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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schofelwelt bis schöffelein (Bd. 15, Sp. 1440 bis 1444)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schofelwelt, f. schlechte, erbärmliche welt: schlecht und nackt, aber unverschuldet, bin ich in diese schofelwelt gekommen. J. Paul aus des teufels pap. 1, s. xiv.
 
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schofelwerk, n.:

vergieb, o vater der neun schwestern,
die unter deinem lorbeer ruhn,
vergieb es denen, die dich nun
und immerdar durch schofelwerke lästern:
sie wissen ja nicht, was sie thun.
Bürger 329 Sauer (Götting. musenalm. 1789, 104, unterzeichnet Dietrich Schofelschreck).


 
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schofelzeug, n. schlechtes zeug Campe.
 
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schofen, verb., im deichbau, eine alte dossierung eben und glatt machen, abstechen Jacobsson 4, 35a. Krünitz 147, 604. nebenform zu schaben? vgl. daselbst 2, e, theil 8, 1951.
 
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schofer, n.? auch schaufer, jüdisch-deutsches wort, horn, trompete, lauttönendes blasinstrument, auch die dampfpfeife an locomotiven u. ä., aus hebr. , s. Avé - Lallemant 4, 603: bei dieser gelegenheit wurde auf einem bockshorne geblasen, welches schofar heiszt. H. Heine 4, 216 Elster; ja, da er sehr

[Bd. 15, Sp. 1441]


musikalisch ist und gar für kirchenmusik so viel sinn besitzt, wäre ihm vielleicht am neujahrsfeste der jüdischen kirche das blasen mit dem schofar, dem heiligen horne, zu teil worden. 6, 366.
 
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schoff, n.
1) das spitz zulaufende vordertheil eines Elbkahnes Campe. Bobrik 608b. vgl. DWB schaft 4, c, ζ, theil 8, 2050.
2) ein getreidemasz, nebenform zu schaff, s. daselbst 3, theil 8, 2015. Jacobsson 7, 180b. Krünitz 147, 604:

kein pferd saufft bütten aus, ein schoff voll ist ihm lieber.
Wiedemann gefangensch. mai 56.


 
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schöffe, m. urtheilfinder, beisitzer eines gerichts aus dem volke. eine deutsch-friesische ableitung zu schöpfen, die sowol im suffix wie in der gestaltung des wurzelauslauts mannigfache schwankungen zeigt. als grundform ist wol ein urgermanisches *skapinaz anzusetzen, daneben mit schwacher weiterbildung *skapinô, vergl. über das suffix Kluge stammbildungslehre § 20. 21. Wilmanns deutsche gramm. 2, s. 301. die erstere form ist in früher zeit (vor eintritt des i - umlauts) und mit romanischer wandlung des p in b als scabinus ins lat. eingedrungen, daneben scabinius, scabineus, und, in jüngerer umgestaltung scabini, scabiniones, eschivini; scapiones, scabiones, scaviones beruhen wol auf vermischung mit einem andern worte (s. unten) du Cange 7, 322 f. dem scabinus entspricht franz. échevin, andre romanische sprachen zeigen ein unorganisches eingeschobenes l, so span. esclavin, ital. schiavino Diez etym. wb.4 282. innerhalb des germanischen hat das nd. und fries. meist die schwache form, fries. skeppena, scheppena Richthofen 1027, altniederfränk. scepeno (gl. Lips. 796, gen. scepenin gl. 67, 6) Heyne kl. and. denkm.2 174. daraus mnl. holl. schepen, vgl. Franck 842, mnd. schepene und (seltener) schepe Schiler-Lübben 4, 74b f. im hochd. findet sich sowol die starke als die schwache bildung; eine weitere verschiedenheit zeigt sich in der behandlung des p, indem dieses theils regelrecht zu ff verschoben, theils in anlehnung an das verb. scephen, scephan (goth. skapjan, westgerm. *skappjan) und das zugehörige nomen agentis scephio u. s. w. verdoppelt wird und nun als ph bez. (in den meisten md. mundarten) als pp erscheint (ebenso ist altfries. skeppena zu erklären). über dieses scephio s. DWB schöpfer; dasz schöffe damit vermischt wurde, zeigen die mhd. und die erwähnten mlat. formen. die ahd. formen sind demnach: sceffin (plur. scaffina, sceffina, scefina), scephin, sceffeno, schefno und scepheno (plur. scephenen) Graff 6, 453 f. dieselben verschiedenheiten zeigt das mhd., dazu kommen formen, die als fortsetzer des ahd. scephio angesehen werden, aber auch aus der starken form sceffin, scephin hergeleitet werden können (wie ja so oft ursprünglich starke na-stämme später in schwache n-stämme übergehen, vgl. DWB christ, DWB heide, DWB kette, küche, lüge u. andere), ferner solche, die an stelle des n ein l-suffix zeigen; diese letzteren s. besonders (unter schöffel). scabinus schepfe, scheppen, schepen, hd. scheffin, scheffen, scheffe, schefful, schiffe, scefen, schoppf vel ainer des rats .. scophe, schoffe vel urteiler, schpf Dief. gl. 515a; scheffel, schefful, scheff .. scepe nov. gl. 328b; aus der litteratur belegt Lexer handwb. 2, 679 f. die formen: scheffe, schefe; schephe, schepfe, scheppe; scheffene, schephene, auch entstellt zu schephende; dazu noch mit dem jüngern ö: schöpfe, schöpfende. sogar stark flectiertes scheff(e) begegnet vereinzelt: wiste das obgemelte gericht dorch den mont Fritzen Contziches scheffes. weisth. 3, 477 (Bischofsheim 1460). Weigand 2, 628 belegt schephene, scepene 1261, schöpfe 1327, 1340; schöpf 14. jh., schophf 1429; Schm. 2, 439 scefen 1180, schöpffen 1480, vgl. auch Haltaus 1643 f. schopf steht bei Muscatblüt:

du rechter schopff, red truwe vort ...
da vor dir steeneynen ader zween
die des rechten begeren ...
rechtes saltu sy geweren! 59, 54.

schuppe siehe daselbst.dieses ö, das auf einer dialectischen aussprache beruht, ist in der nhd. schriftsprache fest geworden, ebenso wie in schöpfen und vielen andern wörtern (vgl. Grimm gr. I3, 220); nur Alberus dict. rr 4b hat scheff, rathscheff, scheffenstuhl, und Maaler 349a: scheffan (der) zgesatzter, der der ordentlichen oberkeit z erkennt wirt jren etwas helffen auszzerichten, cohaerarius. ferner hat sich die kürzere form schöffe, die nun ganz als schwaches masc. erscheint, durchgesetzt. dagegen zeigt der mittlere consonant noch jetzt schwanken, indem neben dem vorherrschenden schöffe auch schöpfe und schöppe noch in weitem umfange üblich sind. von den wörterbüchern hat Dasypodius das wort gar nicht, schöppe haben Corvinus 570b, Steinbach 2, 492, Wachter 1457, schöpp Gottsched 139, dagegen

[Bd. 15, Sp. 1442]


schöpfe Frisch 2, 219c; Schottel 1407 und Stieler 1714 haben schöppe und schöpfe (Schottel schopfe), doch ist ihnen ersteres geläufiger, während Kramer dict. 2, 640c schöpf vor schöppe bevorzugt. schöffe taucht erst bei Adelung und Campe auf, die alle drei formen kennen, aber schöppe als hauptform zu grunde legen und über den unterschied bemerken: 'schöppe, welches im hochdeutschen die gangbarste form ist, ist aus der niederd. mundart entlehnt, dagegen die oberd. dieses wort schöpfe, schöffe und scheffe spricht und schreibt'. ebenso Krünitz 147, 732. in der neuern litteratur ist im 18. jahrh. noch schöppe vorherrschend; es findet sich u. a. bei Gellert, Musäus, Thümmel, Bürger, Lessing (s. die belege), während Möser schöpfe schreibt. bei Göthe dagegen herrscht schon die heutige form schöffe (aber schöppenstuhl, s. das.) und so im 19. jahrh. zumeist. idiotiken führen das wort nur selten auf; im fränkischen erscheint es als schepf, schöpf, schepp, schöppe Schm. 2, 439 (in Altbaiern verschollen), im thüringischen als schöpfe Hertel sprachsch. 220, nd. als scheppe Dähnert 404a und schöppe 410b. Schambach 184b. das ö dieser formen beruht wol auf dem hochd. vgl. zum ganzen Weigand 2, 628. Kluge5 334b f.
die bedeutung ist aus schöpfen I, 4 abgeleitet, s. daselbst und J. Grimm kl. schr. 6, 155: schöppe, der, plur. die schöppen, scabinus, assessor judicii. varie laborant critici in hujus vocis etymo indagando. plurimi à schöpfen, haurire, derivant, quia diceremus: ein urtel schöpfen, sententiam ferre. alii a scabellis, denen schämeln, et kleinen stülen, trahunt, quod tales judices pedanei humilius sedeant praetore (so unter and. Schottel 139) .. schöppe autem, sive schöpfe omnino à schaffen, mandare, jubere, venit: judex enim judicando imperat, et qui judicio praesunt, vel intersunt, sententias ferendo injungunt, et praescribunt facienda, licet etiam à schaffen, schöppen, creare, condere, fingere, non minus recte deduxeris .. blutschöppe, scabini, causarum criminalium notionem habentes. landschöppe, praetor à pago electus. gerichtsschöpfe, idem quod schöpfe, assessor, scabinus, cohaerarius Stieler 1714 fg.; frey - schöpfen, von dem sonderbaren frey - gericht, so vor alters in Westphalen war, assessores judicis in judicio Westphalico; dorf- oder feldschöpfen, zent-schöpfen Frisch 2, 219c, vgl. 220a. das institut der schöffen stammt erst aus der zeit Karls des groszen; doch musz das wort seiner bildung nach viel älter sein, s. Grimm rechtsalterth. 775 f.belege aus der litteratur, nd.: die richtere sal ine laten vore eschen den vronen boden .. unde sal tvene scepenen mede senden. Sachsensp. landr. 1, 63, 5; svar man dinget bi koninges banne, dar ne sal noch scepenen noch richtere kappen hebben an. 3, 69, 1;

scout (schultheisz) ende scepen raden daer toe
achterbaecs, ende helpent in setten
bi rechters van anderen wetten. Reinaert 4238;

de van den schopen is genomen,
de is nu to dem koninkrike komen.
Gerhart v. Minden 102, 135.

mhd.: swa schephen sint, die suln urteile sprechen umbe ein ieglich dinc, und anders nieman. der rihter noch die schephen suln weder huben noch huetelin noch hut uf haben, noch keplin noch hantschuhe an haben. Schwabensp. 124; eʒ ist etwa gewanheit, daʒ man zwelf man nimet, die dem rihter helfent rihten; und die selben heiʒent schephen und suln wise liute sin. 147, 1; die schephen suln haben sunder benke, da si ufe sizen. 237, 4; ein abbet deʒ closters z Selse hat ouch den gewalt unt daʒ reht, daʒ er scheffen setzhen sol in der stat z Selse, unt mag kein biderman sich daʒ erwêren, er musshe ein iar scheffen sin. weisth. 1, 763, 35 (Selse, Unterelsasz 1310); wyr wyssen auch, das sieben scheffen im hoff von Remych syn sullen .. ess ensoll auch kein scheffen nyt syn der unelich geboren oder erloss sy. 2, 244 (Remich 1477); auch wann man ein schöffen sol setzen oder mehren, die soll man nehmen und setzen uss unssers herrn armen lüten. 3, 559 (Hartheim 1424); hiruff spreche wir scheppin zcu Magdeburg vor eyn recht: stirbet der scheppin eyner, so sullen die andern scheppin, dy zcu der scheppin banck unde zcu dem rechte bestetiget sint unde gesworn habin, ander scheppin zcu sich kysen und nicht dy ratmanne. Behrend Magdeburger fragen 1, 1, 2; wenne der dingtag ist kommen, so sal der richter mit den scheppin zcu ymmisczyt sich seczen uff dy bangk unde vrogen eynen undir den scheppin, ab is dinge czit sey. so sal der scheppe das vinden zcu orteil, das is dinge czit sey. so vroge der richter den selbin scheppin adir eynen andern, ob her eyn ding hegen moge. so vindet der scheppe, her moge is wol thun, noch dem mole das her

[Bd. 15, Sp. 1443]


richter sey u. s. w. 1, 2, 1; der scheppin sullen zcum mynsten dry syn, eyner, der orteil vinde, unde czwene, dy do czu fulge gebin. ebenda; auch so sullen ieglich fürsten, herren und stet ir sunderleich schöpfen darzu haben und bestellen, ob kainerlai (irgend welche) clag für si chäme, die darüber tailen und pinden sullen waz recht ist. deutsche chr. 2, 364, 47; da stunden zwen schöpfen auf im ring .. und sagten auf ir aide, das er das bekennt het, ee man in ie kain marter het angelegt. d. städtechron. 10, 308, 14; darnach sein under den sechs und zwaintzig burgemaistern ir dreizehen geschworn schepfen. 11, 786, 30;

swer der schepfen gunst enpirt,
der mac wol vor gerichte biben. pass. 578, 16 Köpke;

do intsatte hei de scheffen van der stat.
Hagen reimchr. v. Köln 1221 (d. städtechr. 12, 56);

ein gutis leben
sal sin den schepfen gegeben
uf von der jugent,
und eine geprufete tugent. von der stete ampten 485;

herr richter, pflegt weisheit mit witzen
und heiszt eur schopfen zu euch sitzen,
und das man recht urteil hie sprech. fastn. sp. 98, 7;

richter und schopfen, ir solt sitzen
und hort uns zu mit klugen witzen. 154, 20;

wer zu dem rechten weisz und kan,
der sei zu schopfen hie gepeten,
urteil, als ie die weisen teten. 391, 10;

herr der richter, wir wollen euch imer danken
und auch den schöpfen in den schranken,
das irs so reht hübschlich habt pesunnen. 707, 30.

weitere belege s. mhd. wb. 2, 2, 70b. Lexer handwb. 2, 679 f. Schm. 2, 439. Haltaus 1643. Scherz-Oberlin 1384 f. nhd.:

könig Agis bringen zum todt
sampt dem richter und schöpffn entwicht
samm solt das gschehen mit gericht.
H. Sachs 4, 2, 61a;

richter und schöpffen am gericht
(sollen) kein neid noch falschheit brauchen nicht. 5, 126a;

ihr richter, schöppen und so fort,
hört zu! ich will mein amt verwalten.
Gellert 1, 208;

auch hat der magistrat der stadt und die geschwornen und schöpffen alhie ein grosses ansehen. Plesse 3, 146; die urtheilsweiser sagten, wir haben ein gesetz und nach dem gesetze haben wir Christum verdammt, dieses ist die sprache der schöpfen. Möser patriot. phant. 4, 141; der kriminalprozesz wurde nun brevi manu abgethan, der inquisit, ohne dasz sich das gericht theilte, von richter und schöppen zum strange verurtheilt. Musäus volksm. 1, 24 Hempel; meinetwegen mögen sie alle schöppen und schergen der stadt zusammen treiben! Thümmel reise 4, 402; mein glück war es, dasz ich nie mit diesem mensch etwas zu schaffen gehabt hatte, denn sonst hätte sie frechheit genug gehabt, mich in gegenwart meiner schultheiszen und schöppen daran zu erinnern. Bürger briefe 1, 182; so sind die schöffen lebendige archive, chroniken, gesetzbücher, alles in einem, und richten nach altem herkommen und wenigen statuten ihre bürger und die nachbarschaft. Göthe 42, 45; die schöffen .. die von nun an (seit Karl dem groszen) regelmäszig als urtheiler die gemeinde vertreten und in denen sich die ersten anfänge eines geschlossenen richterstandes unter den Deutschen zeigen; sieben derselben sollten in jedem gericht anwesend sein. die schöffen wurden von den königsboten .. aus den freien eingesessenen des bezirks auf lebenszeit bestellt; sie waren in gewissem sinne zugleich öffentliche und gemeindebeamten. Giesebrecht kaiserzeit 15, 137. als mitglieder des magistrats: daher .. verschaffte er sich den charakter eines kaiserlichen raths, den der schultheisz und die ältesten schöffen als einen besondern ehrentitel tragen. Göthe 24, 113; welcher reichsstädtische bürger wird läugnen, dasz er, früher oder später, den rathsherrn, schöff und burgemeister im auge gehabt. 30, 164. sprichwörtliche redeweisen: der schöff weiset zurecht; es ist gut, dasz der schöffen sieben sind. Simrock sprichw. 9161 f.; an den schöffen liegt gewinn und verlust des rechts, die schöffen können nicht mehr bezeugen als was vor den vier bänken geschieht, auch die jüngsten schöffen fällen das urtheil (in ähnlichem sinne wie das ei will klüger sein als die henne). Wander 4, 312 f. übertragen: dasz ich aber nur diejenigen gottesgelehrten, deren geist eben so reich an kalter kritischer gelehrsamkeit, als frey von vorurtheilen ist, für meine schöppen und richter erkennen .. werde, versteht sich von selbst. Lessing 11, 495.
 
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schöffel, m., und scheffel, nebenform zu schöffe (s. das.), wol entstanden aus der alten form scheffin mit dem häufigen

[Bd. 15, Sp. 1444]


übergange von l in unbetonter silbe in n, s. Wilmanns deutsche gr. 1, § 110. die belege beschränken sich auf die ältere sprache und das alemannische (besonders elsässische) gebiet: scabinus .. scheffel Dief. gl. 515a (voc. opt., hochalem.), scheffel, -ul nov. gl. 328b. elsäss. urk. von 1336, s. Lexer handwb. 2, 880; es hant ouch die vorgen. schœffele un di geswornen huober zuo den vorgenanten rehten geseit unde gesprochen. Grimm weisth. 5, 435 § 11 (Kirchheim, Unterelsasz 1329); wol hette man einen ammaumeister gehebet, aber es stunt kein gewalt an ime, wande daz er die schoffen samete so man üte mit in wolte z rot werden. d. städtechron. 8, 123, 14; und noch vil reden koment meister und rot und die schöffele überain, das die vorgenante messe solte abesin gerwe. 9, 745, 9; ist das sich der rat zweiget umbe ein urteil, so sol man deheinen scheffel vragen umbe das urteil, der scheffel ensi danne also vil als des rates oder me, und ensol ouch deheines scheffels urteil do gelten er ensi dan in dem rate gewesen. 954, 23 f., vgl. auch 955, 13 ff. (Straszburger chroniken des 14. u. 15. jh.), s. ferner Scherz - Oberlin 1384 f.die zusammensetzungen schöffelamt, -brief, -eid,-thum s. unter schöffenamt u. s. w.
 
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schöffel, m., nebenform zu scheffel, modius, s. daselbst theil 8, 2383 f.:

da verbargs (sie, die mutter) das kind auff das kürtzt,
und es unter ein schöffel stürtzt.
H. Sachs 4, 2, 69d.


 
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schöffelein, n. kurzer spiesz, aus franz. javelin, nebenform zu schäfflein, schefflein, schaffelin, mhd. schavelîn, s. theil 8, 2034 und Lexer handwb. 2, 674:

hatt noch darzu zwey waffen fein,
ein wurffbart und ein schöffelein.
Alberus fab. 49b (nr. 16, 28, neudr. s. 68).

 

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Artikel 1 bis 2 von 2
1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für