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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
schnitzzwiebel bis schnoddrig (Bd. 15, Sp. 1370)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) schnitzzwiebel, f. cepa sectilis Stieler 2661, vgl. schnitzlauch.
 
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schnobbern, verb. neben schnobern, schnopern, schnoppern, schnuppern, s. das letzte wort.
 
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schnoben, verb. schnauben, keuchen, nebenform zu schnauben: seine hunde schnobend um ihn. Göthe 16, 167 (in mundartlicher aussprache schnoben für schnauben Frischbier 2, 302b. Stalder 2, 344 unter schnodern; ebenso schnoden neben schnauden u. ähnl.).
 
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schnobern, verb., s. DWB schnopern und DWB schnuppern:

an der schwelle was schnoberst du hier?
Göthe 12, 64

(ebenso in der ausgabe von 1817, früher schnoperst, an einer späteren stelle s. 227 haben alle drucke schnopern, vgl. Weim. ausgabe 14, 258); von einem pferde:

schimmel stand verdutzet, schnobernd,
roch die blumen an, der zweifler.
Immermann 12, 76 Boxberger.


 
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schnobisch, adj. mit schnupfen behaftet, von pferden rotzig Campe, vgl. Frisch 2, 212b.
 
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schnochze, f. schnauze (snockeze): ein lebendiger weiszer wurm, der einen spitzigen schnabel gehabt, fast wie eine hundes-schnochze. Wiedemann gefang. dec. 91.
 
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schnöckern, verb., s. DWB schnökern.
 
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schnödachtung, f.: dy allergroszist verwerffung und schnodachtung deyner wirdigkeyt tilge in mir ausz alle begirlichkeyt der eren. Herzmaner 78a.
 
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schnodder, m. gleichbedeutend mit schnoder, schnuder, rotz:

so trück die nasz, ein mal, zwey, drey,
bisz dir die hand vol schnodder sey. Grobian. 908 neudruck.

so nd. Danneil 200a. Dähnert 439a, vgl. auch Frischbier 2, 307a; md. und oberd. schnoder, schnuder, schnotter, schnutter. neben snodder ist im nd. snodde und snotte, snot, snut gebräuchlich brem. wb. 4, 899. Dähnert 439a. Schambach 201a. Woeste 246b. ten Doornkaat Koolman 3, 248a; et hängt an e wand wie schnodderlang (rätsel = spinngewebe). zeitschr. f. d. phil. 11, 359.
 
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schnoddern, verb. vom vorhergehenden abgeleitet, vorlaut, frech schwatzen, in der umgangssprache norddeutscher gebiete.
 
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schnoddrig, adj. zu schnodder gehörig, rotzig, besonders in seiner übertragenen anwendung in die umgangssprache Norddeutschlands eindringend: nd. ene snoddrige näse, eine nase voller schleim Dähnert 439a; een snotterigen junge, ene snotterige deren, junge, mädchen mit rotziger nase. een snotterigen dook, schmutziges tuch, rotzlappe brem. wb. 4, 899; in übertragener anwendung im sinne von überklug, vorlaut, dreist ten Doornkaat Koolman 3, 248b, vgl. Frischbier 2, 307a. Jecht 98a. Hertel sprachsch. 218. Albrecht 205a; kum mi nich so snoddrig, komm mir nicht so frech Danneil 200a; schnoddriger kerl, vorlauter, dreister mensch; schnoddrige redensarten, spitze, freche, herausfordernde redensarten, bisweilen in gemildertem sinne.

 

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Artikel 1 bis 2 von 2
1) gon
 ... gon , gohn , m. , ein schöpfgefäsz
 
2) gon
 ... gon , gohn , m. , der für