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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schnottolf bis schnuckeln (Bd. 15, Sp. 1380 bis 1381)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnottolf, m.: schnottholf, snottolf, der seehasz z Antorff, ist äschenfarb, syn fleisch ist wie schlym oder rotz. Gesner de piscibus 198; vgl. schnottfisch, schnuderfisch.
 
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schnotz, m.
1) rüssel, schnauze (vgl.schnotze): schnotz eines helffants (der) proboscis, manus, hirtzen schnotzen, rostra cervorum Maaler 360a, vgl. Schottel 1406.
2) schnotz, scherz, lustiger streich (daneben schnortz) Hertel thür. sprachsch. 219. schnôzel ist in Thüringen eine kurzweilige, spaszhafte geschichte.
 
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schnotze, f. schnauze Steinbach 2, 482, so österreichisch Höfer 3, 109; vielleicht aus schnockeze entstanden, vergleiche DWB schnucken, DWB schnuckeln, saugen.

[Bd. 15, Sp. 1381]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnotze, schnotzen, m. wulst, fettwulst, schnōtzen, schnuetzen, wulst vom fetteren fleische am körper der thiere und menschen Schm. 2, 592; als fem. bei Höfer 3, 108, vergl. Castelli 249. Hügel 143a. vielleicht hierher gehört snotzeg, klebrig, schmutzig cimbr. wb. 234a:

seet hin und habt euch dissen schnotzen
der alten müntz do ungezelt (wulst, geldrolle oder beutel). pfarrer v. Kalenberg 840 im narrenbuche herausg. von Bobertag 39.


 
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schnotzel, m. unterkinn Campe, s. DWB schnotz 1.
 
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schnotzeln, schnötzeln, verb. schmatzen: so er (ein thier) milch saufft, so schnötzlet er wie ein jung schweyn. Forer thierb. 112a; schnalzend küssen Höfer 3, 109.
 
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schnötzen, verb., s. DWB schnätzen sp. 1199.
 
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schnucht, m. name einer art von hechten (Köln) Campe.
 
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schnuck, m. atemzug, schluchzer, aus dem nd. bei Campe aufgenommen (s.schnucken); schnukk, suspirium cum lachrymis vel post fletum suspiria, geschnukk Schottel 1406, vergl. Stieler 1897; snukk, der letzte atem brem. wb. 4, 900; snuk, der schlucken (vergl. nd. snuckup) ten Doornkaat Koolman 3, 250a, ebenso bei Hupel 210; abweichend bei Woeste 247a im sinne von schnurre, anekdote (vgl. DWB schnack).
 
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schnucke, f., niederd. snucke, das in den norddeutschen heidegegenden (im lüneburgschen, bremischen und holsteinschen) gezüchtete und geweidete schaf (vergl. heidschnucke theil 4, 2, sp. 812). schnucke, f. genus ovium Schottel 1406, vgl. Klein prov.-wb. 2, 137 (Harz). Richey 275. brem. wb. 4, 900. Schütze 4, 148. Danneil 200b. ten Doornkaat Koolman 3, 250a:

meilenlang einöde, nur heid' und aschiger flugsand;
kaum ein gezirp, kaum fern dürftiger schnucken geblöck.
Voss 6, 311.

neben snucke ist im nd. snicke im gebrauche, s. brem. wb. 4, 900; eine andere nebenform ist schnacke oder schnake, s. DWB schnack 4, g oben sp. 1155; heideschnacken oder schnucken Jacobsson 6, 63b, heideschnaken Frisch 1, 434c. die herkunft der bezeichnung ist unklar; ten Doornkaat Koolman a. a. o. denkt an nd. snicken, snucken, schluckende laute von sich geben.
 
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schnuckeln, verb. lecken, saugen, naschen; eine abschnuckeln, zerküssen Schm. 2, 567, vgl. Schmidt 204. Kehrein 1, 363. Pfister 265; daher schnuckler, schnucklerin, leckermaul Schmidt a. a. o. Woeste 247a; vgl. noch schnuckel, f. näscherin Kehrein a. a. o. küchenschnuckel, einer der in der küche herumnascht Schm. a. a. o., schnuckeleins-, schnuckelesware, zuckerzeug, schnuckes, schnuckeschen, leckermäulchen und andere in den mundarten vorkommende bildungen; s. DWB schnucken, schnücken 2.

 

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1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für