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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zugpferd bis zugreif (Bd. 32, Sp. 438)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zugpferd, n., Stieler 1441; Kramer 2, 1452b, zuerst im 14. jh.: hette auch ein man auf seynem furwerge ein redtpfert (reitpf.) oder zogpferdt, die er verkeufen wolde stadtwillkür v. Eisenach, Thüringer geschichtsqu. n. f. 6, 22; so wie ein edles ross weiter vom wege abführen kann, als ein gemeines zugpferd br. die neueste lit. betr. 15, 174. —
 
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zugpflaster, n., zugeplaster, züheplaster Pfolspeundt bündt-ertznei (1460) 2. in frühnhd. zeit ein wundpflaster: ceratum ein lind zugpflaster allein mit wachsz und öl angemacht Frisius 210b; sodann das apostema offen ist, so soll man ein zugpflaster von gummis und colophonia darauff legen Paracelsus opera (1616) 1, 686a. dann, so noch heute, ein hautreizendes, blasenziehendes, schmerzhaft wirkendes pflaster Stieler 500; Kramer 2, 204b: der hat im ein gar scharpffes zugpflaster auff sein ohr gelegt S. Feyerabend ungarische chr. 137a; er (der arzt) belegte den (abgestorbenen) arm mit zugpflastern, hieb ihn mit nesseln, aber alles umsonst Jung-Stilling 1, 360. ihr solltet das übel durch milde zum guten wenden, nicht .. öl ins feuer gieszen und zugpflaster statt der heilsalbe auflegen Raumer Hohenstaufen 4, 96.
 
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zugraben, v., Diefenbach 297c; Stieler 691; mnd. tograven Schiller-Lübben 4, 564a; gewöhnlich mit erde bedecken, vergraben, begraben Dentzler 2, 367a: ... soll man disz kraut ... widerum versetzen und unten um die wurtzel mit neuem mist umlegen, darnach widerum zugraben Sebiz feldbau 184; so graben sie ihn dann gar zu (den toten priester, der zuerst sitzend, nur bis zum gürtel begraben ist) Schiltberger reiseb. 107 lit. ver. nd. durch einen graben absperren: wen einer ein neyen thun macket, mag he en vordedigen und einen knick darumb macken ..., averst nicht thograven weisth. 3, 234.
 
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zugrad, n., an einer winde Diefenbach 26b; n. gl. 193b; Stieler 1500. bes. am brunnen, haustrum Diefenbach 273c; n. gl. 201a: so musz man bronnen mit eim zugrad zurüsten Sebiz feldbau 12. —
 
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zugrädlein, n., Kramer 2, 250b. —
 
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zugramme, f., grosze ramme Jacobsson 4, 723a; Benzler deichbau 2, 131.
 
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zugrappen, v.: der hockete .. zu uns nieder, asz was ihm gefiel und grabte mit der hand zu, was ihm zu anderer zeit zu essen beliebete, und liesz es ihme hinweg tragen türk. vagant (1683) 77. —
 
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zugräppisch, adj.: so weysz ich, das die warheyt tieff vergraben, aller welt verborgen und zgreppisch (l. unzgreppisch?) ist S. Franck weltb. (1534) vorr. a 5b.
 
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zugrebe, f., rebe eines starken weinstocks, auf fünf bis sieben augen geschnitten Hübner-Rüder 4, 1036b.
 
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zugrecht, n., nd. tochrecht Schiller-Lübben 4, 558. 1) das recht auf rechtserholung, s. DWB zug I 9, sp. 380; Zedler universallex. 63, 1193: zugrecht freundrecht etiam est jus retractus Stieler 1550. s. auch zugordnung 2. 2) zug- oder kaufrecht Stieler 1550, ein einstandsrecht bei einem verkaufe von liegender habe, in diesem sinne wird auch zug gebraucht, was zu zug I 9 nachzutragen ist, auch zugsgerechtigkeit, besonders in der Schweiz, siehe Bühler Davos 1, 239 anm.: dasz in verkauf oder erkaufung der güeter des zugs oder einstands halben bede teil einander nit gefährden, sondern wie herkommen, billiche gleichheit halten, auch jedem sein habend zugsgerechtigkeit von recht und gewonheit wegen frei und bevorstehen stadtrecht v. Neuenburg am Rhein 104 Merk; von der gemeinde Oberried im Rheinthal erwarb er seinem kanton das zugrecht auf eine der schönsten alpen am hohen Säntisberg, wenn sie je feil werden sollte Zschokke 9, 69; auf Calvin's brief, als die mir zur historie nöthig sind, lege ich cri de haro und habe zugrecht Joh. Müller an Gleim 2, 250 Körte. 3) freizügigkeit Mommsen röm. gesch. 14, 777.
 
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zugreif, m., wie zugriff: nechsten tags davor ..., do man den zugreif und einfall gethan M. Cronthal Würzburg im bauernkriege 16.

 

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