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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
gewerksperson bis gewerksstadt (Bd. 6, Sp. 5671 bis 5672)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gewerksperson, f. in einer späteren ausgabe des Abraham a. S. Clara für gewerbsperson eingesetzt. s. d.
 
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gewerksplatz, m., s. DWB gewerbsplatz: die färber des Hagens besassen einen färbehof auf dem Werder angeblich schon 1283. ... solche gewerkplätze waren auch die sägehöfe oder sägekuhlen und die zimmerplätze, welche vor mehreren stadtthoren ... belegen waren und den zimmerleuten als werkplätze dienten. Dürre geschichte d. stadt Braunschweig (1861) 616.
 
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gewerksprivilegium, n., vgl. gewerbeprivilegium: worinn aber zu coupirung aller miszverständnisse und weitläuftigkeiten das meisterstück jeder profession bestehen soll, wird in den besonderen gewerks-privilegiis näher in einem besonderen § vorgeschrieben werden. preusz. handwerksordnung für Westpreuszen 1774 bei Ortloff 80, vgl. auch generalgewerksprivilegium bei Rohrscheidt s. 4.
 
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gewerksrechnung, f.: bei abnahme der gewerksrechnungen darf nicht mehr und an niemand sonst, als so viel und an wen in der besonderen rechnung bestimmt worden ist, gezahlt werden. Coburg-Saalfeldische allgem. innungsgesetze (1803) Ortloff 601.
 
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gewerksrecht, n., vgl.gewerberecht 1): so wurde ... in einer beschwerdesache unter dem 21. mai 1803 der grundsatz ausgedrückt, dass nach den provinzialusancen ein einzelner meister gar keine gewerksrechte habe, da nur da, wo drei meister seien, privilegien ertheilt würden. Rohrscheidt 167.
 
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gewerksrolle, f.: hergegen (soll) das unentbehrliche aufding- lehr- und loszsprechegeld ... auf ein gewisses leidliches gesetzet, zu jedermanns nachricht publiciret und in denen nach dieser handwerksordnung zu ertheilenden und zu verbessernden gewerksrollen exprimiret ... werden. handwerksordn. f. Westpreuszen (1774) Ortloff 93; mittlerweile aber bei allen vorkommenheiten nach unsern in den übrigen provinzen bereits den profeszionisten ertheilten gewerksrollen ... verfahren werden musz. ebenda 104; ähnl. 78.
 
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gewerkssache, f., vgl. gewerksangelegenheit, gewerbesache u. a.: die beruffung geschieht durch den jüngsten stadt-meister, welcher die ansage unverweigerlich thun, und was sonst ihm in gewerkssachen mitgegeben wird, verrichten musz. generalprivil. des gewerks von Brandenburg (1733) bei Ortloff 58; ingleichen dasz sie in ihren gewerkssachen keine obrigkeitliche erkenntnisz, noch attestat als von ihrem eigenen handwerke zulassen wollen. handwerksordnung f. Westpreuszen (1774) Ortloff 101; ebenso 75; in abwesenheit, oder bei verhinderung des meisters kann nur der erste oder meistergeselle, und auch dieser nur in gewerkssachen, das recht der mäszigen züchtigung über den lehrling ausüben. preusz. allg. landrecht ii 8, 300; die polizeideputation hat die oberaufsicht und fürsorge über ... gewerbe- fabriken- handels- schifffahrts- gewerk- und innungssachen. preusz. geschäftsinstruct. von 1808 gesetzs. s. 482.
 
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gewerksschreiber, m.: sollen die aelterleute oder innungsmeister über einnahme und ausgabe, von der, wie oben verordnet, der gewerks-assessor jederzeit wissenschaft

[Bd. 6, Sp. 5672]


haben musz, ein accurates manual führen, aus welchem vom gewerksschreiber jährlich eine mit gehörigen beilagen versehene rechnung formiret ... werden musz. handwerksordn. f. Westpreuszen (1774) Ortloff 99; abschriften und exemplaria von diesen verordnungen, erstere gegen zwei gute gr. copialien pro bogen für den gewerksschreiber. ebenda 75; endlich wurde der innung ein gewerksschreiber bestellt, welchen posten oft der stadtsecretarius bekleidete. Rohrscheidt vom zunftzwange 5; das komite der zimmergesellen aus dem vorstande der gesellenschaft, den altgesellen und dem gewerkschreiber Preuss zu vervollständigen. bericht der volkszeitung (1868 nr. 209).
 
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gewerksschule, f., vgl.gewerbeschule: bei seiner zurückkunft hatte man die absicht ihn (Coudray) an der neu zu errichtenden gewerkschule als lehrer anzustellen. Göthe gespr. 7, 45 Biedermann; dafür (für die bezahlung bei der einschreibung) erhält er (der lehrling) das recht, wöchentlich einige stunden eine gewerks-nachhülfe-schule zu besuchen ... oder eine andere schule ... wenn keine gewerksschule da ist. L. Blesson über gewerksordnungen und gewerbefreiheit s. 33.
 
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gewerkssiegel, n.: (es soll) ihm (dem gesellen) auch ein gedruckter lehrbrief ... mit beidruck des gewerkssiegels ... ausgefertigt werden. generalprivil. des gewerks v. Brandenburg 1733 bei Ortloff 68; die schlüsse und ausfertigungen werden durch seine mitunterschrift und durch beidrückung des ihm anvertrauten gewerkssiegels bekräftigt. preusz. allgem. landrecht II, 8 196; der neue meister erhielt einen meisterbrief, der mit dem gewerkssiegel versehen und von dem assessor und dem altmeister unterschrieben werden musste. Rohrscheidt 19.
 
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gewerksstadt, f., vgl.gewerbestadt: die rückgewiesenen waaren sind gesammt aus Nürnberg, der berühmten gewerkstadt. s. Radloff teutschkundliche forschungen 1, 67; gewerkstadt ... eine stadt, in welcher gewerke befindlich sind (fabrikstadt, manufacturstadt). Campe 2, 362b; die gewerksladen werden in der rathhäuslichen registratur der gewerksstadt aufbewahrt. preusz. edict von 1809, s. Rohrscheidt s. 283.

 

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