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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schnodeln bis schnödig (Bd. 15, Sp. 1375 bis 1376)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnodeln, verb. durch die verstopfte nase atmen Schm. 2, 572. Lexer mhd. handwb. 2, 1042; s. DWB schnudeln.
 
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schnoden, verb., neben schnuden und schnauden bei Stieler 1906.
 
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schnoder, m. (vergl. schnuder und schnodder), rotz: schnoder vel schnoppen, reuma Dief. 497b; schnoder in der nasen, mucus Dasypodius, vgl. Stieler 1906. Tobler 395b (hier eine menge derber ausdrücke schnoderbueb, -fresser, rotziger kerl, schnoderfetza, schnupftuch u. ähnl.).
 
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schnoderer, m. rotziger kerl Stieler 1906. Tobler 395b; auch in übertragenem gebrauche: reprehensor, obstrepens, carptor molestus Stieler a. a. o.
 
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schnodericht, adj.: wenn ein pferd rotzig oder schnodricht wird, so isset es nicht wol. J. Walther pferde- und viehzucht (1658) 39.
 
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schnoderig, adj., wie das vorhergehende: schnoderig, gravedini obnoxius Corvinus fons latin. (1660) 305b, rotzig, schnodrich, mucosus 421b.
 
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schnodern, verb. (vergl. schnudern), rotz aus der nase laufen lassen, durch die verstopfte nase atmen, schnauben, niesen,

[Bd. 15, Sp. 1376]


schnuppern: er schnodert sehr, pituita e naribus profluit, redundat pituita, impense rheumaticus est Stieler 1906; im sinne von schnuppern, schnaufend beriechen Stalder 2, 344; daneben auch schnarchen ebenda.
 
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schnodernase, f. rotznase Kramer deutsch-italien. dict. (1702) 2, 634a; als scheltwort für einen vorlauten jungen burschen:

liebe schnodernasz
der dich und mich mit rhten basz
thet streichen, das wer unser lon.
Wickram irr reit. bilger 30b.


 
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schnödesenf, m. 1) erysimum barbarea, die winterkresse Nemnich (barbaraea vulgaris Pritzel-Jessen). 2) raphanus raphanistrum, ackerrettig. ebenda (raphanistrum arvense Pritzel-Jessen).
 
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schnödheit, f., zum adj. schnöde gebildet und dessen bedeutungen folgend. nach schnöde 1 im sinne von verächtlichkeit, schlechtigkeit, verworfenheit: welcher mönsch sicht in dem spiegel seiner vernunfft, die schnödheit seiner geburt, und masen seiner sünden. Keisersberg dreieckecht spiegel Aa 3b; schnodheyt der sunden. Luther 9, 727, 9 Weim. ausgabe; ein berg der verwerffung unnd schnödheyt. Franck weltb. 178a. nach schnöde 2, schroffheit gegen andere, unfreundlichkeit u. ä.: dasz schier seine sprödigkeit mich verdrosz, — und ob seiner schnödheit das blatt mir schosz. Rückert (1882) 11, 316; nd. snöeheit, klugheit, schlauheit, witz, behendigkeit brem. wb. 4, 896 (s. DWB schnöde 3).
 
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schnödig, adj., gleichbedeutend mit schnöde Steinbach 2, 482; im sinne von 'scharf, heftig reizend' (vergl. schnöder wind): wären weder die stralen der sonnen, so ihme gerad auff die gosche schienen, also klar und hitzig, noch auch der gesang der vögel .. also scharff und schnödig gewesen, dasz sie ihn hätten an seinem tieffen schlaff ermuntern können. Harnisch 111.

 

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1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für