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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
gewerbekarte bis gewerbekreis (Bd. 6, Sp. 5562 bis 5564)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gewerbekarte, f.: zur bemessung des bedarfs (an zählpapieren) sind ... für den staat ... auf 100 haushaltungen ... 125 zählbogen und 130 anleitungen zur ausfüllung der zählformulare zu rechnen, während der bedarf an gewerbekarten auf zwei drittel der gesammtzahl der bei der gewerbezählung von 1875 ermittelten gewerbebetriebe anzunehmen ist. bekanntmachung, betr. die erheb. einer berufsstatistik i. j. 1882 im zentralblatt f. d. dtsch. reich 10, 49.
 
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gewerbekasse, f., vgl. DWB gewerbebank: Frankfurter gewerbekasse (gegründet 1862), Stuttgarter gewerbekasse (gegründet 1882).
 
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gewerbekataster, m.: ebensowenig ... sind durch § 14 (d. gewerbeordnung) die landesherrlichen bestimmungen berührt, welche ... die anlegung von gewerbekatastern ... betreffen. Landmann gewerbeordnung 1, 107.
 
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gewerbekauf, m. eine bildung der rechtsgeschichtlichen forschung für gewerbegroschen, gewerbesteuer u. a.: der könig befreit die weber zunächst von den grundherrlichen

[Bd. 6, Sp. 5563]


lasten, nämlich von auflage und schatzung, von aller bede und vom gewerbekauf. Eberstadt ursprung des zunftwesens 88. vgl. auch Uhlirz mittheil. d. inst. f. österr. geschichtsforsch. 19, 186.
 
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gewerbe-, gewerbskenntnis, f. , vgl. gewerbekunde, handelskunde, handlungskenntnis. das compositum ist in zwei hauptverwendungen belegt: in der einen (pluralgebrauch) werden die errungenschaften der gesammtheit gekennzeichnet, die andere bezieht sich auf die stellung des einzelnen zu den anforderungen einer bestimmten gewerbeart.
1) nicht die zünfte waren es, welche im mittelalter die früheren gewerbskenntnisse erhielten, und unseren jahrhunderten mittheilten. Lotz staatswirthschaftslehre 2, 100; zur verbreitung nützlicher gewerbs-kenntnisse ... sollen sie (die beiden gewerbsvereinsvorsteher) durch belehrung und beispiel wirken. bayr. verordnung von 1826 (reg.-blatt 123); diese zwecke (der gewerbsvereine) sind: verbreitung nützlicher gewerbskenntnisse unter den vereinsmitgliedern .. unterstützung dürftiger gewerbsangehöriger. Schlichthörle gewerbsbefugnisse in München 1, einl. s. 86; wer von euch sich mit dem glauben herlassen wollte, die zünfte und innungen verbürgen ... die vervollkommnung der gewerbekenntnisse ... der würde gar bald zu der überzeugung vom gegentheil gelangen. Orsbach zünfte u. innungen 62.
2) es läszt sich unabhängig von der beabsichtigten vermehrung der gewerbskenntnisz auch noch ein moralischer nutzen des wanderns denken. (J. G. Hoffmann) d. interesse d. menschen bei d. besteh. zunftverf. 102; vorrichtungen der gewerbsstätte, zu deren vervollkommnung und betrieb er seine gewerbskenntnisse und sein vermögen anwandte. Reingruber natur der gewerbe (1815) 7; bei verleihung des meisterrechts könne es nur auf eine entscheidung darüber ankommen, ob hinlängliche gewerbskenntniss vorhanden sei. Rohrscheidt 624; die personal-erfordernisse zur erwerbung von gewerbebefugnissen sind groszjährigkeit ...; die rücksicht auf das geschlecht ...; gewerbekenntnisz. Kleinschrod beitr. zu einer deutschen gewerbeordnung 80 (aus der österreich. gewerbeverfassung); wie die anzahl jener beschaffen sei, welche voreilig, ohne zureichende gewerbskenntniss und verlagsmittel sich in gewerbliche etablissements stürzen. Kleinschrod 39.
 
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gewerbe-, gewerbsklasse, f., vgl. DWB gewerbegruppe: endlich kommt noch zu bemerken, dass ein zwischen einzelnen handels- und gewerbsclassen getroffenes übereinkommen über ihre gegenseitigen gewerbs- und handelsrechte ... ungültig sei. Barth-Barthenheim 1, 291; so läszt sich wohl sehr leicht die frage beantworten, in wie fern und in wie weit das gewerbe des kaufmanns produktiv sein mag, das man gewöhnlich unter die produktiven gewerbsklassen zu zählen pflegt. Lotz staatswissenschaftslehre 1, 186; die überfüllung der verschiedenen gewerbsklassen. Orsbach 262; so könne man den taxirten gewerbsklassen nur einen mangelhaften ersatz ihrer auslagen zugestehen. Rohrscheidt 286; dazu gewerbeklassensteuer, f. (Kleinschrod 42).
 
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gewerbeknecht, m., vgl. handelsdiener u. a.: warf er auch einen prüfenden blick in die bücher ... und nahm mit befriedigung wahr ... dass der gang seiner handlungsangelegenheiten ... sich gelassen vorwärts bewegte ... dann schellte er dem gewerbeknecht, der im hause wohnte, und befahl ihm, das comptoir zu schlieszen. G. Keller Martin Salander cap. 15.
 
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gewerbekosten, s. DWB gewerbskosten.
 
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gewerbe-, gewerbskraft, f.: durch allgemeine ehrenfestigkeit und anmassungslose gewerbskraft ausgezeichnet. Pestalozzi 9, 78. vgl. auch kunst-, erwerbs- und berufskräfte 43, 263; an der spitze aber dieser concentrierten gewerbekraft steht ein gewerbe - ministerium. Windwart rettung d. gewerbestandes (1848) 10.
 
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gewerbekrankheit, f., vorwiegend im plural gebraucht: gewerbekrankheiten sind solche, welche infolge des betriebs eines gewerbes entstehen. Thiel 4, 426; ich verstehe ... unter 'gewerbekrankheiten' ausschliesslich diejenigen krankheiten, welche die arbeiter gewisser betriebe regelmässig bei längerer arbeit in denselben zu befallen pflegen, und welche durch ihre ganz charakteristischen merkmale kenntlich sind; z. b. die bleivergiftung.

[Bd. 6, Sp. 5564]


Wengler archiv f. öffentl. recht 15, 492; vgl. Merkel u. Hirt gewerbekrankheiten3 Leipzig 1882. E. Winkler über gewerbekrankheiten der oberen luftwege des ohrs u. a. vgl. auch gewerbliche krankheiten.
 
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gewerbekreis, m.: für eine angemessene anzahl von gewerbebezirken sollen gewerbekreise gebildet ... werden. verh. u. beschl. d. handwerker- u. gewerbecongresses zu Trier 1849.

 

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