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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schnurrkäfer bis schnurscheibe (Bd. 15, Sp. 1422 bis 1423)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnurrkäfer, m. name des rosskäfers, scarabaeus stercorarius. Nemnich 4, 1238.
 
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schnurrkater, m., -katze,f., -kauz,m. landschaftliche namen des brummkreisels: (ich) machte ihnen (den kindern) schnurrkatzen und nuszklappern. Hoffmann v. Fallersleben mein leben 6, 270.
 
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schnurrock, schnürrock, m. mit schnüren besetzter rock oder rock, der geschnürt werden kann: polnische schnürröcke.
 
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schnurrohr, n., auch putzrohr, eine art rohr, welche in den dünnsten, schnurartigen stäbchen für die zwecke der putzmacherei in den handel kommt.
 
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schnurrpfeife, f., nd. snurrpipe, holl. snorrepijp, dän. snurrepibe, ursprünglich eine schnurrende pfeife, aus einem pflanzenstengel hergestellt, z. b. als kinderspielzeug, vergl. ten Doornkaat Koolman 3, 251b; pfeife mit schnurrendem tone, wie sie wandernde musikanten auf der strasze spielen. fistula, lamina orichalcea crepans Frisch 2, 50b; übergegangen in die bedeutung 'spielzeug, tand', auch nipptischsächelchen (res frivolae) Hermes Soph. reise 2, 404; dann kindereien, albernes geschwätz, vergl. schnurrpfeiferei: sie wollte schon ihre alten schnurrpfeifen anfangen von kindern die der böse ausgetauscht hätte. Salzmann Seb. Kluge 81; obgleich darinnen (im Gil Blas) verzweifelte schnurrpfeiffen vorkommen. Weisflog Rob. (vorrede); verschiedene schnurrpfeiffen, sonderlich von liebesbriefen. 95; unnützes zeug, elendes hausgerät Schütze 4, 149. brem. wb. 4, 902; snurrpypen un haspeltangen in diesem sinne Richey 275. Adelung schlägt auch die ableitung von niederd. snörpipe vor, einer bezeichnung der kleinen blechernen röhren, womit die schnürbänder am ende beschlagen sind. brem. wb. 4, 898, daher komme die bedeutung 'wertloses zeug'. dieser erklärung steht die heutige aussprache und die regelmäszige schreibung mit rr entgegen. nur vereinzelt begegnet schnurpfeife: diese vita Aesopi ist an sich eine schnurpfeife, eine elende kurzweile für Hanshagel. Reiske bei Lessing 13, 447.
 
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schnurrpfeifer, m. derjenige, der eine schnurrpfeife spielt, der schnurrpfeifen treibt.
 
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schnurrpfeiferei, f., besonders im plur. das womit sich ein schnurrpfeifer abgibt; schnurrpfeifereyen, närrische, komische dinge Kindleben 191; kunststücke, kunstfertigkeiten: man erschrickt, man lacht, man ist in verzweiflung über die gefährlichsten schnurrpfeifereien und die allgemein verständliche schwierigkeit, denn die wirkung ist ganz allgemein (bei Paganinis spiel). Zelter an Göthe, briefw. 5, 221; katalog dieser kunststücke und schnurrpfeifereien. J. Paul uns. loge 3, 167. in die bedeutung der läppischen und wertlosen kleinigkeiten übergegangen, nd. snurrpiperijen, läppische kleinigkeiten, spielwerk Dähnert 440b: becher, ringe, beutel, leuchter und ähnliche schnurrpfeifereien. Arnim 2, 236; wohin jene schnurrpfeifereien bestimmt sein mögen. Gutzkow ritter vom geist 1, 296; eine schachtel voll indianischer schnurrpfeifereien. Keller 7, 263; von worten, zuständen, handlungen: mit solchen schnurrpfeifereien (von einer rede) den leuten vom halse bleiben. J. Paul flegelj. 4, 16; so denkt man an Deutschland, duftige lindenbäume, Höltys gedichte —, an erste liebe und andere süsze schnurrpfeifereien. H. Heine 4, 28 Elster.
 
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schnurrsam, adj. und adv. wie schnurrig, komisch, nur selten gebraucht: liebe frau, replicirte der onkel mit schnurrsam affectirtem ernste. Goltz ein jugendleb. 2, 411; mit der eigentlichen bedeutung von schnurren, verb., spielend: Wagners recension des Persius enthält einige gedanken in der einleitung und einige gute änderungsvorschläge in der übersetzung und einen schnurrsamen lufthieb, der ja wohl deinen vater treffen soll, und mir schmeichelt, wo Wagner nichts weniger im sinne gehabt hat. Fr. Passows leb. u. briefe 142.
 
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schnurrtopf, m., niederd. snurrepott, auch snorkepott, 1) brummkreisel, 2) ein brummbär, murrkopf Schambach 200.

[Bd. 15, Sp. 1423]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnurschaft, m. bei den tuchmachern ein runder stecken im geschränke neben der schnur, woran die gänge angeheftet oder angeschränkt sind Jacobsson 7, 266b.
 
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schnurscheibe, f. scheibe, auf deren peripherie eine schnur läuft, zur übertragung von bewegungen an maschinen, fuszdrehbänken, nähmaschinen u. s. w. dienend. Karmarsch - Heeren3 7, 375.

 

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1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für