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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zugfähigkeit bis zuggebiet (Bd. 32, Sp. 425 bis 427)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zugfähigkeit, f.: je nach kraft und zugfähigkeit der vorgespannten thiere E. Langer aus dem Adlergebirge 1, 202, des dampfwagens Moltke 2, 252. —
 
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zugfeder, f., elastische feder an maschinen Hoyer-Kreuter 1, 875; eines wegzählers an einem wagen Hulsius vierter tractat der mech. instr. (1615) 10. —
 
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zugfenster, n. 1) fenster zum auf- u. niederziehen Gutzkow zauberer v. Rom 7, 37; Stifter 5, 1, 336. 2) fenster eines eisenbahnzuges: er sieht nicht die .., erschreckten gesichter der reisenden in den zugfenstern G. Hauptmann bahnw. Thiel 47. —
 
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zugfensterlein, wie zugfenster 1 Zschokke 18, 239. —

[Bd. 32, Sp. 426]


zugfest, adj.: mehrere gute zugfeste pferde stehen ... zum verkaufe Gieszener anzeiger 23. 7. 1870; Göttinger tagebl. 11. 9. 1909; diese polnischen knechte .. sind .. die ganze woche hindurch zugfest, arbeitsam und unverdrossen B. Goltz jugendleben 1, 355; zugfeste tugend hinter den feigenblättern 1, 7. —
 
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zugfestigkeit, f., von pferden v. Alten 1, 547. in der technik fest eingeführt für stoffe u. gegenstände, die zug (s. DWB zug I A 2) aushalten sollen 1, 311; 2, 789; Muspratt 1, 704; Blaschke elektrotechn. 144. dafür giebt es zugfestigkeitsprüfer Muspratt 6, 1865. —
 
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zugfisch, m. Adelung: zugfische, die den sommer- und winteraufenthalt wechseln Wimmer gesch. d. d. bodens 410; aus wellichem ervolget ..., dieses seien die rechten remoren und zugfisch, von welchen zu anderen zeiten viel gesagt worden H. Frölich offenbarung der natur (1591) 236. er (der hai) .. geht ... den zugfischen nach Oken allg. naturg. 6, 61. —
 
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zugfrohne, f., frohndienst mit pferden, spanndienst: Schrader d.-frz. wb. 2, 1691; in Maschakotten (Westböhmen) waren 3 tage zugfrohne, 13 tage handfrohne zu leisten A. John sitte, brauch u. volksglaube 334. —
 
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zugführer, m., anführer eines zuges, eines reiterzuges Hebbel I 7, 6, in einem maskenzuge G. Keller 2, 178, auch von affen Brehm 1, 26 P.-L. vergleichsweise u. übertragen: die armen schafe sagen zu ihrem zugführer: 'gehe nur immer voran, so wird es uns nie an muth fehlen, dir zu folgen' Nietzsche 4, 286; Mentzer, der zugführer in jenem streit A. Tholuck vorgesch. des rationalism. I 2, 36. heute vorwiegend als dienstliche bezeichnung für den führer eines eisenbahnzuges oder eines zuges bei einer truppe: zugführer und schaffner rannten über den kies nach dem ende des zuges G. Hauptmann bahnwärter Thiel 45; bei den landwehrübungen sollten sie (die vicefeldwebel d. l.) unteroffizierdienste thun oder, wo offiziere fehlten, als zugführer eintreten Fr. Meinecke Boyen 2, 564.
 
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zuggans, f., anser segetum Brehm 6, 608 P.-L.
 
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zuggarn, n. , ahd. zuggigarn verriculum Graff 1, 492, mhd. zügegarn Diefenbach n. gl. 369a, auch in der form zochgarn Orsäus nomencl. 205.
1) es ist in erster linie ein fanggerät der fischerei, ein breites netz, das mit den an den enden angebrachten seilen durch das abzufischende gewässer gezogen wird Jacobsson 4, 722b. heute wird es vom zugnetz unterschieden, wie garn vom netz, als engmaschiges netztuch, das die fische absperrt, während sie beim netz sich in den maschen fangen Meyer konversationslex. 66, 614, vgl. DWB garn th. 4, 1, 1365f., wo dies nachzutragen ist. nahe steht nd. wade, s. th. 13, 2570. in den älteren glossen u. wbb. verdeutscht es verriculum Graff; Dasypodius 258a; Corvinus (1623) 880; Stieler 611, everriculum Frisius 486b; Golius 282, sagena Maaler; Golius; Stieler, traga Diefenbach n. gl. 369a. es wird gleichgestellt mit wate, wade voc. theut. (1482) k k 5b; Bas. Faber 924a; Corvinus 880, spreitgarn Calepinus xi ling. 1528a, streichgarn Heppe lehrprinz 48. weitere belege: in den groszen seen werden grosze weite netze und seegen gebrauchet ... darnach sind auch die zuggärne gerichtet, dasz sie, wo nicht den ganzen, doch den halben flusz damit überstreichen und von der andern bloszen seite die fische einjagen Hohberg georg. cur. 2, 487; die gottes treue knechte verlieszen fischerzeug, zuggarn und war zu rechte der armen nahrung dienet Treuer Dädalus 1, 102;

wo ein greis die reusen hebt,
und am schilf das zuggarn schwebt
J. H. Voss ged. (1802) 6, 195.

seltener ist es als fanggerät für vögel: pantherum vogelgarn, zuggarn zu allerley vogel miteinander zu fangen Corvinus (1646) 342; wanns tiefen schnee hat, (sind) vögel mit dem zuggarn ... fangen zu lassen Hohberg georg. cur. 1, 140; wann man ... das netz ... unter ein zuggarn stellt, so die alten auch fängt Naumann 2, 1, 485. auch für wilde thiere: und fulen alle ... in eyn zuggarn, welches den wölffen gestellet ward Fischart geschichtklitt. 379 ndr.

[Bd. 32, Sp. 427]



2) übertragen: dieweil aber der pfarrer gewust, das der weiber schmuck des teuffels zuggarn ist H. Rauscher papist. lügen (1562) C viia; sich vertröstend, dasz er desto mehr in ihre zuggarnen eingehen solte, je weniger er dafür wäre gewarnet worden Zesen Lysander und Kaliste 269. beliebt bei Jean Paul 1, 196; 316; 7/10, 49; 295; 408 H.
 
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zuggebiet, n., von zugvögeln Brehm 6, 603 Pechuel-Lösche.

 

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