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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
gewerksgeld bis gewerkskasse (Bd. 6, Sp. 5668 bis 5670)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gewerksgeld, n., vgl. DWB gewerbegeld: wenn nun sothane wohl geschehen, soll der neu erkohrne aeltermann von dem magistrat in eidespflicht genommen werden und in specie anzugeloben schuldig sein, dasz er dem gewerke treulich vorstehen, die einkommenden gewerksgelder allen fleiszes wahrnehmen und treulich berechnen ... wolle. preusz. handwerksordn. für Westpreuszen (1774) bei Ortloff 78; die gewerksgelder sollen in der lade aufbewahrt werden. Coburg-Saalfeldische allgem. innungsgesetze (1803) bei Ortloff 600.

[Bd. 6, Sp. 5669]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gewerksgenosse, m., vgl.gewerbegenosse: dasz zu erlaubten zusammenkünften die gewerksgenossen von dem jüngsten meister zusammen gefordert werden, lassen wir zwar ferner geschehen. handwerksordn. f. Westpreuszen (1774) Ortloff 77; die bäcker- und schlächterzünfte bleiben zwar als gewerkschaften bestehen ... es hängt jedoch von der freien willkühr eines jeden gewerksgenossen ab, ob er mitglied des gewerks bleiben ... will. preusz. verordnung von 1808 (gesetzs. 315); die gewerksgenossen waren bei strafe verbunden, sich zu den versammlungen einzufinden, wie denn auch die innungen das recht hatten, die zu spät erscheinenden oder zu früh weggehenden mit einer kleinen strafe zu belegen. Rohrscheidt vom zunftzwange 6; vgl. auch unter gewerksmitglied.
 
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gewerksgenossenschaft, f. eine prägung, die in der bewegung von 1868 vorübergehend geltung gewann (s.gewerkschaft): die von der majorität des Nürnberger arbeitertags und der majorität des Berliner arbeiterkongresses gegründeten resp. zu gründenden gewerksgenossenschaften (sollen) ... unter allen umständen jede gemeinschaft mit den Hirsch-Dunckerschen gewerksgenossenschaften zurückweisen. antrag Bebel-Liebknecht s. volkszeitung 1868 nr. 283; hat präsidium und zentralauschusz (der Schweitzerschen arbeiterschaften) jede verbindung mit den, bis jetzt noch ungeborenen Bebelschen gewerksgenossenschaften unbedingt zurückgewiesen; für ihn besteht kein unterschied zwischen den herren Duncker-Hirsch und Bebel-Liebknecht. volkszeitung 1868 nr. 285; das organisationskomitee der internationalen gewerksgenossenschaft der holzarbeiter. Nürnberg 1869, s. Schmöle s. 31.
 
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gewerksgeselle, m.: und so thaten alle hinter einander auf dem brette stehenden gewerksgesellen. Stifter (die mappe meines urgroszvaters) studien 2, 113.
 
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gewerksgewohnheit, f., vgl.gewerksbrauch: die bönhasen möchten daher nachdrücklich angewiesen werden, sich den wohl hergebrachten constitutionen und gewerksgewohnheiten zu conformiren. s. Rohrscheidt vom zunftzwange 99.
 
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gewerksgildebrief, m., s. gewerbsgilde: mit den zünften ... ohne rücksicht auf ihre privilegien, deren abänderung wir uns in den gewerksgildebriefen vorbehalten haben,.. modalitäten zu treffen. patent von 1794 bei Ortloff 145.
 
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gewerksglied, n., vgl. gewerbsglied: den beisitzer des magistrats und den altermann sollen die gewerksglieder, bei den versammlungen gebührend respectiren, generalpriv. d. gewerks v. Brandenburg 1733 bei Ortloff 59; wer sich zu qualificiren vermag, und meister zu Lübbecke zu werden gedenckt, soll sich bei dem magistrats beisitzer und dem altmeister des gewercks melden, welche sodann, ohne verzug, entweder sämmtliche gewerksglieder, oder auch nur einen ausschusz zusammen berufen. gildebrief für ... Lübbecke im fürstenthum Minden (1800) bei Ortloff 544; dass die ... landes-polizei-gesetze, wodurch der betrieb der leineweberei mit gesellen ... nur zunftmitgliedern zusteht ... keine fernere aufrechterhaltung bedürfen ... sondern die aufhebung, ohne zerrüttung des nahrungsstandes der einzelnen gewerksglieder ... eintreten kann. preusz. edict von 1806 bei Rohrscheidt 205, vgl. auch gewerksmitglied.
 
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gewerkshaus, gewerksherr, s.gewerkhaus, gewerkherr.
 
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gewerksherberge, f.: so soll dasselbe (das edict) nicht nur den sämtlichen handwerkern und innungen gehörig publiciret, sondern auch in den innungshäusern und gewerksherbergen angeschlagen ... werden. preusz. edict wegen abstellung des blauen montags von 1783 bei Ortloff 108; kein wirth oder sogenannter krugvater in einer gewerksherberge, soll an den zur arbeit bestimmten tagen, besonders aber an mondtagen, einen in der arbeit stehenden gesellen während der gewöhnlichen arbeitsstunden bei sich dulden. preusz. allg. landrecht ii 8, 363.
 
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gewerksjunge, m., vgl. gewerkendiener: übrigens soll der jüngste ... keineswegs ... zum einschenken und dergleichen aufwartung, bei denen gewerks-versammlungen gebrauchet, sondern dieses soll durch die gewerks-jungens verrichtet werden. generalprivil. des gewerks v. Brandenburg (1733) bei Ortloff 59.

[Bd. 6, Sp. 5670]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gewerkskasse, f., vgl. das in der bedeutung abweichende gewerbekasse: die cur und verpflegung eines eingewanderten und krank gewordenen gesellen ... musz ... aus der gesellenlade, und in deren ermangelung aus der gewerkskasse bestritten werden. allg. landrecht ii, 8 § 353; jeder meister, dessen gesellen sich an den zur arbeit bestimmten tagen derselben entziehen, ist schuldig, bei ein bis drei thaler strafe zur gewerkskasse, der obrigkeit davon anzeige zu machen. ebenda § 362; die gewerkskassen ... fallen den jetzigen mitgliedern anheim. edict betr. auflösung d. zunftverbandes d. müller in Ostpreuszen, s. Rohrscheidt s. 283.

 

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