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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
gewandmarkt bis gewandscherer (Bd. 6, Sp. 5297 bis 5298)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) gewandmarkt, m., zu gewand = pannus, vgl. kleidermarkt theil 5, sp. 1081: wir gebieten und setzen, das nieman uf kainem

[Bd. 6, Sp. 5298]


marchte ze Pare, ze Trais, ze Prufiz und ze Läni sol da chain linwat verchfen, wize noch rowe, wan trie tage vor dem gewande marchte. verordnung d. stadtrathes zu Konstanz (1289) in zeitschr. gesch. Oberrheins 4, 49.
 
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gewandmasz, n.: von gewandmasz: 22 tch ist ain sam gwantz, 24 elen machen ain tch, 45 parchent ist ain fardal, 18 elen ist ain parchent. (15. jahrh.), s. Schmeller 12, 582.
 
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gewandmeister, m.
1) aufseher über die gewandkammer: in der sele closter sol got ünser herre prior sin. beschaidenhait subprior. armuot schaffner. vorhte portner. demuetkait gewantmaister. minne diu regel. warhait der lesmaister. von der sele closter, altd. predigten u. gebete 51, 2 bei Wackernagel.
2) vestiarius, ein gewandmeister oder ein kleiderverkauffer. Hulsius (1632) 389a, ebenso Ambros. Calepinus (1654) 2, 587.
 
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gewandmeisterin, f., zu gewandmeister 1): das amt der aller gewandmaisterin hat drei unterabtheilungen: die wuline kamerin ... die lini kamerin ... die belczmaisterin. amtbuch d. Dominikanerinnenklosters zu Medingen bei Strauch Margarethe Ebner u. Heinrich v. Nördlingen 336.
 
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gewandnadel, f.: die gewandnadel oder fibel. Ranke der mensch 2, 594; sie (die nadel) dient vornehmlich einem doppelten zweck: entweder zum nähen (als nähnadel) oder zum zusammenheften — und halten des gewandes oder haares (als gewand- und haarnadel). 570, vgl. auch Schrader reallex. d. indogerm. altertumskunde 291 u. 730.
 
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gewandner, m., s. gewander.
 
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gewandrolle, f.: gewandrolle (ältere sprache) wäscherolle. Unger-Khull Steir. wortsch. 290. die bedeutung von wäsche für gewand, die in bezug auf die erklärung von badegewand (vgl. sp. 5237) von wichtigkeit ist, wird für die ältere steirische sprache ebendort auch aus den compositis gewandsack (sack für wäsche) und gewandseil (wäschestrick) erwiesen.
 
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gewands, n., mundartliche collectivform für gewand = vestimentum, s. oben sp. 5266.
 
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gewandsame, m., vgl. kleidersame theil 5, sp. 1082: man möcht disz gewechs (botris, draubenkraut) auch gewand oder mottensamen heissen, darumb das die weiber zu Parisz legens zwischen die kleider und leinen getch in die arcken, von wegen des süssen lieblichen geruchs. Bock kräuterb. 335a; gewandsamen, chenopodium botrys. Nemnich lex. d. naturgesch. 3, 192 (unter chenopod. botrys 1, 1014 fehlt unser wort, hier nur traubenkraut, mottenkraut u. s. w. angeführt).
 
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gewandschere, f., s. DWB wandschere, forfex. mitteld. voc. rer. des 15. jahrh., vgl. Diefenbach-Wülcker 1, 619: forfex filorum gwandtscher. Aventin (appendix grammaticae) werke 1, 568, vgl. auch 1, 392; gewantscher, forfex. voc. incip. theut.; gewandscheer, schneiderscheer, f., ciseaux de tailleur, forfex. deutsche übertragung von Pomai grand dict. royal 132b.
 
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gewandscherer, m.: gewantscherer, pannicisor, pannitonsor idem gewantschneider, vulgo tuchler pannicida, pannicisor. voc. incip. theut.; Gunther gewantscherer, wird in einer verkaufsurkunde von 1399 im Pegauer stadtb. (2b) aufgeführt.

 

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