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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schockholz bis schode (Bd. 15, Sp. 1437 bis 1438)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schockholz, n. holz, das aus den ästen der gefällten bäume geschlagen und nach schocken verkauft wird Jacobsson 4, 35a; landschaftlich auch für reisholz, das zu 60 bündeln verkauft wird Adelung; brennholz: das schock holtz galt 9 d. oder einen grossen g., das weren 24 schock schockholtz vor 1 r. fl. Spittendorf 232 Opel; ich kauffte 2 fuder schockholtz,

[Bd. 15, Sp. 1438]


das was gantz durre, und des was 44 schock. 285; acht schock gebundt ader schockholtz. handelb. von kloster Bosau (1536) 34b, s. Germania 27, 179.
 
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schockicht, adj.: schockicht, adj. sexageni, et id, quod per sexagenas determinatur. schockicht, sive zu schocken zehlen, sexagenario numerô coacervare Stieler 1778. — dagegen thür. schöckig in haufen Hertel sprachsch. 220, der ursprünglichen bedeutung von schock entsprechend.
 
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schöcklein, n. 1) demin. zu schöck: die jungen (steinböcke) werden genant kützlin, oder schöcklin. Sebiz 570, ebenso Meurer jag- u. forstrecht (1583) 66b; vgl. ferner kitzlein 2, th. 5, 884. 2) zu schock, n. 7, schweiz. tschöggli, tschöcklein, pflanzenname, eberwurz, carlina acaulis Pritzel-Jessen. Stalder 1, 320.
 
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schockleinwand, f. gewöhnliche leinwand in stücken von 60 ellen Jacobsson 7, 232a. Krünitz 147, 603: das beste garn macht man zcu zîchenstucken und schogleybatin. Chemnitzer urk. von 1444, s. Germ. 27, 179; sunder sie (die weber) machen schoglinwat unde zcîchenstugke, dorczû sie das beste garn nemen. s. ebenda.
 
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schockler, m. 1) einer der (sich) schockelt, schaukelt Campe, vgl. DWB schockel, DWB schockeln. 2) schaukel Campe, strick, woran man sich schaukelt brem. wb. 4, 669 f. 3) der liebauget, ein schöckler, paetus Henisch 145, 13; wol nebenform zu schickler, s. das. theil 8, 2657 und schicklerin (ebenda), welches bei Henisch unmittelbar darauf folgt.
 
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schockreep, schockregen, m., nd. wort, schaukel Campe, mnd. schockrede, oscillum, s. Schiller-Lübben 4, 108a, dazu das verb. schokreden, oscillare ebenda; nnd. schockregen Richey 233, schokregen Schütze 4, 56, schokkreep brem. wb. 4, 670. Dähnert 411. selten in die hochd. schriftsprache eingedrungen: schoreln (schockref), oscillo (oscillatione) unter spielen aufgezählt Comenius sprachenth. 941, vgl. schockseil.
 
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schockschwerenot, f. als fluch, verstärktes schwerenot, vgl. DWB schock 6. Wander 4, 312. Hertel sprachsch. 220; in Leipzig auch alle schockschwerenot, allerlei unangenehmes, übles, dummes Albrecht 206a;

ei du verdammter bettelvogt, krieg du die schockschwerenot!
Schade handwerksl. 223;

dazu schockschwerenöter, schockschwerenotskerl, m., siehe schwerenöter.
 
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schockseil, n. seil, an dem man sich schaukelt, schaukel Campe, nd. schockreep, s. dieses: schock- ò schockelseil, n. corda da ciancolarsi ò de ciancola Kramer dict. 2, 636a.
 
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schockung, f. schockelung, ciancolamento etc. Kramer dict. 2, 636b.
 
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schockweise, adj., meist als adv., nach schocken, a sestantine etc., schockweis kauffen, zehlen. Kramer diction. 2, 636b; denke man sich nun dergleichen figuren schockweise verfertigt und ganz ohne sinn und verstand entsprungen. Göthe 28, 115;

ich aber hab' sie (die menschen) schockweis hingeschleudert.
Grillparzer4 5, 145 (k. Ottokar 5).


 
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schode, m. 1) jüdisch-deutsches wort, nebenform zu schaute, s. daselbst th. 8, 2375; geringer, niedrig denkender mensch Schm. 2, 375, spaszvogel, narr 485; in Eisleben als schülerausdruck, lump Jecht 99a. 2) wels, stör, scheid: dick, ein schoden oder weller, silurus, piscis Henisch 687, 40. 3) nd. schode, f. für schote, s. daselbst, selten auch im hd. Hupel 211.

 

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1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für