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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
gewerbchen bis gewerbedorf (Bd. 6, Sp. 5542 bis 5543)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gewerbchen, n., vereinzelte diminutivform neben dem häufiger belegten gewerblein (s. d.). beide formen sind hauptsächlich in wörterbüchern verzeichnet; unsere form ist auf die anlehnung an gewerbe - quaestus beschränkt: gewerbchen, gewerblein quaesticulus. Hederich 1, 1422.
 
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gewerbe-, gewerbsconcession, f., vgl. gewerbebefugniss, gewerbeberechtigung, gewerbeerlaubnis: konzessionen zur treibung städtischer gewerbe auf dem platten lande. preusz. gesetzsammlung von 1806—1810 s. 496; im register werden sie als gewerbekonzessionen bezeichnet; gleichwie guter leumund überhaupt eine nothwendige vorbedingung jeder ansässigmachung ... ist, ebenso wird derselbe auch zu jeder gewerbs - concession erfordert. verordn. betreffend das gewerbswesen. regierungsblatt für Bayern (1826) s. 93; daher ist ... an die aufhebung der ausschliesslichen gewerbeberechtigungen ... der berechtigung zur erteilung von gewerbekonzessionen ... die aufhebung der für den gewerbebetrieb zu entrichtenden abgaben .. angereiht. entscheid. d. reichsger. in civils. (1882) 6, 93.

[Bd. 6, Sp. 5543]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version)  gewerbe-, gewerbscongress, m.: und allerdings ist aus Preuszen, wo gewerbefreiheit ist, namentlich durch die von Berlin zu dem Hamburger gewerbecongresse abgeordneten gewerbtreibenden der wunsch geäuszert worden, die gewerbefreiheit zu beschränken. stenogr. ber. d. Frankf. nat.-vers. 1, 759a; verhandlungen und beschlüsse des handwerker- und gewerbe - congresses zu Trier im april 1849.
 
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gewerbeconsens, s. DWB gewerbsconsens.
 
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gewerbe-, gewerbscorporation, f.: (es wird gestattet) das schuldenfreie gewerksvermögen der abzulösenden zünfte und gewerbs-korporationen dazu in beschlag zu nehmen. erster entwurf eines gewerbepolizeiedicts von 1810 bei Rohrscheidt 413; zugleich (wurde) aufgetragen, ... die verschiedenen handels-, fabriks- und gewerbs-korporationen in kenntniss zu setzen. Barth-Barthenheim 2, 363; schon damals erkannte man sehr wohl ... das durch die zunftlichen institutionen so für die gewerbecorporationen auch für das allgemeine hervor gehende schädliche. Orsbach zünfte u. innungen 23; wer das meisterrecht besitze, möge er nun mitglied einer gewerbskorporation sein oder nicht. Rohrscheidt vom zunftzwange zur gewerbefreiheit 624. dazu vgl. auch unter gewerblich.
 
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gewerbecuratel, s. DWB gewerbscuratel.
 
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gewerbedepartement, n.: unmittelbar unter dem gewerbe-departement stehen: .. 2) die technische gewerbe- und handelsdeputation. verordn. über d. veränderte verfass. aller obersten staatsbehörden, s. gesetzs. f. d. preusz. staat 1810, s. 13; die provinzialregierungen sind mit errichtung dieser commissionen unter genehmigung des gewerbedepartements beauftragt. ges. über d. polic. verh. d. gewerbe, preusz. gesetzs. 1811, 273 (departement für gewerbe und handel 1811, s. 145).
 
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gewerbedeputation, gewerbsdeputation, f. , vgl. DWB gewerbsausschusz, s. d.: dieser sektion werden unmittelbar untergeordnet: 1) die zu errichtende technische gewerbs- und handelsdeputation. verf. der obersten staatsbehörden, s. gesetzs. f. d. preusz. staat 1808, 365; gewerbe- und handelsdeputation 1810, s. 13.
 
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gewerbedespotismus, m.: zunftzwang und gewerbedespotismus konnten in dem neuen staatsorganismus (Preuszens nach 1806) ebensowenig eine stelle finden, als erbunterthänigkeit und adelsprivilegien. Rohrscheidt vom zunftzwange zur gewerbefreiheit 329.
 
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gewerbe-, gewerbsdienst, m.: jedermann hat das recht, die gewerbsarbeit, gewerbsdienste ... bei einem beliebigen gewerbsinhaber ... zu bestellen. verordnung betr. d. gewerbswesen § 18 im regier.-blatt f. Bayern (1826) 104; die gewerbedienste sollen nichts anderes sein als eine besondere form der allgemeinen bürgerfron, sodass beide verpflichtungen ein und demselben rechtsverhältnis entstammen. Eberstadt ursprung des zunftwesens 61.
 
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gewerbedorf, n., vereinzelte gelegenheitsbildung, steht wie gewerbeort in gegensatz zu dem vielverwendeten gewerbestadt (s. d.), das die älteren wörterbücher durchzieht. während dieses überwiegend dem begriffe commercium dient, bringt unser compositum den engeren neuen begriff gewerblicher betrieb zur geltung: der groszherzog von Baden ... begab sich ... nach dem stadtgarten und besuchte dort das gewerbedorf und die elektrizitätsausttellung in der (Karlsruher) gewerbehalle. bad. hofber. 1902.

 

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