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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schnörkelhaft bis schnörpel (Bd. 15, Sp. 1379)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnörkelhaft, adj. zu schnörkel gebildet, meist in tadelndem sinne, sodasz das krause, unruhige, übertriebene, verworrene der gewundenen formengebung oder linienführung hervorgehoben wird. im eigentlichen sinne:

verbrännt gestein, bemodert, widrig,
spitzbögig, schnörkelhaftest, niedrig.
Göthe 41, 108;

als ich kurz vorher einige schnörkelhafte spiegelrahmen getadelt .. hatte. 25, 225; eine schnörkelhafte uhr. Keller 1, 59; freier: in einem etwas schnörkelhaften stile gebaut. Gutzkow ritter v. geist 1, 277; übertragen: zu dem schnörkelhaften inhalt seiner vorträge (über heraldik). Freytag handschr. 2, 177.
 
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schnörkelig, adj. wie das vorhergehende wort.
 
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schnörkeln, verb. in gewundenen linien, formen ziehen oder gestalten, meist in tadelndem sinne zur bezeichnung eines unschönen übermaszes, der geschmacklosigkeit, einer gewissen verworrenheit (vgl. verschnörkeln). Kramer deutsch-ital. dict. (1702) 2, 634a bietet die formen schnorcheln, schnörcheln, schnörckeln, vergl. oben unter schnörkel. Voss hat schnirkeln (s. unten), nd. snürkeln Woeste 247a. mit dem acc.: ornamente, buchstaben schnörkeln u. ähnl. übertragen: andre schwitzen am drehbret, wollen neue verfassungen und sitten schnörkeln. Fr. Müller 2, 21. viel gebraucht wird das part. geschnörkelt: seltsam geschnörkelte marmorvasen. Göthe 28, 116; jene geschnörkelten giebel. 44, 148; geschnörkelte beete, initialen u. s. w. übertragen: geschnörkelte komplimente, geschnörkelte sprache, melodie und ähnl.; sich schnorcheln, schnörcheln, schnörckeln, sich winden bei Kramer a. a. o. an etwas schnörkeln:

hier schnörkelt kein gärtner
kunstmäszig am hain.
Salis ged. (1821) 69.

intransitiv, sich seltsam winden, gewundene formen zeigen:

muckt lieber, steif und nett,
durch schnirkelndes bosket.
Voss 5, 233.


 
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schnörkelschrift, f.: zuverlässig hatte der schreiber des briefes nicht geahnt, welche aufregung seine verblichene schnörkelschrift unter späten enkeln hervorbringen würde. Freytag handschr. 2, 302.
 
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schnörkelwerk, n.: Schoppe horchte mit einem fatalen kräusel- und schnörkelwerke auf dem gesichte zu. J. Paul Titan 1, 20; was sonst im stück vorgeht und schlechterdings nicht passen will, ist lediglich symbolisch, änigmatisch und pure ironie, auch allenfalls nur schnörkelwerk, nur blauer dunst. Mörike maler Nolten (1890) 1, 203.
 
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schnörkelzug, m. Campe; schnörkelzug am ende einer unterschrift u. ähnl.
 
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schnorken, verb. schnarchen, s. oben schnarchen sp. 1178.
 
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schnorken, verb. im thüringischen im sinne von wanken: eins schnorkte hin, das andre her. Hertel sprachschatz 218; schnorkig, adj. spaszhaft, schnurrig. ebenda.
 
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schnörker, m., schnerker, der wachtelkönig, s. DWB schnarcher 2 sp. 1183.
 
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schnorkulant, m. lustige bildung (vgl. DWB schnurrant und ähnl.): allen schnorkulanten, fabulanten und schnurrpfeifern. Chamisso werke (1839) 6, 4.
 
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schnörpel, schnörpfel, m. ende von würsten, gurken. Schultze nordthür. idiot. 43b. Hertel sprachsch. 218.

 

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1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für