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gewebeschneidemaschine bis gewegen (Bd. 6, Sp. 5394)
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[Bd. 6, Sp. 5394]


Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gewebeschneidemaschine, f.: gewebeschneidemaschine, s. zuschneidemaschine. Lueger lex. d. ges. technik 4, 633.
 
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gewebsel, n., neuere bildung zu websal (s. d.):

doch die seltsamste sache dünkte dem Sigfrid
ein weiches gewebsel, zusammengewickelt
und eben nur armdick, doch anderthalb ellen
vom sattel hängend auf beiden seiten.
das rollt er aus neugier rasch auseinander:
es war ein gewand wie von spinnengewebe,
kaum fühlbar dem finger, doch fest wie stahldraht.
Jordan Sigfridsage, 3. gesang (s. 88).


 
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gewebt, participiales adjectiv, jüngere participialform zu weben, vgl. oben geweben: gewebet, gewürcket, textus, textilis. Henisch 1595. ebenso Rädlein 1, 382a. Aler 935. Bayer 291a. Steinbach 950 u. a.; beauftrage doch Bellin, dass er sich von der mamsell diejenigen feinen hemden geben lässt, welche noch von mir dort sind, und 1 duzzend gewebte strümpfe. Bismarck (an seinen bruder 1846), s. Kohl Bismarckbriefe 39.
 
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gewechselt , particip praet. zu wechseln (s. d.).
1) der attributive gebrauch: die hin und wieder gewechselte schreiben. E. F. v. Wetzhausen waarheit allgemeiner kirchen (1652) A 4a; es ward derohalben dieselbe (die mutuelle correspondentz) auf einen festen fusz gesetzet, ... dasz die damahls gewechselte schreiben so junger personen zur beschämung vieler erwachsenen gebraucht werden konten. Zinzendorf kl. schriften 611; Natalie legte ihm die gewechselten briefe vor. Göthe (W. Meisters lehrjahre 8, 4) 20, 183; nach einigen gewechselten complimenten ... sagte dieser. Stillings häusl. leben 164; nach einigen hin und wieder gewechselten komplimenten setzte sich also don Eugenio zu der jungen dame in den wagen. Wieland (Sylvio von Rosalva 4, 3) 11, 289.
2) eine isolierte bedeutung, die nur dem particip zukommt, findet sich in der handwerkersprache, wo er unmittelbar auf das substantiv zurückführt: gewechselt nennt man einen balken, der nicht von einer mauer bis zur andern reicht, und auf dieser aufliegt, sondern von seinen nebenbalken dadurch getragen wird, dasz in diese ein wechsel eingezapft wird, in welchem der gewechselte, richtiger aber der abgetrumpfte balken gleichfalls mit zapfen ruht. Helfft wb. d. landbaukunst 143.
 
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geweckt I , participiales adjectiv zu wecken (s. d.): mochten wir uns auch sagen: dieser letzte feind kann siege, aber keine dauer mehr erringen, denn er musz ein gewecktes bedürfnisz (nach einigkeit) wieder ersticken, welches nicht eine parteifrage, sondern das bedürfnisz eines volkes ist, er musz die endlich gefundene deutsche nation wieder ersticken. Laube 1. deutsches parlament 2, 309. in der neueren sprache wird das particip gelegentlich sowol für aufgeweckt als auch für auferweckt, erweckt (vgl. theil 3, sp. 1048) gebraucht.
1) ein geweckter knabe, junge; vgl. ein geweckter kopf, ein munterer patron. Th. Mann Buddenbrooks 1, 109.
2) der pietismus hatte eine anzahl geweckter zusammengeschlossen. G. Freytag (bilder aus der d. vergangenheit 4, 1) 21, 69; vgl.erweckte seelen Zinzendorf kl. schriften 406 u. a.; aufgeweckte gemüther Spener kl. geistl. schriften 622 u. a.
 
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geweckt II , eine von dem substantiv weck unmittelbar abgeleitete bildung der heraldischen sprache: geweckt in den wappen, gall. fuselé, fusis oder cuneis distincium, schräge creuz-linien, machen solche an zwei enden spitzige feldlein. Frisch 2, 427b; ebenso Chomel 4, 1041.
 
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gewecktheit, f., substantivbildung zu geweckt I, 1: aber es lag eine besondere gewecktheit in der harrenden (Marann') und wie sie immer hinaushorchten, um ihren sohn kommen zu hören, so war sie eigenthümlich wach. Auerbach barfüszele ges. schriften 9, 72.
 
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gewef, s. DWB gewäff.
 
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gewege I , s. DWB gewäge.
 
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gewege II, n., verbalsubstantiv zu wegen, bewegen (s. d.): als denn habt ihr euere brechstangen, brecheisen, ziegenfüsse u. gewege, damit ihr die wände abwegt (durch bewegen ablöst) u. werffet. Mathesius Sarepta 12, 545, vgl. Göpfert sprache d. S. 36. vgl. auch Frisch 2, 415.
 
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gewegen, verb. in der älteren sprache sind mehrere infinitive in dieser form bezeugt, vgl. DWB gewegen neben wegen, althochd. wegan, librare (s. Graff 1, 655. mhd. wb. 3, 634a); vgl. DWB gewegen neben wegjan, movere (Graff 1, 658. mhd. wb. 3, 644a, s. DWB bewegen) und neben wegôn, intercedere (s. Graff 1, 661. mhd. wb. 3, 640b); vgl. endlich die unmittelbare ableitung zu weg (gewegen noch gebrücken noch gestegen. Trist. 11815). mhd. wb. 3, 640a. fast in allen fällen ist hier an stelle des präfixes ge frühzeitig be getreten,

[Bd. 6, Sp. 5395]


vgl. DWB bewegen theil 1, sp. 1768 ff. in die neuere sprache reichen nur verwendungen von gewegen = movere: da berietten si sich das si ainen stain der in dem mittel lag aufheben und verpäuen wolten, und da in zwen oder drei nit gewegen. mochten da fgten sich mer z in. Gregor, dialoge (Augsburg 1473) 2 cap. 9; da flugen zwen adler und vielen in das banner, das man darvon gewegte. Muglein Valerius Max. 11b (1488);

ein baum, den man nit gewegen mag.
S. Brant narr. g 5;

'nit ain herel drumb geben oder gewegen'. Aventin (rudimenta grammaticae) werke 1, 482.

 

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