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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
gewerksvorsteher bis gewerktreibend (Bd. 6, Sp. 5673 bis 5674)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gewerksvorsteher, m., s. gewerbevorsteher: durch specialbefehl vom 7. november (1808) wurde erwidert ... die vermehrung aller müller sei unnöthig, es genüge völlig die der aelterleute und gewerksvorsteher. Rohrscheidt 283.
 
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gewerksvortheil, m., s. gewerbevortheil: die gewerke und innungen müssen alle, welche ein gleiches gewerbe treiben wollen, und schon bürger sind, in ihre mitte ohne prüfung und ohne anfertigung eines meisterstücks oder sonst üblichen nachweises, bloss gegen einzahlung der gelder, welche die meister erlegt haben für miterwerbung der gewerks-vortheile und des gewerkseigenthums, aufnehmen. Drackesches promemoria bei Rohrscheidt 576, vgl. auch ebendort s. 593.
 
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gewerkswaare, f., s. DWB gewerbewaare: entweder aus denselben materialien, oder auf ähnliche weise, wie die eigentliche gewerkswaaren gefertiget werden. Coburg-Saalfeldische innungsgesetze (1803) Ortloff 631.
 
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gewerkswelt, f.: immer suche ich noch, bildlich gesprochen, solche taubenschläge, spanne mich aus der gewerkswelt los und buhle um die braut des schönen. Stifter stud. 1, 28.
 
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gewerkszeichen, n.: der grusz war seine legitimation, daran erkannte man den ächten kameraden ... wo ... in eine stadt einziehende handwerker ... im thor vom thorwächter angehalten wurden, ihr bündel auf der wache laszen und das gewerkszeichen holen muszten, konnten sie dieses zeichen nur durch den grusz erlangen. O. Schade Weimar. jahrb. 4, 306.
 
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gewerkszusammenkunft, f., vgl. gewerksversammlung: welcher meister auf erfordern bei der gewerks-zusammenkunft nicht zu rechter zeit ... erscheinet, der soll ... strafe in die lade legen. generalprivil. d. gewerks v. Brandenburg 1733 bei Ortloff 59; alle bei denen gewerkszusammenkünften in handwerksachen vorkommende klagen ... musz der rathsverordnete ... beizulegen trachten. handwerksordn. für Westpreuszen (1774) Ortloff 77.
 
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gewerkszunft, f.: (die obrigkeit soll) allen und jeden ausser der zunft lebenden handwerksleuten ihre gemachte arbeit und waaren samt dem handwerkszeug wegnehmen zu lassen verbunden, und die weggenommenen waaren zur hälfte, das handwerkszeug aber ganz an die gewerkszunft verfallen sein. handwerksordn. für Westpreuszen (1774) Ortloff 98.
 
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gewerkszwang, m.: in den verhandlungen des ostpreussischen landtages vom 25. mai bis 2. juni 1798 legten die beiden oberstände dem könige das bedenken der ritterschaft über zunft- und gewerkszwang vor. Rohrscheidt vom zunftzwange 176; es musz eine zeit kommen, wo endlich die belastung der durch gerechtigkeiten eingeschränkten gewerbe eine so drückende auflage für die nation wird, dasz sie sich weigert fernerhin die zinsen, welche die vorwelt auf sie angewiesen hat, zu zahlen ... dasz man den gewerkszwang aufhebt, und dadurch alle inhaber der gerechtigkeiten bankerot macht. (J. G. Hoffmann) das interesse des menschen ... bei d. besteh. zunftverf. 171.
 
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gewerkszweig, s. gewerbezweig: nach gründung einer zwangsinnung sind die für die gleichen gewerkszweige bestehenden freien innungen, deren sitz sich im bezirk der zwangsinnung befindet zu schliessen. Rohrscheidt vom zunftzwange 655.
 
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gewerkt, participiales adjectiv zu werken mit der besonderen bedeutung von gewerklich, werkfertig: item mer verprennt ein zimberhütten und ein costlich werchhus und darunder ob 600 guoter, userlesner pritter ... item

[Bd. 6, Sp. 5674]


verprennt und zerhown das costlich zimerholtz, das gewercket was, hür uff zurichten und sust, das 200 guldin wol costet. chronik des gotzhaus St. Gallen s. 76 Hardegger.
 
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gewerktreibend, s. gewerbetreibend: (die verordn. v. 7. 9. 1811 bestimmte) dasz jede zunft berechtigt sei, nach stimmenmehrheit der meister sich aufzulösen, auszerdem aber auch die landespolizeibehörde jedes gewerk aufheben, wie auch gewerktreibende einer gewissen art in eine corporation vereinigen dürfe. Huwald über gewerbefreiheit u. gewerbe-ordnung (1834) 20.

 

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