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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
geweihende bis geweiht (Bd. 6, Sp. 5439)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) geweihende, n., geweihende, point, branch; die drei untersten geweihenden des hirsches (aug-, eis- und mittelsprosse), the rights. Muret deutsch-engl. wb. 2a, 875c.
 
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geweihfarn, m., geweihfarn, pod-fern (cera topteris). Muret deutsch-engl. wb. 2a, 875c.
 
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geweihflechte, f., geweihflechte, cladonia. Muret deutsch-engl. wb. 2a, 875c.
 
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geweihkolben, m., geweihkolben, knob. Muret deutsch-engl. wb. 2a, 875c.
 
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geweihkrone, f.: kam er ... vor dem bekannten jägerhause an, dessen ächte geweih-kronen auf den hölzernen hirschköpfen er bis auf jedes ende auswendig wuszte. J. Paul (leben Fibels 11) 54, 66.
 
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geweihlos, adj.: die geweihlosen weibchen (der Gangesrehe) sind indessen schwerer von den damweibchen zu unterscheiden. Oken allgem. naturgesch. 7, 1287.
 
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geweihrosenstock, m., geweihrosenstock, bur. Muret deutsch-engl. wb. 2a, 875b.
 
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geweihsprosse, f., antler, snag (nicht verzweigte) dague. Muret deutsch-engl. wb. 875c; antler .. die geweihsprosse, das geweihende. Grieb-Schroer engl.-deutsch. wb. 51c; vgl.antlers, DWB die jungen hörner oder enden am geweih eines jungen hirschen. Ludwig 1, 24; antler, die augen oder weidsprosse (am hirschgeweihe). Hilpert 1, 34b.
 
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geweihstange, f.: der jäger zählt die äste an beiden geweihstangen und nennt sie enden. Thiel 4, 423a; in der zeit vom dezember bis mai ... schwillt das unter dem perlenkranze liegende ringgefäsz an und dringt gröszer werdend und die knochensubstanz aufzehrend in diese ein, bis es die geweihstange vom rosenstock gleichsam abgeschnitten hat. Giebel naturgesch. d. thierreichs 1, 373.
 
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geweihstuhl, m., geweihstuhl, stephanium, heiszt jene stelle am hirschkopf, wo ein geweih aufsitzt. Behlen 417; das gehörn des rehhirsches ist dünn und klein, mit unmerklichem geweihstuhle. 414.
 
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geweiht I , participiales adjectiv, unmittelbar vom substantiv geweih (s. d.) abgeleitet. das wort gehört der engeren jägersprache an und kennzeichnet den gegensatz zu geweihlos (s. d.). geweiht, geweihtragend; geweihter hirsch, royal (stag) fam. Muret deutsch-engl. wb. 2a, 875c;

trara, trara!
die meute ist da!
es kehrt zu holz
der edelhirsch so stolz —
hört ihr von fern sein brunftgeschrei?
geweihte kämpfer sind dabei —
trara, trara!
die meute ist da!
H. Laube jagdbrevier (lied zum auszuge) 150.

im engeren sinne wird mit geweiht eine bestimmte entwicklungsstufe der geweihbildung gekennzeichnet: geweihte hirsche sind solche, die mindestens augensprossen (die ersten zinken am geweih) haben; spieszer, knöpfchen, hirschchen und männliche kälber sind also ausgeschloszen. Guido Hammer wild-, wald- u. weidmannsbilder (gartenlaube 1861) 149; geweihter hirsch ist nach der jägersprache mehr als spieszer, aber weniger als ein acht- oder zehnender, also vierender oder sechsender, über zehn enden ist capitalhirsch. mitteil. aus Blesewitz in Pommern.

[Bd. 6, Sp. 5440]


den gegensatz dazu kennzeichnet die verbindung hochgeweiht: aufs neue jagten sie (die hunde) einen hochgeweihten hirsch hervor, und weit den übrigen voran sprengte der graf ihm nach, ihn mit dem wurfspiesze zu erlegen. E. v. Houwald (die bärenburg) 5, 11; als der förster an mich herankam, versicherte er mich, dasz er auf den starken hirsch, den er als einen capitalen, hochgeweihten burschen beschrieb, vortrefflich abgekommen sei und denselben auch gekennzeichnet habe. Guido Hammer weidmannsbilder (gartenlaube 1863) 328a. dieses adjectiv erscheint auch gern substantiviert: noch einmal liesz die schmerzensvolle angst den hochgeweihten sich emporraffen und aus den düstern fluthen heraussteigen. ebenda 151a, vgl. auch th. 4, 2, sp. 1622.

 

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