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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
gewinnaussicht bis gewinnel (Bd. 6, Sp. 5921 bis 5923)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gewinnaussicht, f.: sie ... wuszte die gewinnaussichten aller pferde für die hauptrennen. G. v. Ompteda der zeremonienmeister6 76.
 
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gewinnbar, adjectiv: gewinnbar, that may be won or gained, gainable. Hilpert II, 1, 464c; wie weit immer die aussichten seien, die dem überraschten blick des sprachforschers das sanskrit eröffnet, wie zutreffend eine menge der aus ihm gewonnenen und gewinnbaren etymologien. J. Grimm vorwort zu theil 1 s. 47; schnell gewinnbar, wie alle liebebedürftigen naturen, verbarg er es ihr nicht, wie wohl er sich ... neben ihr befinde. Fanny Lewald wandlungen 3, 205 s. Sanders 3, 1619c;
 
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gewinnbarkeit, f.: die gewinnbarkeit einer masse wird abhängig sein von deren härte, zusammenhalt, elastizität. Fr. Rziha lehrb. der ges. tunnelbaukunst 1, 1.

[Bd. 6, Sp. 5922]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gewinnbegierde, f., weit später beobachtet als das entsprechende adjectiv, (vgl. unter gewinnbegierig): die gewinnbegierde, habsucht, la passion d'aquérir du bien. Schwan (1783) 1, 745b; gewinnbegierde s. gewinnsucht. Hilpert II, 1, 464b; vgl. auch Campe 2, 364a (gewinnbegierde ... der höchste grad derselben ist die gewinnsucht); hier musz etwas ernsthaftes vorgegangen sein, da es wichtig genug ist, die gewöhnliche gewinnbegierde dieser leute zu unterdrücken. Sophie von La Roche frl. v. Sternheim (2) 247 Ridderhoff; die durch die concurrenz der käufer entstehende natürliche preiserhöhung des holzes ... ist für den staat mit weit wenigern nachtheilen verbunden, als der unwerth, welcher dem holze ... durch die wucherliche gewinnbegierde der monopolisten und handlungsgesellschaften zugezogen wird. J. A. Schlettwein die wichtigste angelegenheit für das ganze publicum 1 (1772), 62.
 
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gewinnbegierig, vereinzelt gewinns-begierig u. a., adj., vgl. das vorhergehende: lucrio, ein gewinnsüchtiger, gewinnbegieriger. Dasypodius S 8c; ebenso Seranus O 3b; ähnlich A. Reyher theat. rom. teut. 2, 4176; gewünnen begierig, der etwas um gwüns willen thut, quaestuarius. Maaler 180b; avidus lucri, gewinnsbegierig. Garth-König 67a; ebenso Dentzler 413a; lucripeta, gewinnbegierig. König 674b; gewinnbegierig, gewinnbringend, lucrativus. Kirsch 2, 151b; ebenso Matthiae 2, 181a; gewinnbegierig, begierig nach gewinn, begierig zu gewinnen. Campe 2, 364a.
 
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gewinnbetheiligung, f.: gewinnbetheiligung. Thiel 4, 430a; einen einfluszreichen posten in der ... kommerzbank und eine glänzende gewinnbetheiligung. Stilgebauer börsenkönig 217.
 
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gewinnbrief, m., vgl. gewinn sp. 5880: antrittsgelder (annahmegelder, laudemien, weinkauf etc.), können nur in sofern und in dem maasze gefordert werden, als sie dem berechtigten schon vor bekanntmachung der fremden gesetze zukamen ... doch fällt bei dergleichen nunmehr zu eigenthumsrechten erworbenen gütern die früher übliche ertheilung und annahme besonderer gewinnbriefe fort. preusz. ges. v. 1825, s. gesetzs. s. 81.
 
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gewinnbringend, adj. (vgl. gewinn bringen sp. 5910): lucrificus, gewinnbringend. König 674b; quaestuosus, gewinnsam, gewinnbringend, gewerbhaftig. Dentzler 640b; gewinnbringend, lucrativus, quaestuosus, lucrosus, compendiosus. Aler 1, 936b (die wohlredenheit ist gewinn bringend. 937a); ähnlich Kirsch, Matthiae (s. unter gewinnbegierig); desgl. Hederich 1, 1424 (gewinnbringendes jahr — kaufmannschaft — schaden); gewinnbringend, gewinnsam, einträglich, gewinzaam. Kramer 2, 97b; gewinnbringend, lucratif, profitable, avantageux. Schwan 1, 746a; gewinnbringend, yielding or bringing profit or gain, profitable, lucrative. Hilpert ii, 1 s. 464c.
1) in beziehung auf erwerb und geschäftsverkehr: wie können künste sich heben, wo der ackerbau danieder liegt? wo die erste quelle des reichthums, der unabhängige, gewinn-bringende fleisz der menschen, und mit ihm alle bäche des handels und freien gewerbes versiegt ... waren? Herder ideen (18, 6) 4 (1791), 196; ein kaufmann ist gewohnt, sein geld vornehmlich zu gewinnbringenden unternehmungen ... anzuwenden (to employ his money chiefly in profitable projects). Garve übers. des Adam Smith (3, 4) 22, 234; aber diese summe ist dennoch von zu groszem werthe, als dasz sie müszig liegen bleiben sollte. sie wird also auszer landes versandt werden, dort eine gewinnbringende anwendung zu suchen, die sie innerhalb desselben nicht finden kann (profitable employment 2, 2) 22, 35; jeder zweig der menschlichen betriebsamkeit, und jede form, in welcher sich die menschliche thätigkeit äuszern mag, mag zwar im allgemeinen betrachtet, unter gewissen besonderen verhältnissen, gewinnbringend werden können. Lotz revis. d. grundbegriffe (§ 253) 3, 398; und das dasein für einen gewinnbringenden jahrmarkt erachten. Kautzsch übers. v. weish. Salom. 15, 12 (geben für, man müsse allenthalben gewinn suchen. Luther, compositam ad lucrum); und dass überall hin ... von Arabern oder deren anhängern elephanten- und menschenjäger ausgeschickt worden sind, um gewinnbringende waare zu erbeuten. graf v. Götzen durch Afrika (1895) 146.

[Bd. 6, Sp. 5923]



2) übertragen: sein (des constitutionnels) kampf gegen die jesuiten, gegen den klerus, gegen die restauration in allen ihren verzweigungen, selbst in den romantischen des dramas, war einst eben so glorreich, wie gewinnbringend. Karl Gutzkow briefe aus Paris (7) 2 (1842), 173; ihrem tiefen bedürfnisse nach moquerie und klatsch ... suchte sie durch ein briefliches geplauder mit dem prinzen zu hilfe zu kommen, der, ein feinschmecker auf dem gebiete der chronique scandaleuse, nicht müde wurde, sie zur fortsetzung einer beiden teilen gleich gewinnbringenden korrespondenz zu ermutigen. Fontane (vor dem sturm) I, 1, 169.
 
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gewinndel, s. gewinnlein.
 
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gewinnegoist, m.: ich bin ein geistes- und gemütsegoist, wie es gewinn- und vorteilsegoisten giebt. Grillparzer tagebücher 71 Glossy u. Sauer.
 
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gewinnel, s. gewinnlein.

 

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