudine scabini esse possunt Stieler 1715, scabino aequalis, omnia possidens, quae ad auctoritatem scabini in judicio superiori requiruntur Frisch 2, 219c; einem schöffen an würde gleich Adelung ('ehemals gangbarer als jetzt'). s. auch Wachter 1458 f. Krünitz 147, 731. Wallraf 75, mhd. scheffenbære Scherz-Oberlin 1429, mnd. schepenbar nd. korrespondenzbl. 9, 37: scepenbare lüde muten wol ordel vinden over iewelken man. Sachsensp. 2, 12, 1; vorsten, vrie herren, scepenbare lüde, die sin gelik in bute unde in weregelde. 3, 45, 1; un mach men merken dryerleye vryen, de ersten heten schepenbare vryen. quelle bei Schiller-Lübben 2, 625b, 44; schopfenbare freye leute, das sind die unbescholten, und an jhren ehren und rechten unverrükket seyn, also dasz man sie zu schöpfen wehlen mag. Schottel 325b; dieses waren die ingenui der Deutschen, und die später so genannten schöpfenbaren leute, oder der erste und älteste deutsche adel. Möser phantas. 4, 272; vgl. auch schöffenbarkeit.
 
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schöffenbarfrei, adj., s. DWB schöffenbar: schöpfenbarfrey, vasallus imperii ob certa bona immediatus Frisch 2, 219c, vgl. Scherz - Oberlin 1433. mnd. noch getrennt: klaget man ungerichte over enen vrien scepenbaren man, deme sal man degedingen dries. Sachsensp. 1, 67, 1; die vri scepenbare man

[Bd. 15, Sp. 1445]


(soll frist haben) over ses weken. 2, 3, 2; die boden solen wesen scepenbare fri. 12, 4; in enem utwendigen richte ne antwerdet nen scepenbare vri man nemanne to kampe. 3, 26, 2; nimt aver en vri scepenbare wif enen biergelden oder enen landseten. 73, 1.
 
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schöffenbarkeit, f.: jetzt nennen wir diese stimmbarkeit landtagsfähigkeit; vor dem hiesz sie echtwort, ein begrif, der sich zur zeit, wie man noch nationalversammlung hatte, in der schöpfenbarkeit .. zeigte. Möser phant. 4, 165; auch in dem städtischen bannkreise giebt es ein besonders erbecht, was stadtschöpfenbarkeit giebt. 167.
 
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schöffenbrief, m., bez. schöffelbrief, instrumentum publicum a scabinis confectum Scherz-Oberlin 1429: sie hettent im gelossen volgen was ime zugehorte also ein schoeffelbrief wiset und seit. urkunde von 1395 s. ebenda; und het Jacob Bipper dem wuirt zur Schelckelin ufgeben von hant, gewalt und gewer den scheffelbrief und alle die reht und anesproch. urk. von 1420, s. sp. 1385.
 
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schöffenbrot, n.: schöpfen - brod, n. zu Hall(e) in Sachsen, das brod so man den schöpfen alle hohe feste ins haus schicken musz. Frisch 2, 219c; vgl. Jacobsson 7, 268b.
 
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schöffenbruder, m., mhd. scheffenbroider, der zur brüderschaft der schöffenbaren gehört Wallraf 75.
 
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schöffenbuch, n. gerichtsbuch in einem schöffengericht Adelung: man soll bey den gerichten ein schöpfen-buch in den dörfern halten, wegen veränderung und verkaufung der höfe. Brandenburg. amtsordn. bei Frisch 2, 219c.
 
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schöffeneid, m. jusjurandum scabini Frisch 2, 220a, schœffeleyd Scherz-Oberlin 1429.

 

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Artikel 1 bis 2 von 2
1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für