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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schöck bis schocken (Bd. 15, Sp. 1434 bis 1435)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schöck, m. steinbock, im ältern nhd.: schök, m. ein steinbokk, ist ein weidwort. Schottel 1407; aber der bock von solchem steynwildprett wird erstlich genannt eyn steynkutz oder schickle: so er aber etliche knöpff ausz seinem gehürn uberkommt, wird er genant eyn schöck. Sebiz feldb. 570; wörtlich ebenso bei Meurer jag- und forstrecht (1582) 66a. vgl. schöcklein.
 
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schockanschlag, m. bestimmung der grundsteuer nach schocken (s. daselbst 5) Adelung, aestimatio quantum tributi dandum; voller schock-anschlag, oder gangbare schocke von grund - stücken, tributum plenum in agris impositum. Frisch 2, 218b.

[Bd. 15, Sp. 1435]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schockbrunnen, m. brunnen, aus dem das wasser geschockt, gepumpt wird, pumpe Campe; schock-brunn, schuckbrunn, m. pozzo con altalena Kramer dict. 2, 636c. schon bei Schottel 1407 als schukkbrun angeführt.
 
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schöckchen, n., deminutiv zu schock 4:

richter. drum leget nur bey zeite
zwey neu schöckgen straffe her,
das ist von euch mein begehr,
vors naschen.
Harlequin. mein herr richter, kan es nicht
beim alten schöckgen bleiben?
Reuter Harlequins kindbetterin-schmausz 80 f. neudruck.


 
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schocke, f. schaukel, nebenform zu schock, m. (2), s. das.; glossiert mit oscillus, oscillum, s. unter DWB schock und Diefenb.-Wülcker 844, im voc. von 1479 mit der erklärung: 'oscillum est ludus .. cum funis suspenditur de trabe in quo pueri sedentes impelluntur huc vel illuc, proprie ein schocke';

daʒ mac daʒ herce nimmer mer gerun (ruhen)
danne als da man uf ein schocke tritit. zeitschr. für d. alterth. 4, 307, 827.

ebenso in neuern mundarten, schwäb. Schmid 476 (schwungseil an der schaukel), siebenb. Kramer 121 (schaukel, wiege), nordd. Dähnert 411a (schokke oder schokker, ein über eine unterlage gelegtes bret, auf dessen enden sich zwei setzen und sich gegenseitig auf und nieder bewegen) Hupel 211. — in Schlesien name eines groszen torflagers Weinhold 87b.
 
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schockel, f. schaukel, weiterbildung zu schock (m.) bez. schocke mit l-suffix, s. daselbst. jetzt nur noch mundartlich erhalten, in der schriftsprache verdrängt durch die nebenform schaukel (s. diese theil 8, 2345), die durch mehrfache lautliche umgestaltungen daraus entstanden ist: schockel, schauckel, schuckel, f. ciancola, bisciancola, biscola; auf der schockel ò schauckel fahren Kramer diction. 2, 636c; schockel (die, quibusdam schauckel) oscillum, petaurum, est lusus puerilis et rustici genus, quo religatis de tigno arboreve funibus in aëre librati subvectantur, quod oscillo jactari dicitur Steinbach 2, 486; schockel, f. oscillum, der strick woran man schockelt, it. ludus puerilis, quo se per funes jactant Frisch 2, 218c; vergl. auch Jacobsson 7, 267a. Krünitz 147, 602. mundartlich schles. Weinhold 87b, in Aachen Müller-Weitz 220, in der Pfalz für wiege Klein 2, 138. — zuweilen in abweichender bedeutung: in Nürnberg schockel, m. f.(?) voreilige person Schm. 2, 369, in Ungarn, unsicherer posten Schröer 204a.
 
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schöckelchen, n.: schühelein, das, dimin. quod Thuringi mei dicunt schöckelchen, calceolus, parvus, subtilis et elegans calceus Stieler 1937.
 
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schockeln, verb. schaukeln: oscillare ... schocklen, schockelen Dief. gl. 402b; einen schockeln, schauckeln, ciancolare, bisciancolare, biscolare uno sulla corda; sich schockeln, schauckeln, ciancolarsi Kramer dict. 2, 636b; ich schockele, per funes jacto Steinbach 2, 486; schockeln, oscillo jactari, einen, oscillare, per funes jactare; das schockeln an stricken, oscillatio; schockeln, auf einem bret, sich eins ums ander aufwiegen, und wider niederfahren, tabula in hypomochlio in aequilibrio posita praeponderando alternis relevari et deprimi. Frisch 2, 218c; dasz sie ein wenig in einer gutsche (kutsche) auff dem gepflasterten weg in der statt herumb geführt und also etlicher massen geschockelt oder erschüttert würde. Simplic. schriften 4, 62, 3 Kurz (vogeln. 2, 8). — jetzt nur noch mundartlich, so schwäb. Schm. 2, 369 (schwingend bewegen), fränk. schockla Sartorius 112, in der Pfalz Klein 2, 138, henneb. Frommann 3, 132. 4, 238, 6, 5, schles. Weinhold 87b, nd. Dähnert 411a. Woeste 230a. mit abweichender bedeutung in Nürnberg, unvorsichtig laufen, übereilt handeln Schm. a. a. o.; in Ungarn schokeln wanken Schröer 204a.
 
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schockelseil, m.: schock- ò schockel-seil, n. corda da ciancolarsi ò de ciancola Kramer dict. 2, 636c.
 
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schockelung, f.: schockung, schockelung etc. ciancolamento etc. Kramer diction. 2, 636c; schockelung (die) oscillatio Steinbach 2, 486.
 
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schocken, verb. , ableitung von schock, n.
1) einen haufen bilden, aufhäufen, so schwed. skocka sig, in einen haufen zusammenlaufen, und mhd. schocken bez. schochen Lexer handwb. 2, 765 f.; aufhäufen, gehäuft anfüllen:

des (geflügels u. a.) gib uns vil, unt heiʒ uns schüʒʒel schochen. minnes. 2, 154a Hagen;

geschocket von füszen, hoch, gewölbt:

die fsslîn klain geschocket.
O. v. Wolkenstein 50, 2, 11.

[Bd. 15, Sp. 1436]



2) in schocke setzen, nach schocken zählen, zunächst vom korn; so schon mnd. schocken Schiller-Lübben 4, 107b. Lexer handwb. 2, 766: in sente Margreten dage (ist fällig) al korn tegede. svat aver er geschocket is, dar an is die tegede verdenet. Sachsensp. landr. 2, 58, 2; nhd. schokken, per sexaginta numerare Stieler 1407; schocken, ausschocken, verschocken, ammucchiare, far' in mucchi ò biche di covoni etc. a sessanta l' uno, far' in sessantine. das getraydig schocken Kramer dict. 2, 636b; schocken, per sexaginta numerare, zu schocken zehlen, sive zusammenlegen. das getreidig schocken, congerere fasciculos frumenti sexagenos. compos. sunt: ausschocken, et verschocken, idemque quod schocken notant Stieler 1778, vergl. ferner Weigand 2, 627. Scherz - Oberlin 1428. im forstwesen das unterholz schocken, zu reisbündeln schlagen und diese in haufen von 60 stück setzen Adelung. Jacobsson 4, 34b. Krünitz 147, 601.
3) mit einer nach schocken bestimmten steuer (s. DWB schock 5) belegen Adelung, aestimare quantitatem tributi, irrogare tributum, tributarium facere Scherz - Oberlin 1428; dafür üblicher beschocken, s. theil 1, 1589 f. Frisch 2, 218c.
4) viele schocke ergeben, die gerste schockt gut u. ähnl. Adelung. Jacobsson 4, 34b.

 

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Artikel 1 bis 2 von 2
1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für