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gewerksälteste bis gewerksbeisitzer (Bd. 6, Sp. 5659)
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[Bd. 6, Sp. 5659]


Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gewerksälteste, plur.: ist in den zunftartikeln keine zeit bestimmt: so musz dieselbe nach billigen ermessen der gewerksältesten, und allenfalls durch einen zunftschlusz, festgesetzt werden. preusz. landrecht II, 8, § 313.
 
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gewerksaltmeister, m., vgl. gewerkmeister: dasz derjenige, welcher meister bei dem gewerk ... allhier werden will, sich bei ... dem gewerks-altmeister melden .. solle. generalprivil. des gewerks von Brandenburg (1733) bei Ortloff 53.
 
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gewerksam, adj. u. adv., vgl. gewerbsam:

diese menge
gewerksam thätiger. die hin und her,
in diesen räumen wogt, auch die verspricht
sich unvertilgbar ewig herzustellen.
Göthe (nat. tochter 5, 7) 9, 378.


 
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gewerksamt, n., vgl. DWB gewerbeamt: es werden ihm daher, kraft dieses freiheitsbriefes alle gerechtsame ertheilt, welche einem meister zustehen, nämlich in angelegenheiten der zunft zu stimmen und zu gewerksämtern gewählt zu werden. L. Blesson über gewerksordnungen s. 42.
 
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gewerksangelegenheit, f., vgl. gewerbeangelegenheit: übrigens soll der jüngste zwar zum verschicken in gewerksangelegenheiten, keineswegs aber zum einschenken .. bei denen gewerksversammlungen gebrauchet ... werden. generalprivil. des gewerks von Brandenburg (1733) bei Ortloff 59; der lehrling musz, sowohl in gewerks- als häuslichen angelegenheiten, den anordnungen des lehrherrn gehorsam leisten. preusz. landrecht II, 8, 295; drittens sind zünftige meister nach den innungsprivilegien verpflichtet, verschiedene ämter und dienste zu übernehmen, wohin die obermeisterämter, jungmeisterstelle, bothendienste in gewerksangelegenheiten ... gehören. Coburg-Saalfeldische innungsgesetze von 1803 (§ 123) bei Ortloff 644; die neigung, aufwand zu machen, trat bei allen gelegenheiten hervor, bei denen die zünfte in gewerksangelegenheiten zusammenkamen. Rohrscheidt vom zunftzwange 102.
 
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gewerksanlage, f., vgl.gewerbeanlage: würden hierzu die activa nicht hinreichen, so sei über die gewerksanlagen mittels veräusserung zu verfügen. preusz. kabinetsordre von 1822 bei Rohrscheidt 411.
 
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gewerksarmenkasse, f.: wenn das gewerk sich vereinigen wolle, alle quartal oder jährlich etwas in die gewerks-armen-casse zu legen. generalprivil. des gewerks von Brandenburg (1733) bei Ortloff 62.
 
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gewerksartikel, m., vgl. die entgegengesetzte bedeutung von gewerbsartikel: (der gesell, der meister werden will, soll) erweisen, dasz er seine profeszion in denen bei jeden handwerke gewöhnlichen und in den confirmirten gewerksartikeln gesetzten jahren erlernet ... habe. preusz. handwerksordn. für Westpreuszen 1774 (art. 8) bei Ortloff 79.
 
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gewerksassessor, m., vgl. DWB gewerbeassessor: ferner gelobe ich, dem von einem e. e. rath dem gewerk zugeordneten herrn assessori ... respect zu bezeigen. eidesformel für innungsvorstände bei Rohrscheidt s. 4; doch müssen letztere sowohl, als erstere (die zusammenkünfte) niemals ohne vorwissen und beisein des gewerks-assessoris ... geduldet werden. handwerksordn. f. Westpreuszen von 1774 bei Ortloff 75; in gemässheit der verordnung vom 4. mai 1806 wurde in Königsberg am 28. october desselben jahres in dem hause des ältermanns der zunft, meisters Volkmann, und vor dem gewerks-assessor die auflösung des webergewerks vollzogen. Rohrscheidt vom zunftzwange 214.
 
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gewerksauflösung, f.: aus dieser charakteristischen remonstration ersieht man recht deutlich, zu welcher ungeheuren aufregung die absicht der gewerksauflösung unter den zunftgenossen veranlassung gab. Rohrscheidt vom zunftzwange 211.
 
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gewerksbeisitzer, m., vgl. gewerbebeisitzer: die rechnung ... soll der altmeister ... in gegenwart des gewerksbeisitzers ... justificiren. generalprivil. des gewerks von Brandenburg (1733) bei Ortloff 60; wir gebieten und befehlen ... keine contraventiones dagegen (gegen die handwerksordnung) zu verstatten, als weszhalb auch die fiscäle, nicht minder die gewerksbeisitzer jedes orts vigiliren ... müssen. handwerksordn. für Westpreuszen 1774

[Bd. 6, Sp. 5660]


(art. 49) bei Ortloff 104: am 24. januar 1774 erschien in deutschem und polnischem text die handwerksordnung für Westpreussen. jedes gewerk war verpflichtet, davon 3 stück zu kaufen, und zwar 1 für die lade, 1 für den gewerksbeisitzer und 1 für den ältermann. Rohrscheidt vom zunftzwange 174.

 

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