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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
gewissenlosigkeit bis gewissensband (Bd. 6, Sp. 6304 bis 6307)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gewissenlosigkeit, f. , substantivbildung zum vorhergehenden, wie dieses einigemal auch mit dem compositions -s belegt: gewissenslosigkeit Hermes 6, 229; Wilh. Raabe alte nester kap. 5. die belege für das substantiv setzen erst zu ende des 18. jahrh. ein und reichen bis in die neueste zeit. die buchungen suchen die bedeutung des substantivs in der bloszen verneinung: die gewissenlosigkeit (plur. car.) die fertigkeit ohne gebrauch des gewissens zu handeln Adelung 2, 670; Campe 2, 367a; le peu ou point de conscience Schwan 1, 748a; want of principle, unscruplousness Hilpert 2, 1 s. 466a. der litterarische gebrauch tritt nur selten in diese grenzen zurück: was geht in der menschheit betragen über diese ganze volle gewissenslosigkeit des märchens oder noch besser der jugendzeit? — die 'ewige seligkeit', denn die wird freilich in einem noch etwas höheren grade gewissenslos sein W. Raabe alte nester kap. 5; dazu vgl. E. M. Arndt schr. f. s. l. Deutschen 1, 506; sonst kommt das beim adjektiv beobachtete moment des tadels beim substantiv fast noch stärker zum ausdruck: gewissenslosigkeit ist nicht mangel des gewissens, sondern hang sich an dessen urtheil nicht zu kehren Kant (metaphysik d. sitten 2 einl.) i, 6, 401; vgl. auch Stäudlin gesch. d. lehre von d. gewissen s. 84, s. unter gewissensbiss. das substantiv ist gern mit anderen substantiven zusammengestellt, die das vorwurfsvolle am unserigen herausarbeiten. das ist vor allem da der fall, wo ein träger des begriffes gekennzeichnet ist:
1)

denn, was entschlossenheit den männern heiszt des staats,
ist meisten falls gewissenlosigkeit,
hochmuth und leichtsinn ...
Grillparzer (ein bruderzwist 3) 95, 82;

die form, in welcher die gemeinheit, die gewissenslosigkeit und der profansinn bei ihm auftritt Bog. Goltz ein jugendleben 22 201; er dachte auf keine flucht, sondern fuhr fort, die thorheit der Athenienser und die gewissenlosigkeit des tyrannen heftig zu tadeln Schiller (Solon) 9, 181; herr Ribezal aber dringt ins innre der familien, straft ... die unverträglichkeit der ehegatten ... den aufwand, die unwissenheit, die gewissenslosigkeit der herrschaften gegen das gesinde Hermes Sophiens reise 6 (1778), 229; ich wurde mir über die unwissenheit und gewissenlosigkeit meines artztes klar ... Bismarck ged. u. erinn. (10) 1, 235; anders: aber das ungeheuer war siegreich durch die kühnheit seiner entwürfe, durch die leichtigkeit und gewissenlosigkeit alle hülfsmittel an sich zu reiszen E. M. Arndt, (England u. Frankreich) schr. f. s. l. Deutschen 1, 506;
2) er begriff nicht, wie man die gewissenlosigkeit so weit hatte treiben können, ihnen die kranke und sie sich selber zu überlassen Immermann (epigonen 1, 10) 3, 61 Maync; dasz sie blind wider ihr urtheil und gewissen für denjenigen stimmen, der in dem ersten scrutinium die relative majorität gehabt hat. es heiszt dies bei den wahlmännern von Glatz eine gewissenlosigkeit bei der wahl der abgeordneten voraussetzen, welche ... Bismarck

[Bd. 6, Sp. 6305]


(1851) 1, 284 Kohl; es ist heillos, mit welcher gewissenlosigkeit sogenannte volksliebhaber und republikaner mit dem volke umgehen Jer. Gotthelf (Käthi, die groszmutter 3) 10, 74 Vetter.
 
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gewissenruhig, s. gewissensruhe.
 
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gewissenrührlich, adjektiv zu der oben sp. 6283 aus älteren denkmälern belegten wortverbindung (vgl. auch die form mit dem compositions s. gewissensrührig unter gewissensrührung): ausgeschüttete, herz- ehr- und gewissenrührliche lästerungen Butschky hochd. kanzlei (3, 120) 3, 210.
 
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gewissensanfechtungf., vgl.: richtet er sich in solcher seiner gewissens - anfechtung und gemüts-verwirrung ohnversehens im bett auf und schriehe ... Grimmelshausen wiedererstandener Simpl. 3, 455.
 
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gewissensangelegenheitf., vgl.: die sprache der mandate und edicte kann bei solchen gewissensangelegenheiten unmöglich durchaus bestimmt sein Lichtenberg aphorismen 4, 10 L. vgl. DWB gewissenssache.
 
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gewissensangst, f. in der zusammensetzung früher bezeugt als in der loseren form der wortverbindung, vgl. den buchtitel: gewissensangst eines fürnehmen catholischen politici, welcher bei disem wandelbaren glück fast lutherisch werden will (1631) gegen angst des gewissens sp. 6275; vgl. auch trouble, remords de conscience, dechirement de coeur Rondeau 2, Uu 3 f; ähnlich Schwan 1, 748a; anguish of conscience Hilpert 2, 1, 465c. gleich im 17. jahrhundert ist das compositum viel beobachtet, bei Opitz, Hammer, Rist und Scriver, einen höhepunkt der verwendung erreicht es im gegensatz zu Göthe. dem nur ein beleg entnommen ist, in der sprache Schillers. von der verbreitung, die das fem. dort und anderswo erreicht, sticht die spärlichkeit der belege für das bedeutungsverwandte gewissensfurcht ab: die gewissensfurcht Campe 2, 367a; gewissensfurcht, fear of remorse or conscience Hilpert 211, 465c; eine art natürlicher pietät oder gewissensfurcht hielt mich ab, das unbequeme wesen (Zwiehans schädel) unterwegs auf gute weise wegzuwerfen oder zurück zu lassen Keller (grüner Heinr. 3, 10) 2, 135. dazu vgl. DWB gewissenssorge: die tiefe überzeugung von unserer unvertilgbarkeit durch den tod, welche, wie auch die unausbleiblichen gewissenssorgen bei annäherung desselben bezeugen, jeder im grunde seines herzens trägt Schopenhauer, welt als wille (2, cap. 41) 2, 557.
1) bei gewissensangst unterliegt die bedeutung auch im wechsel der zusammenhänge kaum irgend welchen schwankungen.
a) zu dem oben angegebenen ersten belege stimmen auch die buchungen durchaus, die mit Stieler einsetzen, aber nur lückenhaft weiterführen: gewiszens, sive seelenangst, morsus, vulnus conscientiae, furiae Stieler 380 (unter angst); angor, cruciatus conscientiae Matthiae 2, 181b Kirsch 2, 152a; vgl. auch Kramer 2. 97b die gewissensangst, plur. car., die angst, d. i. hoher grad der unlust, aus vorstellung der unrechtmässigkeit einer handlung oder seines zustandes Adelung 2, 670; ganz ähnlich Campe 2, 367a (höchster grad der unlust, die ein böses gewissen hervorbringt). nur das deutsch - engl. lexicon will die unterscheidung zwischen nachfolgendem und vorhergehendem gewissen (vgl. sp. 6222, 6275 oben) auch auf die zusammensetzung übertragen: gewissens-angst 1) ehe man was thut, ein gewissens-scrupel, scruple, scrupulosity. scrupulousness or doubt of conscience. 2) nachdem man etwas böses gethan; die gewissensnagung, marter, folter oder qual; der wurm des nagenden gewissens, the sting, remorse or cheeck of pour conscience 2, 775.
b) wie wenig diese letzte eintheilung dem sachverhalte entspricht, das zeigen schon die zusammenstellungen mit anderen substantiven; wenn unter diesen wohl auch furcht und absicht auftreten, so gilt doch der in ihnen liegende hinweis auf die zukunft nicht der handlung, an die die gewissensregung anknüpft, sondern deren folgen: wie gehts denn zu, dasz ihr ... eure seele für der gewissensangst, für schrecken und furcht ... mannigmal nicht bewahren könnt Scriver seelenschatz (4, 12, § 76) 2, 426a; furcht, unruh, gewissensangst, verzweiflung wirken nicht viel weniger als die hizigsten fieber Schiller (versuch über den zusammenhang § 15) 1, 161; doch nicht

[Bd. 6, Sp. 6306]


dieses inhalts allein; zärtlichkeit, reue, gewissensangst, unterwerfung, nehmen ihr theil daran Lessing (Hamburg. dramaturgie 1, 27) 93 294; wie das ich in diesen tagen bei dem jetzigen bösen zustand unser zeiten, in eine schwere anfechtunge und gewissens angst bin gefallen gewissensangst eines fürnehmen cathol. politici A 1b; sie waren ohne zweifel eine erfindung der dichter, welche die strafe des bösen und die gewissensangst in lebendigen und persönlichen bildern darstellen wollten Stäudlin gesch. d. lehre v. d. gewissen 7; auszer dem beschriebenen ... ist ihr nun aber noch eine davon ganz verschiedene und besondere pein beigesellt, welche bei jeder bösen handlung fühlbar ... wird und, nach der länge ihrer dauer, gewissensbisz oder gewissensangst heiszt A. Schopenhauer (die welt als wille u. vorstellung 4, 65) 1, 469 Grisebach; jenes gefühl, das die ausübung des unrechts und des bösen begleitet, oder die gewissensangst (4, 62) 1, 433; in jener dunkel gefühlten, aber trostlosen quual, die man gewissensangst nennt welt als wille (1, 4) 1, 432; sterben war ein scherz, lag nur auch der nebenbuhler tot. gewissensangst, das drohende jenseits, alles war erträglich, nur eines nicht: sie in seinen armen zu wissen O. Ludwig (zw. himmel u. erde) 1, 319 Stern; die stimmung einer wie von furien verfolgten und wie der höchsten gewissensangst kam über die in sich haltlose und so tief ehrgeizige seele K. Gutzkow d. zauber von Rom (5, 15) 6, 74; ... einer gequälten, angstvollen seele, bei ihren redlichen absichten und gewissensängsten, (zufriedenheit ... zu geben Herder (abschiedspred. 1769) 31, 135.
c) Adelung, der dem grundwort (angst) den plural zubilligt, will ihn doch für das compositum abstreiten, desgl. Campe. aber schon Grimmelshausen giebt ein beispiel auch für dieses: mir gefiele vielmehr an meinem mann, dasz er vorsichtig handelte, und ... der gewöhnlichen weiblichen leichtsinnigkeit ... beizeiten vorbauete, und sie mit betrohenlichen gewissensängsten umschreckte wieder erst. Simpl. 3, 382; dazu vgl.:

ich klagt' um könige, die vor dem blitze
der geister in gewissensängsten zagen,
statt treu zu stehen an der bildung spitze.
Immermann (Tristani 1 nachgesang) 13, 249 Hempel;

ich habe ihnen gegenüber einstmals aus meinen kleinen gewissensängsten kein geheimnis gemacht H. Sudermann das hohe lied (2, 14) 515.
2) syntaktische verbindungen geht das substantiv am liebsten in der begleitung eines attributiven adjectivs, seltener einer possessivbestimmung, ein. andernfalls scheint es beim substantiv ein bedürfnisz, anlehnung an parallele substantive zu suchen, wie sie eben belegt wurden, vgl. zur function des subjektes Lessing 93 294; Schiller 1, 161; Schopenhauer 1, 469; O. Ludwig 1, 310; dagegen vgl. nur:

gewissensangst war ihnen strahlenlicht,
erstickt war nie die röthe holder scham.
Seume ged. (elegie geschr. auf einem dorfkirchhofe)2 7;

zum objectsacc. vgl. Stäudlin 7; Schopenhauer 1, 433 gegen einige buchungen, die ihre im lebendigen sprachgebrauch nicht fehlende begleitung abgestreift haben: gewissensangst haben, in delicto morderi conscientia Aler 1, 491a; gewissensangst ausstehen, to suffer the pongs of conscience Hilpert 2, 1, 465c; ähnliches gilt für genetivund präpositionalverbindungen vgl. (s. 1, b) Gutzkow 6, 7

gegen: was heiszt die zukunft, die uns gräber deken?
die ewigkeit, mit der du eitel prangst?
ehrwürdig nur, weil schlaue hüllen sie versteken,
der riesenschatten unsrer eignen schreken
im holen spiegel der gewissensangst.
Schiller (freigeisterei u. resignation) 4, 29;

vgl. Scriver 2, 426a; Herder 31, 135 und die obigen belege (1, c) aus Immermann und Sudermann gegen:

die ziegen-insel auch, da jener keiser sasz,
und sein betrübtes brod mit furcht und zittern asz,
blosz ausz gewissens angst, zum spiegel der tyrannen,
die erstlich gute leut', hernach sich selbst verbannen.
Opitz (Vesuvius) weltl. poem. 1 (1646), 27;

endlich aber wachete das bellende hündlein an der lincken brust auff, dasz er nicht wust vor gewissens angst was er thun solte Matth. Hammer histor. rosengarten (cap. 38) (1654) 435.

[Bd. 6, Sp. 6307]



a) die attribute sind weniger quantitativer, als qualitativer art:
α) und darum aus lauterer gewissens-angst sein leben abgekürzet Abr. a. S. Clara huy u. pfuy der welt (der hahn 1707) 156; als er eben im begriffe war, von unaufhörlicher gewissensangst getrieben, den meineid ... wieder gut zu machen Moritz, Anton Reiser (3) 307;
β) dasz alle diese ... weltliche ubungen ... dennoch in der erschrecklichen gewissens-angst, sonderlich aber in der letzten stunde des todes .., einem menschen nicht das allergeringste nützen Rist himml. lieder (dedicat. zur 3. zehn) (1643) A. 3a (nicht in der ausgabe von 1652); vgl.(s. o.) (betrohenliche gew.) Grimmelshausen wieder erstand. Simpl. 3, 382; die bängste gewissensangst bemächtigte sich meiner A. G. Meiszner (mordbrenner ...) bei Fürst dtsch. erz. 69;

man raunt sich grauenvolles
in die ohren, unnatürlich ungeheure
verbrechen wecken unnatürliche
gewissensangst, und die beladene seele beichtet
dem tauben kissen ihre schuld.
Schiller (Macbeth 5, 1) 13, 135;

Gellerts ... den ich ... mit solchen wunderlichen fragen nicht belästigen wollte, um so weniger, als ich mich derselben in heiteren stunden selbst schämte und zuletzt diese seltsame gewissensangst mit kirche und altar völlig hinter mir liesz Göthe (dicht. u. wahrh. 2, 7) 25, 126; wie heimliche gewissensangst war es, wie ein verlangen nach sühne, wie ein niemals schweigender vorwurf H. Sudermann das hohe lied (2, 19) 587; erschauernd in grundloser gewissensangst (1, 16) 192.
b) zu den possessivbestimmungen vgl. gewissens angst eines fürnehmen catholischen politici, welcher bei diesem wandelbaren glück fast lutherisch werden wil. entdecket einem fürnehmen catholischen geistlichen zu Stade (Halberstadt 1631); die gewissensangst eines verbrechers, welche durch die Furien versinnlicht wird Schiller (zerstreute betracht. ü. versch. ästhet. gegenstände) 10, 185; vgl. dazu (sp. 6306) gewissensangst eines politici; die eilfertigkeit meiner flucht hatte meine gewissensangst zerstreut, aber sie kam schrecklicher zurück, wie meine kräfte mehr und mehr ermatteten Schiller (verbrecher aus verlorener ehre) 4, 73.
c) zu anderen bestimmungen vgl.: gewissensangst über das begangene ist nichts weniger als reue, sondern ... erkenntnisz seiner selbst Schopenhauer welt als wille 1, 350.
 
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gewissensängstig, adjectivableitung zum vorigen, nur in adverbialer stellung belegt: weil diese ... eine verschleierung der unterlassungssünden sind, die so schwer und gewissensängstig auf mir ruhen Bogum. Goltz, ein jugendleben 2, 212; dazu vgl. je gewissensbanger er an seine unwiderruflichen gelübde dachte K. Gutzkow d. zauberer v. Rom (5, 11) 5, 350.
 
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gewissensängstlichkeit, f.; ist das nicht eine beschreibung des gewissens und der kranken gewissensängstlichkeit? Stäudlin gesch. d. lehre v. d. gewissen 51.
 
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gewissensanlage, f.; die einen (z. b. Alexander von Hales, der hl. Thomas) verstehen unter synteresis die von natur im menschen vorhandene gewissensanlage (habitus conscientiae), unter conscientia die einzelne bethätigung derselben (actus conscientiae) Wetzer u. Welte 5, 568.
 
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gewissensarm, adj.: gewissensarm. male sibi conscius Stieler 55 (unter arm).
 
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gewissensband, n.
1)

gott, der du der menschen hertz und sinn,
allein trägst in der hand,
du hast in uns gemacht von anbegin
ein stark gewissensband,
das zeuget uns von beiden,
es kennet bösz und guht ...
Rist himml. lieder (4, 4) (1652) 234.


2) in der gleichen bedeutung concurrieren noch andere zusammensetzungen;
a) gewissensstrick, laqueus conscientiae Stieler 2196; und, durch gewissens strick, das feuer zu legen in die gemüther M. Zeiller episteln u. v. polit. materien (471) 5, 461.
b) durch hülfe des selbstgrübelns und des fleissigen lesens in den werken der kirchenväter hatte er sich allmälig

[Bd. 6, Sp. 6308]


seiner gewissensfesseln so weit erledigt, dass er nach und nach anfing, ohne skrupel protestantische schriften zu rathe zu ziehen und die unfehlbarkeit der kirche zu bezweifeln F. C. Laukards leben 2 (1792) 372.

 

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