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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schofelarchiv bis schoff (Bd. 15, Sp. 1440 bis 1441)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schofelarchiv, n.: in ansehung der Kästnerschen epigramme bin ich völlig deiner meinung. hätte sie insgesamt, wie sie da sind, ein mensch ohne namen eingesendet, so wären sie ohne barmherzigkeit ins schofelarchiv geworfen. Bürger an Boie den 25. okt. 1779, s. briefe 2, 367; in ermangelung eines schofelarchivs, dergleichen Bürger neulich hinter seinem ofen in einem geräumigen holzkorbe angelegt haben soll, liesz ich sie (die eingelaufenen gedichte) gewöhnlich, wie sie ankamen, durch die heilige flamme des feuers zu den sternen emporfliegen. aber weil man diese feierlichkeit nicht allgemein erfährt, so bin ich entschlossen, sie künftig zusammen in einem besondern büchlein, unter dem titel, schofelalmanach, gedruckt in diesem jahre: zu verewigen. Voss musenalm. 1784, 222.
 
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schofelig, adj., weiterbildung zu schofel in gleicher bedeutung Adelung, österr. schôflich armselig, schlecht gekleidet Hügel 144a, schofli gemein idiot. Austriac. 111; im erzgebirgischen schflch niedrig gesinnt, nichtswürdig Göpfert 58, in Esthland knickerig, ruppig Sallmann 18.
 
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schofellieferant, m.: was aber die schofellieferanten betrifft — nun! — auch denen dankt er wenigstens für ihren guten willen. Bürger 336a.
 
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schofeltorf, m. torf, der wagerecht gestochen wird und dessen adern in die länge laufen, damit er nicht leicht zerbricht Nemnich.
 
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schofelware, f. schlechte, schofle ware Campe.
 
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schofelwelt, f. schlechte, erbärmliche welt: schlecht und nackt, aber unverschuldet, bin ich in diese schofelwelt gekommen. J. Paul aus des teufels pap. 1, s. xiv.
 
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schofelwerk, n.:

vergieb, o vater der neun schwestern,
die unter deinem lorbeer ruhn,
vergieb es denen, die dich nun
und immerdar durch schofelwerke lästern:
sie wissen ja nicht, was sie thun.
Bürger 329 Sauer (Götting. musenalm. 1789, 104, unterzeichnet Dietrich Schofelschreck).


 
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schofelzeug, n. schlechtes zeug Campe.
 
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schofen, verb., im deichbau, eine alte dossierung eben und glatt machen, abstechen Jacobsson 4, 35a. Krünitz 147, 604. nebenform zu schaben? vgl. daselbst 2, e, theil 8, 1951.
 
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schofer, n.? auch schaufer, jüdisch-deutsches wort, horn, trompete, lauttönendes blasinstrument, auch die dampfpfeife an locomotiven u. ä., aus hebr. , s. Avé - Lallemant 4, 603: bei dieser gelegenheit wurde auf einem bockshorne geblasen, welches schofar heiszt. H. Heine 4, 216 Elster; ja, da er sehr

[Bd. 15, Sp. 1441]


musikalisch ist und gar für kirchenmusik so viel sinn besitzt, wäre ihm vielleicht am neujahrsfeste der jüdischen kirche das blasen mit dem schofar, dem heiligen horne, zu teil worden. 6, 366.
 
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schoff, n.
1) das spitz zulaufende vordertheil eines Elbkahnes Campe. Bobrik 608b. vgl. DWB schaft 4, c, ζ, theil 8, 2050.
2) ein getreidemasz, nebenform zu schaff, s. daselbst 3, theil 8, 2015. Jacobsson 7, 180b. Krünitz 147, 604:

kein pferd saufft bütten aus, ein schoff voll ist ihm lieber.
Wiedemann gefangensch. mai 56.

 

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Artikel 1 bis 2 von 2
1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für