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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schnotter bis schnotzeln (Bd. 15, Sp. 1380 bis 1381)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnotter, m. neben schnodder (s. dieses), rotz, nasenschleim: zücht sich ein kind recht, dʒ jm der schnotter oder kengel nitt z der nasen härusz hangt, so spricht die mter z jm, dʒ ist recht. Keisersberg post. 2, 10b.
 
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schnotterig, adj., zum vorhergehenden gebildet, siehe schnodderig.
 
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schnottern, verb. neben schnoddern, s. dieses.
 
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schnottfisch, m. cyprinus dobula, hasel, döbel; capito vel squalus fluviatilis minor, ein haselin, ein haszlin, heszling (der kopf des fisches soll dem eines hasen ähnlich sein), in der Elb, heszling, zu Straszburg schnott, oder schnattfisch. Gesner-Forer fischb. 198a; schnottfisch oder schnatfisch z Straszburg, heszlin, hasele. de piscibus 198, vgl. v. Siebold süszwasserf. 203; weiszfisch, sive schnottfisch Stieler 487; redensart: der schnotfisch ist ein bastard. Oken 6, 300;

vil furnen, karpffen und schnotvisch.
Wickram irr reit. bilger 16b.

der name wird aus dem schleimigen überzuge des fisches erklärt (schnotte, schnodder). vgl. DWB schnottolf, DWB schnuderfisch.
 
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schnotthof, m. fischname, wol entstellt aus schnottolf: krugfisch, schnothof, seehasz, seehan, ein lumpe. Henisch 1113, 36.
 
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schnottolf, m.: schnottholf, snottolf, der seehasz z Antorff, ist äschenfarb, syn fleisch ist wie schlym oder rotz. Gesner de piscibus 198; vgl. schnottfisch, schnuderfisch.
 
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schnotz, m.
1) rüssel, schnauze (vgl.schnotze): schnotz eines helffants (der) proboscis, manus, hirtzen schnotzen, rostra cervorum Maaler 360a, vgl. Schottel 1406.
2) schnotz, scherz, lustiger streich (daneben schnortz) Hertel thür. sprachsch. 219. schnôzel ist in Thüringen eine kurzweilige, spaszhafte geschichte.
 
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schnotze, f. schnauze Steinbach 2, 482, so österreichisch Höfer 3, 109; vielleicht aus schnockeze entstanden, vergleiche DWB schnucken, DWB schnuckeln, saugen.

[Bd. 15, Sp. 1381]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnotze, schnotzen, m. wulst, fettwulst, schnōtzen, schnuetzen, wulst vom fetteren fleische am körper der thiere und menschen Schm. 2, 592; als fem. bei Höfer 3, 108, vergl. Castelli 249. Hügel 143a. vielleicht hierher gehört snotzeg, klebrig, schmutzig cimbr. wb. 234a:

seet hin und habt euch dissen schnotzen
der alten müntz do ungezelt (wulst, geldrolle oder beutel). pfarrer v. Kalenberg 840 im narrenbuche herausg. von Bobertag 39.


 
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schnotzel, m. unterkinn Campe, s. DWB schnotz 1.
 
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schnotzeln, schnötzeln, verb. schmatzen: so er (ein thier) milch saufft, so schnötzlet er wie ein jung schweyn. Forer thierb. 112a; schnalzend küssen Höfer 3, 109.

 

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1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für