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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
gewerksleute bis gewerksprivilegium (Bd. 6, Sp. 5670 bis 5671)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gewerksleute, vgl.gewerkmann, vgl. DWB gewerbsleute, DWB handwerksleute: und erstlich wollen wir, dasz allen bergleuten, bürgern, innwohnern, handwercks- und gewercksleuthen, wie die nahmen haben mögen, und jetzo vorhanden sein, oder in künfftig auff diesem bergwerck sich niederlassen, ... ordentliches recht und gericht mitgetheilet werden sollte. priv. für Greszlasz (1601) Span bergrechtsspiegel 165; hierauf befahl ein königlicher erlass vom 27. october 1708, die gewerke der drei städte Königsberg gegen die, welche mit keiner concession versehen, das handwerk ausübten, mit nachdruck zu schützen, es sei recht und billig, dass den gewerksleuten, die 'die onera civica und andere beschwerde trügen', ihre nahrung nicht entzogen werde. Rohrscheidt vom zunftzwange 99; anstalten zur bildung geschickter gewerksleute und künstler. preusz. instruction von 1808 (gesetzs. s. 482).
 
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gewerkslied, n.: das eigentliche lied theile ich in die fächer: 'haus-andacht', 'vaterland und wehr' ... 'jagd- zunft- und gewerks-lieder'. Wilh. v. Waldbrühl im vorwort zu Kretschmers deutsch. volksliedern 2, 2.
 
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gewerks-mann, -mäszig, -meister, s.gewerkmann u. a.
 
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gewerksmissbrauch, m.: so wurde unter dem 21. juni 1791 den müllern in Gollup ein eigenes gewerk gestattet ... hierbei hob man aber ausdrücklich hervor, dass sich der polnischen meister halber keine verbotenen gewerksmissbräuche einschleichen dürften. Rohrscheidt vom zunftzwange 165.
 
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gewerksmitglied, n., vgl. gewerbsmitglied, vgl. DWB gewerksgenosse u. a.: sobald die gewerksgenossen nicht mehr als solche eine besondere verpflegung geniessen, sondern gleich allen andern armen und kranken verpflegt werden, hört auch aller grund auf, dafür einen besonderen beitrag von den gewerksmitgliedern zu fordern. Raumer über das gewerbepolizeiedict von 1811 bei Rohrscheidt 510, ebenso (aus dem edict von 1809) s. 283.
 
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gewerksordnung, f., vgl.gewerbeordnung, DWB handwerksordnung u. a.: um den beweis zu führen, dasz es ohne beeinträchtigung der entwickelung einer regsamen industrie möglich ist, eine gewerksordnung zusammen zu stellen, welche die gewünschten resultate erzielen kann,

[Bd. 6, Sp. 5671]


hat es angemessen erschienen, als versuch, die ordnung für ein gewerk zu entwerfen, wozu das tischlergewerk ... passend war. L. Blesson über gewerks-ordnungen und gewerbefreiheit (1832) s. 30.
 
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gewerksorganisation, f., vgl. gewerbeorganisation: man werde anerkennen müssen, dasz gerade die 'volkszeitung' zur gründung und verbreitung der gewerksorganisation ausserordentlich viel beigetragen habe. verhandl. d. ersten ordentlichen verbandstages der deutschen gewerkvereine (1871) s. 83.
 
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gewerkspatron, m., vgl. DWB gewerksassessor u. a.: zu diesem höchst freventlichen thun (fastnachtsaufzug der schiffszimmerleute) in dieser heiligen passionszeit hätten auch die gewerkspatrone, zwei stadträthe, unbefugt ohne wissen des bürgermeisters die erlaubniss ertheilt. bericht des advokatus fisci in Königsberg (1712) Rohrscheidt 105; der vorsteher oder gewerkspatron ist verpflichtet, diesen beschlusz (der gewerksauflösung) unverzüglich dem magistrate zur genehmigung vorzulegen. preusz. gesetz über die polizeil. verhältn. d. gewerbe (1811) gesetzs. s. 265.
 
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gewerksperson, f. in einer späteren ausgabe des Abraham a. S. Clara für gewerbsperson eingesetzt. s. d.
 
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gewerksplatz, m., s. DWB gewerbsplatz: die färber des Hagens besassen einen färbehof auf dem Werder angeblich schon 1283. ... solche gewerkplätze waren auch die sägehöfe oder sägekuhlen und die zimmerplätze, welche vor mehreren stadtthoren ... belegen waren und den zimmerleuten als werkplätze dienten. Dürre geschichte d. stadt Braunschweig (1861) 616.
 
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gewerksprivilegium, n., vgl. gewerbeprivilegium: worinn aber zu coupirung aller miszverständnisse und weitläuftigkeiten das meisterstück jeder profession bestehen soll, wird in den besonderen gewerks-privilegiis näher in einem besonderen § vorgeschrieben werden. preusz. handwerksordnung für Westpreuszen 1774 bei Ortloff 80, vgl. auch generalgewerksprivilegium bei Rohrscheidt s. 4.

 

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