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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
gewerkseinnahme bis gewerksgildebrief (Bd. 6, Sp. 5668 bis 5669)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gewerkseinnahme, f.: der obermeister soll über die gewerkseinnahme und ausgabe eine ordentliche jahresrechnung ablegen. Coburg-Saalfeldische allgem. innungsgesetze (1803) bei Ortloff 601.
 
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gewerksfach, n., vgl. DWB gewerbefach u. a.: vielfach gelangen jedoch derartige kombinationen nicht, und die verbleibende sonderung hatte in manchen fällen das gute, dass, wenn jedes der verschiedenen gewerksfächer seinen eigenen, lediglich in dem einzelnen fach ausgebildeten und beschäftigten meister erhielt, sie schneller gefördert und zu einem höheren grade der vollkommenheit gebracht werden konnten. Rohrscheidt vom zunftzwange 44.
 
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gewerksfahne, f.: um 7 uhr eröffnete der maurer Herr W. ... in dem mit gewerksfahnen und kränzen geschmückten saale die vorversammlung. volkszeitung (1868) nr. 291.
 
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gewerksgebrauch, m., vgl. DWB gewerbsgebrauch: alle gewerksgebräuche, welche den lohn, die beköstigung und behandlung der gesellen ... betreffen, sind nicht mehr verbindlich. preusz. edict betr. d. auflösung d. zunftverbandes der müller 1809. Rohrscheidt 283.
 
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gewerksgeheimnis, n. die oben unter gewerbegeheimnis angeführte stelle aus Lotz (staatswirthsschaftslehre 2, 99) wird von Rohrscheidt (vom zunftzwange s. 195) wörtlich übernommen, doch mit änderung in gewerksgeheimnis.
 
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gewerksgeld, n., vgl. DWB gewerbegeld: wenn nun sothane wohl geschehen, soll der neu erkohrne aeltermann von dem magistrat in eidespflicht genommen werden und in specie anzugeloben schuldig sein, dasz er dem gewerke treulich vorstehen, die einkommenden gewerksgelder allen fleiszes wahrnehmen und treulich berechnen ... wolle. preusz. handwerksordn. für Westpreuszen (1774) bei Ortloff 78; die gewerksgelder sollen in der lade aufbewahrt werden. Coburg-Saalfeldische allgem. innungsgesetze (1803) bei Ortloff 600.

[Bd. 6, Sp. 5669]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gewerksgenosse, m., vgl.gewerbegenosse: dasz zu erlaubten zusammenkünften die gewerksgenossen von dem jüngsten meister zusammen gefordert werden, lassen wir zwar ferner geschehen. handwerksordn. f. Westpreuszen (1774) Ortloff 77; die bäcker- und schlächterzünfte bleiben zwar als gewerkschaften bestehen ... es hängt jedoch von der freien willkühr eines jeden gewerksgenossen ab, ob er mitglied des gewerks bleiben ... will. preusz. verordnung von 1808 (gesetzs. 315); die gewerksgenossen waren bei strafe verbunden, sich zu den versammlungen einzufinden, wie denn auch die innungen das recht hatten, die zu spät erscheinenden oder zu früh weggehenden mit einer kleinen strafe zu belegen. Rohrscheidt vom zunftzwange 6; vgl. auch unter gewerksmitglied.
 
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gewerksgenossenschaft, f. eine prägung, die in der bewegung von 1868 vorübergehend geltung gewann (s.gewerkschaft): die von der majorität des Nürnberger arbeitertags und der majorität des Berliner arbeiterkongresses gegründeten resp. zu gründenden gewerksgenossenschaften (sollen) ... unter allen umständen jede gemeinschaft mit den Hirsch-Dunckerschen gewerksgenossenschaften zurückweisen. antrag Bebel-Liebknecht s. volkszeitung 1868 nr. 283; hat präsidium und zentralauschusz (der Schweitzerschen arbeiterschaften) jede verbindung mit den, bis jetzt noch ungeborenen Bebelschen gewerksgenossenschaften unbedingt zurückgewiesen; für ihn besteht kein unterschied zwischen den herren Duncker-Hirsch und Bebel-Liebknecht. volkszeitung 1868 nr. 285; das organisationskomitee der internationalen gewerksgenossenschaft der holzarbeiter. Nürnberg 1869, s. Schmöle s. 31.
 
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gewerksgeselle, m.: und so thaten alle hinter einander auf dem brette stehenden gewerksgesellen. Stifter (die mappe meines urgroszvaters) studien 2, 113.
 
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gewerksgewohnheit, f., vgl.gewerksbrauch: die bönhasen möchten daher nachdrücklich angewiesen werden, sich den wohl hergebrachten constitutionen und gewerksgewohnheiten zu conformiren. s. Rohrscheidt vom zunftzwange 99.
 
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gewerksgildebrief, m., s. gewerbsgilde: mit den zünften ... ohne rücksicht auf ihre privilegien, deren abänderung wir uns in den gewerksgildebriefen vorbehalten haben,.. modalitäten zu treffen. patent von 1794 bei Ortloff 145.

 

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