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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schnüricht bis schnürleib (Bd. 15, Sp. 1411)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnüricht, schnürig, adj., dasselbe wie schnürhaft Stieler 1909.
 
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schnurkäfer, m. eine dem mehlkäfer ähnliche käfergattung, phaleria, der gemeine schnurkäfer, tenebrio culinaris Oken 5, 1784.
 
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schnürkasten, m. ist ein grosser mit einem gold- oder silbernen kasten gefaster diamant, brillant, rose, dick- oder tafelstein, welchen das frauenzimmer fest um den hals anzuschnüren und die creutzen oder ancker daran herunter hangen zu lassen pfleget. frauenz.-lex. (1715) 1754. Adelung. Jacobsson 4, 33b.
 
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schnürkel, m., s. DWB schnörkel.
 
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schnurkeln, schnurken, verb., s. DWB schnarchen oben sp. 1178.
 
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schnürkette, f. kette zum schnüren, besonders zum schnüren von kleidern, der schnürbrust Adelung (mit den dazu gehörigen schnürhaken als ehedem üblich bezeichnet). Jacobsson 4, 33b, catenula quae in uncis fibulatorii indumentum contrahit, die kette des schnürleibs, ihn zusammen zuziehen. Frisch 2, 217c.
 
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schnürkleid, n. ein frauenkleid, das geschnürt wird, kleid mit einem schnürleib Jacobsson 7, 266b. Campe.
 
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schnurkloder, m. name einer gattung der blattmoose, chordaria, schnurartiger gebilde Oken 3, 229.
 
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schnurland, n. in Esthland der von dem gemeindeland dem einzelnen bauer nach der meszschnur zugetheilte acker Sallmann 48a, vgl. DWB schnur 6.
 
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schnürleber, f. durch starkes schnüren hervorgerufene krankhafte veränderung der leber. vgl. DWB schnüren 1, b.
 
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schnürleib, m. miederartiges, den leib umspannendes kleidungsstück der frauen, das geschnürt wird Jacobsson 4, 33b, nach Adelung weniger gesteift und gewölbt als die schnürbrust, aber auch als dasselbe bezeichnet, schnür-leib, schnür-mieder, schnür-brust Kramer deutsch-ital. dict. 2 (1702), 635b. frauenzimmerlexicon (1715) 1753, niederd. snörliiv Dähnert 439b, bei Lauremberg schnörlyff. das geschlecht wechselt, Adelung setzt das wort als n. an, Kramer und Campe als m., und so wird es auch heute gebraucht: die berühmte dreischläfrige sponde (des grafen von Gleichen) wird noch im alten schlosse, in der sogenannten junkerkammer, als eine relique aufbewahrt, und ein span davon statt des blankscheits in dem schnürleib getragen, soll die kraft haben, alle regungen von eifersucht in dem weiblichen herzen zu zerstören. Musäus volksmärchen 1, 131 Hempel;

ja ein junck plögekerl, ein schlichter buer compan.
wen he süth eine fruw in samitn schnörlyff gaen,
so weet he also bald idt si ein fruwen wammes,
und nicht de ruge stert eines ossen edder lammes.
Lauremberg 3, 98 neudruck;

kam aber etwas fremds ins haus
so zog sie gleich den schnürleib aus,
that sich so schlecht und häuslich an,
es übersah sie jederman.
Lenz im musenalmanach von 1798 s. 75;

ach, wenn ich in mein schnürleib sehe,
ich das gefängnisz mir vorstell. des knaben wunderhorn 1, 488 Boxberger.

[Bd. 15, Sp. 1412]


in übertragener anwendung: das behagen, womit er auf seiner schnitzbank schafft oder die glatten dauben in den schnürleib der reife zwingt, hört sich aus jedem schnitt, aus jedem hammerschlag heraus. Ludwig (1891) 2, 122.

 

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1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für