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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
gewerre bis gewesen (Bd. 6, Sp. 5675 bis 5685)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gewerre, n. verbalsubstantiv zu werren, wirren (s. d.), vgl. auch gewirr, wirrsal, wirrung.
1) das neutrum reicht weit in die ältere sprache zurück und ist dort anfangs vor einfacheren bildungen bevorzugt, wie dem fem. werra, werre (s. Graff 1, 945; mhd. wb. 3, 746a), dem das ital. guerra, franz. guerre entsprungen sind, und vor dem masc. werre (mhd. wb. 3, 746b). ob die formen mit präfix, soweit sie für das genus keinen anhaltspunkt gewähren (vgl. die häufigen pluralformen), alle dem neutrum zugezählt werden dürfen, ist fraglich, da nachweislich auch das fem. und das masc. je einmal mit dem präfix belegt sind, ohne in der bedeutung abzuweichen: paupertas generat humilitatem, humilitas generat pacem, pax divitias, divitiae superbiam, superbia gewerram, gewerra paupertatem. Windberger codex 221, s. Schmeller a. a. o.;

hinnân ich appelliere
und ziuhez für die Minne,
diu ist ein rihterinne
billich in disen sachen,
sî sol ein ende machen
und disen gewerren scheiden:
jâ würde er von uns beiden
ze rehte nimmer ûʒ getragen.
Heinzelin vol Konstanz (v. d. ritter u. v. d. pfaffen 357) Pfeiffer s. 112.

vgl. auch: wirt aber kain werre unter in, daʒ man niht enweiz, aus welcher grueb er den ganck enphangen hab. bergrecht von Iglau s. 14 Tomaschek u. a. die verwendungen unseres verbalsubstantivs lassen sich auf die grundbedeutung wirrsal, wirrung zurückführen (vgl. auch gewerren, verwirrung pfälzer glossen d. 14. jahrh. in Mones anzeiger 8, 500), diese erscheint in den ältesten belegen in politischer, staatsrechtlicher richtung verengt als seditio. in gleicher richtung, aber etwas weiter gefaszt, ist die bedeutung krieg bei Otfrid und Jeroschin vertreten, sonst überwiegt in der mittelhochdeutschen zeit die mehr auf privatrechtliche verhältnisse gerichtete bedeutung zwiespalt, zwietracht. auf diese weisen vor allem formelhafte verbindungen hin wie gewerre unde nît, gezänck und gewerre und das vielverwendete

[Bd. 6, Sp. 5676]


ein gewerre machen. in dieser verwendung dringt gewerre auch in die neuere sprache über, wo es sich auf mitteldeutschem boden (bei Luther) und in niederdeutsch beeinfluszten denkmälern hält. hier setzte sich auch der volle auslaut fest, während die älteren dem oberdeutschen gebiet angehörenden zeugnisse die bekannten neigungen zur apocope und zur kürzung der liquida zeigen, soweit nicht innerhalb des verses andere einflüsse wirken. diese neigung zur apocope ist auch auf die neuere schriftsprache von einflusz gewesen; noch ausschlieszlicher giebt letzere in der färbung des stammvocales den oberdeutschen neigungen nach, die schon früh für die erhöhung des e-lautes vor dem i der suffixsilbe zeugen (gewier Teufels netz; gewirr, gewerr Welser und Werlichius, verwirrung bei Dasypodius, wirren bei Maaler), vgl.spähne und gewirre schon bei Schütze Preuszen (1599) 220b. das weitere siehe unter gewirr.
2) überblick über die gebrauchsformen des verbalsubstantivs gewerre.
a) entwicklung des begriffes zwiespalt, wirrniss in der richtung auf das öffentliche leben, gewerre = seditio, aufruhr, krieg.
α) seditiones, giwer, ungazumft Tegernseer und Regensburger glossen des 9—12. jahrh. zu den Canones Steinmeyer-Sievers 2, 98 und 108.

quadun, er ni wolti, thaʒ man zins gulti,
thie liuti furdir mera in thes keiseres era;
joh er thie liuti alle spunni zi giwerre,
zi groʒemo urheize,
Otfrid 4, 20, 23 Erdmann;

künigin, gern het ich das landt.
nu hand sich mein rt ertrant:
ainer rät hin, der ander her.
ich sorg vil grosser gewer',
wann ich mit heres kraft
an dem land hart würd sighafft:
es sind darinn stoltz tegen,
gen hertten streitten gewegen. Friedrich v. Schwaben 5530 Jellinek;

vgl.:

der herr schickt nach dem vogt schier.
sagan, wie machstu mir ain gewier?
die buren tuond all zuo mir lauffen,
du wollest in hutt und har abstrouffen. des teufels netz 7956 Barack.


β) das oppher ist nicht genäm Christo dem herrn wo das herz ist vol krieg und gwern. handschr. von San Nicola 232, s. 47b bei Schmeller 22, 979; vgl. auch gewerra sp. 5675; tempore gewerre Aldersbacher handschr. (14. jahrh.) s. Schmeller a. a. o.

der herzoge ûʒgezogin was
durch sache ein teil verre.
dô hûb sich abir ein gewerre:
der Prûzin quam ein michil schar
und hertin her und dar
zu Polen in dem lande
mit raube und mit brande.
Nicolaus v. Jeroschin 1891 Strehlke;

instrumentum nouum domini H. comitis Goricie ... super dampnis et accionibus que habuit ad ecclesiam occasione gewerre inter dominum episcopum Em. et Raeotenbergeri(um) in Marchia dudum mote. notizbuch Konrads iii. von Freising (1318) in fontes rer. Austr. ii, 36 s. 138, ebenda auch tempore gewerre.
b) die entwicklung des begriffes verwirrung, wirrnis, zwiespalt in der richtung auf das privatleben.
α)

si wurden ouch des niht behuot,
in wüechse grôʒ gewerre,
daʒ manic rîcher herre
wart von ungerihten arn. kaiserchron. anhang 2, 13
Schröder;

daʒ dise hêrrin lâgín tôt,
der pabst, der patriarke,
ein legât unde der starke
kunic von Naverre.
diʒ schûf sulch gewerre,
daʒ der hêrrin iclîch schît
kegn lande hin mit sînre dît.
Nicolaus v. Jeroschin 15776 Strehlke.


β)

sol aber zwischen Angelburg unnd úch, her',
gefgt werden nid oder gwer',
desʒ wll wir enberen
unnd da von keren. Friedrich von Schwaben 5414 Jellinek;

eʒ was getempert in ein vaʒ
beide zorn unde haʒ,
dar zuo gewerre unde nît,
beide haʒʒen unde strît. von dem übelen weibe 41 Haupt s. 9;

[Bd. 6, Sp. 5677]


daselbst schlossen die Behmen, nach vielem geznck und gewerre, dasz entweder der Polen knig Casimirus, oder sein ltester son, knig in Behem sein sollte, Joach. Curaeus schles. chron. (1) (1585) 217 Schickfus.
γ) formelhafte verbindungen mit verbis:
1)) ir armen liute, ir sult ouch under einander fride machen, niht einez zuo dem andern gên unde sagen bœsiu dinc unde gereizen unde gewerre machen. Berthold von Regensburg (4) 1, 56 Pfeiffer; alse wi denselben Tilen ut deme rade gelaten hadden, don arbeide he von frunden tu frunden, wie he twidracht und gewer makede, tuschen den radmannen und den gemeinen borgern. berlinisches stadtbuch (4, 2) Fidicin (beitr. 1, 179); darauer schullen wi von dem suluen sinem slote nene krige feide edder gewerre mit nemende anheuen edder maken. urk. v. 1439. cod. dipl. Brandenb. i, 5 s. 404 riedel; das nicht etwa eine bitter wurtzel auffwachse, und unfriede anrichte. (var. und ein gewerre mache). Luther Hebr. 12. 15; ists nicht eine grosse boszheit und betrug des Satans, das er diese gottes ordnung (die ehe), so durch göttlich und natürlich recht ... zusammen verbunden ist, so schendlich betrüben, verwüsten, und ein solch gewerre darein machen sol? Luther tischreden (vom ehestand) (1566) 431b; die hochzeit lang auffzihen, und auffschieben, ist seer fehrlich, weil der Satan gern hindernis, und viel gewerres machet, durch böse zungen, verleumbder, und von beider teilen freunden. 432b;

wo noch solch orenplaser sein,
die machen gen der herschaft grosʒ gewerren,
drch sie wirt manig redlich mon
in den kessel gehawen,
H. Sachs (der unschuldige esel 54) fab. u. schw. 3, 119;

hœrnach den 15. junij (1530), kame key. may ... sampt seinem bruder ... und dem bäpstischen legaten, cardinale Laurentio Campegio (welcher auff diesem reichsztag gleicher weisz wie Davus beim Terentio ein gwirr gwerr gemacht) allhie an. Welser und Werlichius Augsb. chron. 3, 18; nemant van uns schal veide, twidracht effte gewerre jegen welke van buten maken effte bewegen, edder dede heft edder hedde veide edder gewerre. urk. v. 1668 im urk.-buch v. Lübeck 3, 708.
2)) da sie (die Ätolier) aber sahen, dasz sich niergend etwas zu dem kriege bewegen oder regen wolte, gedachten sie, man mszte dannoch einen handel und gewerr anrichten (agitandum aliquid miscendumque rati). Livius (35, 12) deutsch (Rihel 1574) s. 494; in der tit, alse nhu hertoch Philips stiefmoder ein jar jm liff gedinge geseten hedde und tuschen hertoch Philips und ehr dorch de jennen, de bi er weren, vele gewerres angestiftet wurt. Kantzow chron. v. Pommern 206 Böhmer.
3)) daz ich aber solt widderruffen meine lere, da wirt nichts ausz, darffs ihm auch niemant furnehmen, er wolt denn die sachen noch in ein grosser gewirre treiben (var. gewerre). Luther (sendbrief an pabst Leo) 7, 9 Weimar; von sternen behalt die regel, dasz sie sind desz himmels kegel, welche die sternkogler nach vortheil, und wie sie wöllen in gewerr setzen, wann sie eins grössern liechts scheinen, als sie sonst pflegen, bedeuts wind von derselben gegend. Fischart aller practik groszmutter (bei Scheible 8, 559).
c) auf weitere bedeutungsentwicklung weisen mundartliche zeugnisse neuerer zeit: jewärre, gewirr, dann soviel wie eingeweide, auch gebr. v. d. einzelnen teilen einer maschine. Jecht Mannsfelder mda. 42; gewerre (gewirre), krummstroh C. Bruns volksw. d. provinz Sachsen 9b.
3) über die sippe unseres wortes hinaus greifen formen wie die gewerr als verstärkte form zu die werr, die wern, blutgeschwür im augenlied, gerstenkorn Schmeller 22, 980. 1002. fraglicher ist dies für gewerre, werre, die erdgrille, reitwurm gryllus gryllotalpa; hier könnte man aus der thätigkeit des thierchens (vgl. reitwurm, reutwurm) auf die bedeutungsgemeinschaft des namens mit der sippe von werren, wirren schlieszen. vgl. z. b. krûtwerre, vgl. DWB werre bei Campe und bei Lenz nachtrag zum Handschuhsheimer wörterverzeichnis s. 20.
 
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gewerren, verb. , verstärktes werren (s. d.). mehr als das einfache unterliegt das zusammengesetzte verbum der anziehungskraft formelhafter verbindungen. die ursprüngliche

[Bd. 6, Sp. 5678]


bedeutungsenergie, die sich in den althochdeutschen parallelen (giwerran, dividere, versare, excindere vgl. Graff 1, 945) ausprägt, ist in mittelhochdeutschen lieblingsformeln wie waz gewirret dir? mir ne mac niht gewerren zu der vorstellung eines hemmnisses, einer störung des behagens, verblaszt. von diesen formeln sind einige restverwendungen auch in die ältere periode der neuhochdeutschen sprache übergedrungen.
1) die bedeutungskraft von gewerren in den älteren belegen zeigt sich schon darin, dasz als subject des verbums fast immer eine person vorausgesetzt wird.
a) refragatur, wantolot kiwirrit (an anderer stelle refragatur, dissentit aut demutat). Oxforder glossen des 9. jahrh. Steinmeyer-Sievers 4, 17; dividere (inter semet ipsos studuit), giwerran Freisinger glossen des 9. jahrh. Steinmeyer-Sievers 2, 173; (populos) exscindere, giwerran. Tegernseer glossen des 11. jahrh. zu Vergil (Aeneis 7, 316) Steinmeyer-Sievers 2, 659; das gleiche ebenda (Aeneis 7, 336) für (odiis) versare (domus); ebenso vertisse, giwerran (Aeneis 7, 407) 2, 660; Voss hat in seiner übersetzung hiefür die verba vertilgen, zerrütten.
b) die verbindung mit unpersönlichen subjecten zeigt sich zuerst bei Notker und ist dort noch auf das einfache verbum beschränkt (waz tir wirret, quibus perturbaris, vgl. Graff 1, 904); das zusammengesetzte verbum wird erst von der sprache der dichtung in solche verbindungen gezogen:

der herre ist aller tugende,
da von uns niht mage gewerren
nahen noch verre,
wedir daʒ swert noch der tot
noch des hungeres not
noch deheinerslahte schaden. genesis u. exodus 147, 30 Diemer.


2) in der ungewöhnlichen fülle der mittelhochdeutschen belege (vgl. mhd. wb. 3, 745a Lexer 1, 988) ist es nun gerade die letzt besprochene verbindung mit einem unpersönlichen subjectfast ausschlieszlich einem unpersönlichen pronomendie weiterblüht und gedeiht. die wenigen ausnahmen, die verbindungen mit einem persönlichen subject, ja auch die mit einem sächlichen nomen, machen weniger den eindruck alter überlieferung als späterer neu- und umbildung. wie weit in solch formelhafter verwendung das gefühl für die eigentliche bedeutung des verbums verloren ging, zeigt das schwanken der überlieferung in den lesarten. die kürzungen, denen das verbum in einzelnen flexionssilben unterliegt (gewar, gewirt, vielfach auch gewern), führten mehrfach zu einer formengemeinschaft mit gewerden und gewern, (geweren), vgl. DWB gewern Meier Helmbrecht 1406 (Ambras. handschr.); die Mâze 84 Bartsch; Rubin 22, 3 Zupitza; Aventin 4, 2, 1140 (var.); geweren Enikel fürstenbuch 4091; leben der schwestern zu Tösz 63, 7; gewehren Aventin 4, 2, 1140 (var.); gewerden Heinr. v. Veldeke Eneit 628 Apollonius 13629. ganz vereinzelt ist die erhöhung des stammvokals gewierren R. v. Ems Willehalm 1703.
a) beziehung auf ein persönliches subject:

wan sînen (Hiobs) stâdigen moet
enmochte he niet vererren, (der teufel)
noch ter sêlen gewerren.
Heinrich von Veldeke Servatius 2, 360 bei Piper höf. ep. 1, 173;

ir fürsten, die des küneges gerne waeren âne ...
ir vînde, ir sult in sîne strâsʒe varen lân:
waʒ ob er hie heime iu niemer mêre niht gewirret?
belîbe er dort, des got niht gebe, sô lachent ir;
kom er uns friunden wider hein, sô lachen wir.
Walther v. d. Vogelweide 29, 21 Lachmann.


b) die von der verbalhandlung betroffene person ist dem verbum im dativ angegliedert; als subject erscheint unpersönliches, meist indefinites pronomen.
α) das verbum im infinitiv, in formelhafter abhängigkeit von hilfsverben.
1)) am zahlreichsten ist mugen vertreten.
a))

waʒ maht uns nû gewerren? kaiserchron. 12860 Schröder.

ob wir werben wellendie hêrlîchen meit'.
'waʒ mag uns gewerren?'sprach dô Sîfrit.
'swaʒ ich friuntlîcheniht ab in erbit,
daʒ mac sus erwerbenmit ellen dâ mîn hant. Nibelungen 56, 1 Lachmann (var. waʒ mag uns daʒ gew.);

[Bd. 6, Sp. 5679]



sus fuor gegen Sâlerne
frœlîch unde gerne
diu maget mit ir herren.
waʒ möht ir nû gewerren,
wan daʒ der wec sô verre was,
daʒ sî sô lange genâs.
Hartmann v. Aue armer Heinrich 1052; ebenso 490; ganz ähnl. Iwein 3544; ähnl. meister
Rumezlant v. d. Hagen 3, 56b (waz mak uns daz gewerren); die Mâze 59 Bartsch (wie meht im iht gewerren); vgl. auch Weinschwelg (Germania 3, 220);

des babstes gebotten
schlt ir dar umme lgen,
so ttet ir mit fgen
disen jungen herren.
nu was mag iu gewerren
daʒ ir z im sendet vor?
Joh. v. Würzburg Wilhelm von Österreich 5518 Regel.


b))

ir sît niht wîse liute,
daʒ ir sô vil hiute
gefrâget von mîm herren:
eʒ mac iu wol gewerren.
wil dû daʒ ich dichs erlâʒe,
sô rît dîne strâʒe.
Hartmann v. Aue Erec 91; ähnl.
Rudolf v. Ems Willehalm 9705 Junk; ebenso die Mâʒe 84 Bartsch (Germania 8, 99);

enpfiengen sî der rede haʒ,
eʒ möhte in umbe ir herren
vil harte wol gewerren. armer Heinrich 898; vgl. auch 1151 (iu enmac ... an mir niht gewerren);

'daʒ mac vil wol gewerren
den liuten algelîche
ze disem künicrîche'.
Rudolf v. Ems Barlaam 201, 2 Pfeiffer.

swer rehte wirt innen
frumer wîbe minne,
ist er siech, er wirt gesunt,
... im nemac niht gewerren. kaiserchron. 4615 Schröder; ebenso Rolandslied 6563;
Heinrich v. Veldeke Eneit 628 Behaghel; Salman und Morolf 2111 Vogt;
Hartmann v. Aue Iwein 3753. 4267;
H. v. d. Türlin krone 20885 Scholl;
Ebern. v. Erfurt Heinrich u. Kunigunde 1318 Bechstein;
Jansen Enikel weltchron. 18621 Strauch;

salic ist der der sich an in laʒʒit, der in minnet, der in uor sînen ovgin hat. deme mac niht gewerrin, der ist behtet in allin stetin. spec. ecclesiae Kelle s. 94;

der stain hatt so grosse kraft,
... in wasser oder in fewre
mag euch nicht gewerden (Wiener handschr. gewerren)
ungelucke must von ew verren,
di weil ir den stain habet.
H. v. Neustadt Apollonius 13629 Singer.


2)) nur vereinzelt tritt kann für mag ein:

han ich anen man verlorn,
da wider ist mir ain sun geborn,
an dem ich ergeʒʒet bin;
nach verlust han ich gewin.
was kann mir nu gewerren? (handschr. gewierren)
Rudolf v. Ems Willehalm von Orlens 1703 Junk.

nu habet ir eʒ gar erkant,
daʒ mir an ime gewerren kan.
Gottfried von Strassburg Tristan 14203 Bechstein;

wis an die vînt niht ʒe ger:
dû hâst vor dîner starken wamp
gesoten hanifâkamp,
daʒ dir niht gewerren kan.
Seifried helbling 15, 277 Seemüller s. 166;

so kan dir gewerren niht
hinevür immer mêre:
sô hâstû guot und êre
mê danne dehein dîn genôʒ. Dietrichsflucht 2574 Martin; ebenso Rabenschlacht 584 Martin; Mariengrüsze 485 Pfeiffer;

swer daʒ gerne hœre unde singe
deme wnsche ich, daʒ im liebe noch gelinge.
wil er mir alleʒ herzeleit geverren,
sô spreche ir wol, so enkan mir leides niht gewerren. (var. geweren)
Rubin 22, 3 Zupitza.


3))

werdent mir die secke drî,
sô bin ich armüete frî.
sô hân ich ze ezzen und ze hül
(sich waz mir gewerren [var. gewern] sül!)
sô bin ich alles des gewert
des ein wîp an manne gert. Meier Helmbrecht 1406;

[Bd. 6, Sp. 5680]



dâ wârn die tempelherren:
'uns schol hiut niht gewerren',
sprâchen si, 'wenn unser got
ist sterker denn ir abgot'.
Jansen Enikel fürstenbuch 1216 Strauch 22; ebenso 4091; weltchron. 15015.


4))

der guot unde der gehiur
sant einen engel mit in dar,
der fuor in der kinde schar
und lieʒ in dâ gewerren niht,
wan got hêt mit in dâ pfliht.
Jansen Enikel weltchron. 17309 Strauch, ebenso Rabenschlacht 295 Martin; zur erklärung dieser fügung vgl. unter c) α) 3)).


β) gewerren als verbum finitum.
1)) im präsens.
a))

Hagene Hildeburgen mit armen umbeslôʒ.
er sprach: 'nu phlic Hilden durch dîne triuwe grôʒ.
ez gewirret lîhte vrouwen an sô grôʒem ingesinde.
nu tuo genædiclîchen, daʒ man dîne zuht an ir bevinde',
Gudrun 555, 3 Symons,

wâ von ir man sît ungemuot:
eʒ ist mîn pet daʒ ir eʒ tuot.
und gwirrt iu an uns frowen iht,
des sult ir mich verswîgen niht.
Ulrich von Lichtenstein frauenbuch 597, 3 Lachmann; ähnlich
Enikel weltchron. 14928 Strauch;

er sprach 'vil werdes magetein,
ich sag bei den trúwen mein:
was immer gewirt deinem lib und gt,
darumb bin ich ungemt.
dinen gebrechen wil ich wennden'. Friedrich von Schwaben 4371 Jellinek.


b))

alleʒ daʒ si dir gechlaget,
daʒ mir iemer gewerre,
ia gedruwe ich dir uerre,
himelisgiu chuniginne.
... daʒ heil miner sele. loblied auf Maria bei
Diemer d. ged. 296, 1;

ich bin ouch nicht sô klagelîch:
sô ist er edel unde rîch,
mîn lieber herre.
ê im iht gewerre
sô wil ich kiesen den tôt.
Hartmann v. Aue Erec 3990; ähnlich 476 (daʒ eʒ mir iht gewerre);

diu muoter ist unde maget,
ze der gnâden sî geklaget,
ob der sêle iht gewerre.
H. v. d. türlin krone 2390 Scholl.


2)) im präteritum:

swaʒ im dâ leides ie gewar,
daʒ kam von simonîe gar.
Walther v. d. Vogelweide 6, 38 Lachmann; genau so
Hartmann Erec 1831;
Wirnt v. Grafenberg Wigalois 7529. 8388;
Stricker das bloch 305;
Walther v. Rheinau marienleben 193, 12;
Enikel weltchron. 27352;

dem wart herze und ougen vol
von ir anblicke.
er gedâhte vil dicke:
'owê! swaʒ dir ie gewar,
daʒ ist von mir komen gar'. Mai u. Beaflor 236, 3;

owe, vrouwe, und wis ich das,
mir wurdi wol und so vil bas
das ich miner laider gar
vergs und swas mir ie gewar!
genade, vrouwe! vrouwe min,
Rudolf v. Ems Willehalm von Orlens 4940 Junk;


c) die formelhaften verbindungen nehmen als subject ein sächliches nomen auf:
α) verbindung mit hilfsverben:
1))

er machet im einen rukke,
von dem gent dei rippe,
diu piugent sich furhor
dem herzzen ze wer
daʒ im stoʒ noch slach
niht wol gewerren mach. genesis u. exodus 6, 24
Diemer

daʒ uns gewerren ne mege nhen noch verren
des vîantes lâge in disem wadligen ellente. das himelrîche 338 Schmeller zsch. d. a. 8, 154

sît ir niht welt erwinden,so besendet iwer man,
die besten die ir vindetoder indert muget hân.
sô wel ich ûʒ in allentûsent rîter guot
sone mag iu niht gewerrender argen Kriemhilte muot. Nibelungen 1412, 4 Lachmann;

'ich pflige ir (der thiere), und sî vürhtent mich.
als ir meister unde ir herren'.
'sage, waʒ mac in gewerren
dîn meisterschaft und dîn huote,

[Bd. 6, Sp. 5681]



sîne loufen nâch ir muote
ze walde und ze gevilde?
Hartmann v. Aue Iwein 496;

waʒ möhte mir gewerren bœser liute klage?
Reinmar der Alte minnes. frühl. 203, 3;

ú mhte wol gewerren
dú vart, als úwer dinc stat;
da von ist únser aller rat
das ir der vart erwindit.
Rudolf v. Ems Willehalm von Orlens 1736 Junk;

waʒ möhte ein üppeclicher troum
mir gewerren danne? (geverren Straszb. handschr.)
Konrad v. Würzburg troj. krieg 5689 Keller;

in welchem dinge sich ein man
verschamet, dem hat er an gesiget,
kein laster dem gewerren kan, (gewerret)
sint er eʒ alleʒ ringe wiget.
Frauenlob 8, 15 bei v. d. Hagen 3, 380b.


2))

ein gemeiner muot jiht. daʒ man gerne bœsen herren
nie gewan: der tot mueze si von den biderben verren!
ir dornic herze, ir durchel rat, ir gellik munt
hat verhouwen, da man was gesunt:
daʒ muoʒ lange ir after kunst gewerren.
Meister Sigeher (5) bei v. d. Hagen 2, 362b.


3))

herzin scowere,
uor deme des mutis sagirere
sinir tougen nieman nemah besperren,
ne la mir herre nit gewerren
mine manicfalden missetat:
so ne mohte min niemer werden rat.
Heinrich's litanei 4 bei
Massmann d. ged. 1, 43;

dô sprach der herre Keiî
'nû enlânt disen herren
mîne schulde niht gewerren:
wan dien hânt wider iuch niht getân ...'
Hartmann v. Aue Iwein 224.


β) gewerren als verbum finitum:

Îsôt diu muoʒ iemer
in Tristandes herzen sîn.
nu sehet, herzefriundîn,
daʒ mir fremde und verre
iemer hin z'iu gewerre!
vergeʒʒet mîn durch keine nôt.
Gottfried v. Straszburg Tristan 18286 Bechstein;

sîn guot er gern teilen wil,
der lieb künic, mîn herre.
dhein leit im gewerre!
des bite ich teglîch
mîn abgot, daʒ ist vreudenrîch.
Jansen Enikel weltchron. 7610 Strauch s. 145.


3) die ausläufer der mittelhochdeutschen formeln im übergang zur neuhochdeutschen sprache.
a) zur verbindung mit einem persönlichen subject liegen neben der fortführung alter fügungen auch zeugnisse vor für die auffrischung des verbums vom substantiv her:
α)

, daʒ her iʒ began
widher buwen, mit sinen herren.
dhes kundh im do nicht gewerren
dher vurste, herzoge Heinrich. Braunschweigische reimchron. 3035 Weiland;

mine vil liben, des uns unser herre bittet und manet tegeliche, daʒ en tut er drch daʒ niht, daʒ wir ime sine herschaft oder sine heilicheit geminnern oder gemeren mgin, wir ne mgin ime weder gehelfin noch gewerren, gevrmen noch geschaden, pred. der Leipz. handschr. (111: de die dominico) bei Schönbach altd. pred. 1, 211; der tuvel ne mach uns niht gewerren als wir daʒ zeichen des heiligen crcis vor uns getn. predigt des 14. jahrhs. bei Leyser 105, 23.
β)

und gap im ouch diz netze,
daz ich für die strâze setze.
es enwart nie tier sô freissam,
ez waere wilt oder zam,
daz iemer dâfür gefüere
swenn ez sich drin gewürre (var. gewirre, verwurre) der
Stricker Daniel v. blüh. tal 4312 Rosenhagen.

domine labia mea aperies et os meum
annuntiabit laudem tuam.
ab ich iʒ hen un her gewerre
so sprîchet iʒ zu duʒe: herre
tu uf mine lippen zu desir stunt ...
Brun v. Schonebeck hohes lied 1148 Fischer.


b) unter den verbindungen mit unpersönlichem subject schrumpft die beziehung auf sächliche vorstellungen früh zusammen: wolt ir nu daʒ ver und daʒ ungewitere entflihn, daʒ iʒ uch niht mge gewerren, so reiniget uch von aller slachte bosheit. pred. d. Leipz. hdschr. (74: in adventu domini) bei Schönbach altd. pred. 1, 148: tu es Petrus. du bist Petrus. daz spricht. ein stein. ein vlins

[Bd. 6, Sp. 5682]


und uffe den vlins wil ich bwen mine cristenheit. und die hellephorten diene mgen ir niht gewerren. und dir wil ich geben die slʒʒele des himelriches. predigt des 14. jahrhs. bei Leyser 85, 9; di selbe wurtz ist ouch gut den vrowen, so si ze kemenaten gen; habent si di wurtz bi in, in gewirret nimmer kein twalm unde habent doch gute rue. heilmittelkunde a. d. 14. jahrh. s. fundgruben 1, 327. viel länger halten sich die verwendungen, die von einer unpersönlichen construction ausgehen:
α) in der formelhaften abhängigkeit von hilfsverben:

und ich die kruck vast an mich zuck,
freuntlichen under das üechsen smuck;
ich gib ir manchen herten druck,
das si muess kerren.
wie möcht mir gen der vasennacht
noch pas gewerren?
Oswald v. Wolkenstein 86, 14 Schatz 202;

du (gott) gib mir die sapiencia,
damit das ich dein gotleich chunst
hab pei mir und deine gunst,
so mag mir zwar gewerren nicht,
als das her Salomon spricht:
......
Vinteler blumen der tugend 17 Zingerle;

der in minnet, der in vorchtet. der in vor sinen ougen hat — timentibus deum nihil deest ... deme nemach niht gewerren, der ist behtet an allin steten, deme ne gebrichet ouch nichtis. pred. d. Leipz. hdschr. bei Schönbach 1, 217; 'schwester Mezzi, du solt dir nit fúrchten: dir mag nútz gewerren. gang mir nach geturstiklich un alle furcht!' Elsbet Stagel leben der schwestern zu Tösz (24) Vetter s. 63, 7; die von Paris wolten mit weib und kind ir stat verlassen haben, in ander stet, [von] den si vermeinten, es würd inen in disem krieg nichts gewerren, geflohen sein (var. gewern, gewehren. quas intactas hoc bello fore sperabant). Aventin (baier. chron. 2, 413) 4, 2, 1140 Lexer.
β) in selbständiger stellung hält sich der gebrauch unseres verbums am zähesten:
1)) in nomine patris ... so begrabe ich mit disem toten des menschen sichtum, unde disem menschen nimmer mer gewerre biʒ daʒ dirre lichnam an dem iungisten tage erstê. heilmittelkunde a. d. 14. jahrh. s. fundgruben 1, 325;

noch ist sein vil, das mir gewirt
von ainem kindlin, so es kirt
und mich verirt mein singen und erschellet
durch mange valsche disonanz,
falseten gross, dapei kain freuntlich concordanz,
der resonanz hat mich so dick verdrossen.
Oswald v. Wolkenstein 102, 16 Schatz 236;

mir ist recht, ob ich sei verirrt,
und weisʒ selbs nit, was mir gewirt;
wann ich bedenck, es sei beschert,
erst nëwes laid sich zu mir richt.
Hätzlerin 1, 7, 42 Haltaus s. 7;

'kum an sorgen
zu mir morgen'.
frau, ich enmag.
'waʒ gewirt dir pei dem tag?'
pœser falscher klaffer sag. lied des 15. jahrs. s. fundgruben 1, 334;

do sein bruder sulchen jamer sahen, do wurden sie ... fragen: was wirret dir (Heidelberger handschr. gewirt), hertzenliber vater? Joh. v. Neumarkt übers. des lebens des heil. Hieronymus 137 (quid habes pater; wat schelt di ndd. druck von 1482); hertzenliben kint, habet lib einander! nimant sal sich an dem andern rechen, was im auch gewirret (cap. 45) s. 45 (wes eme ok ghewerret ndd. druck); wer allraun gepulvert ... ainer junkfrawen für die nasen habt ... ist sie nicht maid, so besaicht sie sich, ist sie aber maid, so gewirt ir nicht. Münchner handschr. 15. jahrh. s. 210. Schmeller 22, 978; herr Tristrant sprach: 'das wer mir nit gt. was solt ich do thn?' diser aber der bat fleissigklich, und sprach: 'dir gewirrt nit; ich wil dich gar schon von dannen bringen (Wormser druck: dir sol nichts widerfaren). prosaroman von Tristrant u. Isalde. Pfaff s. 166; als der nun kam, sprach si z Piloys: 'ich klagt dir gern was mir gewirret, und wolt dich auch darbei bitten, west ich, das du das z gt auff nemst und verschwigenlich bei dir behieltest'. s. 154 (Wormser druck: gebrist);

wuert er (der leichnam Christi) uns nu verstolen
und aus dem dem grab verholen,
so macht er zu unserem spot
gehalten werden für einen got

[Bd. 6, Sp. 5683]



dar nach wuert das volck verirt,
das uns juden allen sambt gebiert (var. gewirt). Pfarrkircher passion 121 bei
Wackernell altd. passionssp. aus Tirol s. 187;

doch mügt ir für all sorg und schrecken,
eh ir ausʒgeht, ein geweicht saltz lecken
und mit weich wasser euch besprengen,
so kan kein gespenst sich darein mengen.
auch nembt mit euch ein gweicht wachsʒliecht,
als denn gewirt euch warlich nicht.
H. Sachs (die wunderl. mänder und unhäusl. weiber) 17, 135 Götze;

thu nur ein ding und folge mir,
mein gott sein engel sendt mit dir,
der seine sach wol frdern wirt,
auff das dir nichts hieran gewirt,
darauff ich hab gethan die rheis.
Hans Tirolff Isaak u. Rebecca (1539) E 2a.


2))

swaʒ liuten arges ie gewar,
daʒ kumt von cleinen sachen dar. meisterlieder der Kolmarer handschr. 121, 38 Bartsch s. 485;

da geschach das, da der gantz halb tail in der stat verpran, da belaib das haus mitten jm feuwer das im nichtz gewar. (domus in medio ignis illesa permansit) Andreas v. Regensburg chron. v. d. fürsten zu Bayern 650 Leidinger. und gewurre dir niemer nüt, do dir n steteclichen ms gewerren und in trucke sin und liden. Tauler predigten (nach Straszburger handschr.) bei Charles Schmidt 144; etlich mainten, man möht fliehen in der verfolgung, die andern warn darwider, mainten, man solt's got walten lassen: wölt derselbig, das aim nichts gewüer (var. wider füer), dörft man nit fliehen; wölt aber got, das ainer gemartert solt werden, hülf kain fliehen nit, er müest wol dran. Aventin baier. chron. 2, 179) 4, 2, 897 Lexer.
 
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gewerrig, n. collectivbildung zu gewerr (s. d.). später belegt, als das auf ein entsprechendes adjectiv deutende gewerrigkeit (s. d.), legt diese form ein zeugnis ab für die lang anhaltendende sprödigkeit einzelner sprachkreise gegenüber den formen mit erhöhtem stammvocal; wenn sich die leinen an den grosz' und kleinen jagd-zeugen verschlingen, das es knoten und ander gewerrig giebt, welches wieder aufgeknüpffet und von einander gemacht werden musz, so heist solches aufgelöset, aber nicht aufgebunden. Joh. Aug. Groszkopff forst-, jagd- u. weidewerckslexicon (1759) 29.
 
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gewerrigkeit, f., substantivierung des unbelegten adjectivs gewerrig: zu denselben zeiten ist gewesen grosʒe zwitrecht und feintschaft der frsten und grosʒe gewerrigkeit in der heiligen christenheit der heiligen rmischen kirchen an dem christenlichen gelauben. Nürnb. chron. s. d. städtechron. 1, 350.
 
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gewersch, nebenform zu dem hessischen ganversch, vgl. Kehrein volksspr. in Nassau 1, 163.
 
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gewerteschin s. unter gewerzen.
 
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gewerth , verstärktes werth (s. d.).
1) zum substantiv vgl. die hauptform gewerde sp. 5617.
2) das adjectiv ist auf niederdeutschen gebrauch beschränkt, in dem es zwei hauptverwendungen entfaltet, eine auf das materielle zielende bedeutung und eine übertragene, vgl. pretiosus, dignus.
a) in der anlehnung an den begriff pretium mischt sich das adjectiv mit den gebrauchsformen des particips zu währen (s. d.)
α) 2 hole hildessemsche ... gulden ock vordan einen brunswickschen pennigk, wuwol se des nicht gewert weren: de dre brunswickschen pennigk weren beter in orer gewerde wan de krosse. Braunschw. schichtbuch d. städtechron. 16, 418. u. a. vgl. Schiller-Lübben 2, 103/4.
β)

beide wat, die behôrt noch min, nouwe ein holten sark
unde ein linnen laken gewêrt V schillink efte ein halve mark. Lübecker totentanz (tod zum herzog) 432 Baethcke, ähnl. 199. 842.


b) zum übertragenen gebrauch vgl.;

Lampe is gewert groter pine,
ik bin up ene so rechte gram. Reinke de vos 2862 Lübben, anders 3142 (wat is doch dit gewert?);

under twên wil ik iu den kore lân
den galgen edder dat swert
des lones sint gi wol gewert. Zeno 776 Lübben (charakteristisch die var.: des sit gi van mi ghewert, des sint gi wol wert).


 
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gewerthet, particip zu werthen (s. d.); in attributiven verwendungen vom neueren stil begünstigt: die seit

[Bd. 6, Sp. 5684]


F. Chr. Baur und seinem schüler Zeller als kirchliche tendenzschrift gewertete apostelgeschichte. Berliner tageblatt 16. 6. 1906 (1. beibl.)
 
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gewerzen, mundartliche weiterbildung eines in den mannigfaltigsten umdeutschungen überlieferten lehnwortes, vgl. DWB kawetscher teil 5, sp. 373, kabertschen, cowertschen, cowerzen, gowertschen Schmeller 12, 1215. in unserer form ist das mittellat. cavercinus, cawarsinus verhältnismäszig am wenigsten verändert (vgl. auch mittelhochd. kawerzîn mittelhochd. wb. 1, 793a, Lexer 1, 1532); auch die bedeutung lehnt sich enger an den ältesten gebrauch an. die übrigen formen zeigen die ursprüngliche bedeutung (ausländische, vor allem italienische kaufleute) meist in der richtung auf den begriff wechsler, wucherer verengt, so auch die sprachlich am nächsten stehende bildung gewerteschein, vgl.: Judaeos et usurarios publicos, quos vulgus vocat gewerteschin. urkunde Friedrichs I v. Oestereich (1156) bei du Cange 4, 64. unsere form dagegen entspringt in ihrer verwendung unmittelbar aus dem allgemeinen begriff des italienischen händlers, des Italieners: gewerzen, gewurtzschen, coverzi, italienische gewürzkrämer Westenrieder 1, 205. das wort knüpft auch hier wol an den umfassenden begriff des italienischen gewerbtreibenden an, die engere beziehung auf die gewürzkrämer war durch die praxis nahe gelegt und wurde durch das bestreben gefördert, das wort zu deuten.
 
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gewese, n. , verbalsubstantiv zu wesen (s. d.), aus niederdeutschem sprachgebiet um die mitte des 19. jahrh. in die schriftsprache übergedrungen mit verwendungen, für die in den entsprechenden mundarten vorher schon der substantivierte infinitiv wesen bezeugt war. es ist zu unterscheiden zwischen den functionen eines nomen actionis, die litterarisch nur aus F. Reuter belegt sind, und zwischen dem collectiv, vor allem in der sachbedeutung von anwesen, die bei norddeutschen schriftstellern neuerdings viel verbreitet ist.
1) als nomen actionis ist gewese in der verbindung mit machen (vgl. ein wesen haben, ein aufheben machen) belegt:

de tähn tausam! un tau de ogen!
mak doch nich glik so 'n grot gewes'!
Fritz Reuter (läuschen un rimels 1, 23) 1, 74 Seelmann.

vgl.gewes', DWB wesen, getreibe, umstand. Mi wb. der Mecklenburg. Vorpommerschen mnda s. 26. vgl. auch C. F. Müller d. Mecklenburger volksmund in Fritz Reuters schriften s. 37. für das fortleben dieser redensart in der umgangssprache zeugen auch neuere private mitteilungen aus Steinbeck bei Güstrow.
2) für das collectiv ist die beziehung auf personen nicht über den mundartlichen gebrauch hinausgekommen:

un äwer't feld dor kümmt 'ne kumpani
von lütte etendrägers ranne quöcht ...
un dörch de hogen stoppeln russelt
't oll lütt gewes' und kruppt un pusselt.
F. Reuter (kein Hüsung 4) 7, 47 Seelmann.

um so ergiebiger ist die sachbedeutung, auf deren zusammenhang mit dem nomen actionis der folgende beleg für gewesede licht wirft: wi ... hebbet verkoft ... den werten herren bisscop Lodewighe tho Monstere ... alle dat gut dat unse vader achter leith ... alle dat recht de ansprake unde de ghewesede de unse vader unde wi hedden. Münsterische urkunde von 1340 Niesert i, 2 s. 422; in ähnlicher weise zweigt auch der neuere gebrauch unseres substantivs unmittelbar von einer entwicklungsstufe des substantivierten wesen ab, an das sich gewese auch hier anlehnt, mit dem es sich (in pluralformen, vgl. sp. 5687) auch formell wieder berührt, vgl.: en wesen nennt der Hamburger einen garten oder sommerlogis ausser der stadt Schütze Holstein. idiot. 4, 357; vgl. auch (wesen ... in Danzig zur bezeichnung eines weitläufigen gebäudes, mit welchem eine art von hantierung verknüpft ist. er hat ein wesen in dem und dem dorfe, er hat eine kleine landwirtschaft Frischbier 2, 465. zwei hauptzüge ergeben sich für wesen; ein unbestimmter umfassender begriff, der das wort überall einbürgert, wo eine localität der kennzeichnung durch einfache vorstellungen wie haus, garten, feld widerstrebt, und ein zusammenhang zwischen der räumlichkeit und der thätigkeit, die sich in ihr abspielt (ein wesen haben). beide hauptzüge kehren auch bei gewese wieder. für das

[Bd. 6, Sp. 5685]


erste moment vgl. den gegensatz von DWB haus und DWB gewese in einem der jüngsten belege: in den wenigen stunden, die er im hause war, spaszte er oder ging unruhig durchs ganze gewese. Frenssen Jörn Uhl 105. zum zweiten moment vgl.: Sulla hat den staat reorganisirt, aber nicht wie der hausherr, der sein zerrüttetes gewese und gesinde nach eigener einsicht in ordnung bringt, sondern wie der zeitweilige geschäftsführer, der seiner anweisung getreu nachkommt. Mommsen röm. gesch. 22, 371. vgl. auch: er bekümmert sich zu wenig um das eigene gewese Frankfurter journal (1864) nr. 319 1. beil.
a) beide momente kommen bei ländlichen anwesen zur geltung, wo die wohnräume an bedeutsamkeit weit hinter den anderen gebäulichkeiten zurücktreten, auf denen (scheunen, ställe, garten, feld) das schwergewicht des betriebes ruht: gewese (sonst ein wesen) ackerhof mit zubehör von J. Grimm aus der Westphälischen zeitung angemerkt; mehrere landstellen, mühlen-gewese Weserzeitung (1853) nr. 3022; welcher ordnungsliebende landwirth, ... dem sein gewese ans herz gewachsen ist und der je einmal mit ansteckenden viehkrankheiten geplagt war, könnte sich wohl ähnlicher gefühle ... entschlagen. landwirthsch. annalen d. Mecklenb. patriot. ver. (1862) nr. 20; was aber sonst noch zu dem gesamtgewese der gärtnerei gehörte, ja die hauptsache derselben ausmachte, war durch eben dies kleine wohnhaus wie durch eine kulisse versteckt. A. Fontane (irr., wirr. 1) I, 5 s. 117; die frau hinten im garten ... beeilte sich nicht. unbekümmert ging sie mit einer hand voll geschnittener georginen und gelber ringelblumen nach dem teich zu, der ganz am ende des geweses lag und halb ihnen, halb dem nachbar gehörte. Ilse Frapan bekannte gesichter 98; etwas abseits vom weg lag, tief in den grund einer waldwiese gebettet, ein dunkler gebäudekomplex, an dessen äuszerster, dem wege zugewandter ecke ein kleines mattes licht ausglimmte. es mochte eine nachtlampe sein, denn auf dem ganzen gewese regte sich kein laut. Friedr. Jacobsen (waldmoder) daheim 31 (1895), 326b; zwischen dem Müller und Meierschen gewese lag ein schmaler wiesenstreifen. der lotse 1901 s. 140; ja er ging, wenn er sonst nicht wuszte wohin, in die scheunen und in die gärten, die an dem groszen gewese lagen. Frenssen Jörn Uhl 99; der alte führte ihn in alle winkel seines weitläufigen geweses und zeigte ihm jedes pferd und jede kuh. M. Bücking rector Siebrand s. 64.
b) in andern belegen tritt diese engere beziehung auf den ländlichen betrieb naturgemäsz zurück; ebenso verallgemeinert sich der gebrauch und trifft anwesen, in denen die baulichkeiten als solche die aufmerksamkeit auf sich ziehen; ja das wort wird schlieszlich zur kennzeichnung städtischer unternehmungen gebraucht.
α) desz ungeachtet folgte sie und liesz es geschehen, dasz ich mit dem manne, dem eigentlichen besitzer des geweses, eine unterredung begann. A. Brook Paul v. Kampmann (romanztg. 16, 1 s. 538b); er ist verkleidet hier gewesen und hat das gewese von Dittmar gekauft. Frenssen Hilligenlei 357.
β) und ehe noch irgend jemand an rettung oder hilfe denken konnte, stand das ganze gewese des reichen webers, das haus des nachbars Seltner und mehrere andere in vollen flammen. Ernst Willkomm die familie Ammer 552; vor fünfzehn jahren war das gewese (die Gielower mühle), nach einem brande, der neuzeit entsprechend eingerichtet worden. Leipziger nachr. 7. febr. 1893.
γ) 'der kleine krämer in der Süderstrasse, wo die Ostenfelder immer ihre nothdurft holen ... musz verkaufen' ... 'sagt mir nur', erwiderte sie hastig 'ist das gewese in der Süderstrasse noch zu kaufen?' Th. Storm Carsten Curator; oben in der Süderstrasse, weit hinter Heinrichs heiterem gewese, dort wo die letzten kleinen häuser mit stroh gedeckt sind, war jetzt ihre gemeinschaftliche heimat. ebenda; nun aber, mein herr präzeptor, müssen sie mich mit ihrem ganzen gewese bekanntmachen. ich find' es nur in der ordnung, dasz man im publikum überall von ihrem 'schlosz Rodenstein' spricht, denn wirklich, ihr gasthaus hängt wie eine burg am felsen. Fontane (Cecilie) 1, 4 s. 340; vgl. auch fabrik-gewese Bonner zeitung von 1899, s. Wülfing zeitschr. f. d. d. unterr. 15, 263.
 
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gewesen I, verb. , verstärktes wesen (s. d.). der defective gebrauch des einfachen verbums, das sich mit den

[Bd. 6, Sp. 5686]


stämmen von sein und bin in das verbum substantivum theilt (vgl. teil 10, sp. 228 ff. 2, sp. 31), bedingt auch für die mit dem präfix verstärkten formen zurückhaltung. dazu kommt noch für die althochdeutsche periode, die das verbum in mehr zeitformen heranzog als die neuere sprache (s. Graff 1, 1056), eine auffallende sprödigkeit gegen das präfix. dieses ist nur einmal überliefert: giwisit, restat. Monseer glossen u. a. z. Gregor, s. Steinmeyer-Sievers 2, 284. die mittelhochdeutsche zeit ist demgegenüber im vorteil, insofern sie das particip des prät. auftauchen läszt, das ausschlieszlich mit dem präfix belegt ist, vgl. DWB gewesen II und gewest. andererseits erleidet sie einbusze auf dem gebiet der präsensformen, die vom stamme sein erobert werden. mit dem präfix ist hier eigentlich nur der infinitiv belegt (als seltene zeugnisse für das part. d. präsens vgl. ein got der ie gewesende wart. Walther v. d. Vogelweide 5, 31 Lachmann; daz si in magt unphiuch, magt getrch, magt gebar, immer maget gewesende altd. pred. 1, 41 Schönbach), und dieser wird auch im rahmen der zusammengesetzten formen durch das concurrenzwort bedrängt (vgl. gesein sp. 4023). der indicat. und conjunct. des präteritums andererseits, die den stamm von wesen auch in der neuern sprache festhalten, haben sich nur vorübergehend als träger des präfix erwiesen.
1) die formen des präteritums (zum particip s. u.) sind vereinzelt im übergang zur mittelhochd. zeit mit dem präfix belegt; in der blüthezeit setzen die zeugnisse gänzlich aus und häufen sich erst wieder bei den nachzüglern und in der prosa des 14. und 15. jahrh.:
a)

dô ne gewas bî dem mer
weder sît noch êr
nechên sô stadehafter man. könig Rother 4873 v. Bahder;

dô man ir recht in dâ getete,
und sie zwêne an ir gebete
gewârin mit ir mâgin,
wen biʒ sieʒ genoc gephlâgin:
dô ritin sie ungebeitit. Athis und Prophilias D 121 W. Grimm;

dô der hêre Ênêas
alsô lange dâ gewas
und diu frouwe Dîdô.
H. v. Veldeke Eneit 58, 34 Ettmüller (var. was);

sente Fabianus was pabist ze Rome, und do er lange mit worten unde mit werkin der christenheit vor gewas, do wart er alse hte durch daʒ recht gemartert. pred. der Leipziger handschr. (177) Schönbach 1, 279, vgl. auch Pfeiffer myst. 1, 430.
b) die späteren belege weisen alle den gleichen typus wie die beiden letzten zeugnisse auf, gewas für das plusquamperf. in einem mit der zeitpartikel eingeleiteten nebensatze.
α)

und dô der selbe Balke
meistir in dem lande zwâr
gewas unʒ in daʒ sechste jâr,
als ich gesprochin hab ouch ê,
und er nicht vermochte mê
der arbeit, do vûr er auch wider
kein dûtschin landin.
N. v. Jeroschin 5678.

ebenso Ulrich v. Thürheim Willehalm 259a u. a. vgl. auch mittelhochd. wb. 3, 768b; und dô si dâ gewâren lange zît, dô wart geoffinbâret sancte Ursulen. mystiker 1, 223 Pfeiffer; ebenso 1, 99; dise gezierde frt er mit ime enweg gein Sicilien. und do er uf sehs jor do gewas, do wart er in eime bade erslagen. Königshofen, s. d. städtechron. 8, 394.
β) eines der spätesten zeugnisseallerdings der gebundenen sprache entstammendzeigt das präfix wieder beim präteritum des hauptsatzes:

keines kauffes ich nie froer gewas Alsfelder passionsspiel 3193 Grein.


2) für den infinitiv liegen aus der classischen zeit mittelhochdeutscher dichtung belege vor; in der erstarrten form der substantivierung erreicht er überdiesz die neuere sprache.
a) als verbalform ist der infinitiv mit dem präfix nur neben dem hilfsverb mugen belegt.
α) die verbindung mit einem adjectiv, die auf die bedeutungsenergie des verbums vor andern drückte, scheint trotzdem das zusammengesetzte verbum zu begünstigen:

macht dû mir dar zuo guot gewesen (var.: wesen)
ich engân dir niemer nihtes abe,
die wîle und ich daʒ leben habe.
Gottfried v. Strassburg Tristan 1234 Marold;

[Bd. 6, Sp. 5687]



eim ungefriunten knehte
enmöhte baʒ gewesen niht.
Konrad v. Würzburg Engelhard 1559;

sit si (die pfaffen) nach rehte niht entuont,wie möhte dan ein leie guot gewesen.
Meister Stolle (13) bei von der Hagen 3, 6a;

wa man sie ir hende legen siht
uf siechen hin, die sint genesen,
wie siech sie mogent joch gewesen. ev. v. St. Paul 71a Schönbach (Marc. 16, 18);

golt ... silber ... edels gesteine und ... alles alzumal, das teuer gewesen mag uf erden. Johann v. Neumarkt übers. des lebens des heil. Hieronymus (66) 62 Benedikt; de in god den heren sint ghevestiget u bestediget de en konen neuerleiwijs homodich ghewesen. Thom. a Kempis van der nauolghinge Jhesu Kristi (1489) buch 2 cap. 10.
β) verwendungen, die zwischen verbum und subject keine nähere bestimmung aufnehmen:
1)) die engste verbindung von verbum und subject, in der das verbum mehr nur grammatische functionen ausübt, läszt das präfix nur selten zu:

eʒ mag hie weder tac noch vride
gewesen zwischen mir und in.
Joh. v. Würzburg Wilhelm v. Österreich 4655 Regel.


2)) anders in lockeren verbindungen, in die das verbum mit der vollen bedeutung der existenz eintritt:

daʒ er niht bischof mohte sin
wand die alde e hat also
beschriben in Levitico,
daʒ kein bischof mac gewesen
ane ganz gelit irlesen. das buch der Maccabäer (prolog auf Hyrcan.) 13643 Helm;

du warest mit mir und ich was niht mit dir und etleiche dink machten mich verre von dir, di niht gewesen mohten, wenn in dir. (quae esse non poterant nisi in te). Johann von Neumarkt übers. der Pseudo-Augustinischen soliloquium (31) 74 Sattler; das ich an dich iht verderb, an den ich mit nicht mag gewesen (sine te esse non possim) 35 (14);

kein ganze kunst mac niht gewesen âne der liehten ougen rôt. meisterlieder der Kolmarer handschr. 99, 50 Bartsch s. 440;

sô spricht er wie daʒ müge gewesen
daʒ ein dinc sî wol daʒ beste und das bœste besunder. 136, 5 Bartsch s. 508; ebenso Alsfelder passionsspiel 1565 Grein; ähnlich 5058;

er hiesʒ von dem tode uff stan
Lazarum einen toden man
und liesz en widder genesen:
das mocht von nicht gewesen
dan von dem waren godes degen. Alsfelder passionsspiel 2539 Grein.


b) die substantivierung ist auch an gewesen in den beiden hauptformen belegt, die am substantivierten wesen zu beobachten sind: in der abstracten bedeutung der existenz und in der übertragung auf die räumlichkeit, in die sie eingeschlossen ist.
α) vielleicht werd' ich noch ein paar mal verwandelt, ehe ich das bewusztsein meines ganzen gewesens erhalte und die kette übersehe, welche ich hinauf ging. Hippel (lebensläufe 3, 2) 4 (1828), 174.
β) das gewesen des alten Jem Bork ist ein opfer der letzten sturmfluth geworden. H. Smidt meeresstille 26. bei demselben (das dünendorf) der plural gewesen vgl. oben sp. 5684.

 

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