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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zugband bis zugbrücke (Bd. 32, Sp. 398)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zugband, n. 1) eisernes band oder stange, welches zur befestigung eines bauwerks dient: mehr muss die mölen ... versehen seyn, mit .. eck- und zugbanden H. W. Kirchhof milit. disciplina 25; zween guten starcken eyssen hacken .., an welches das rohr (der kanone) mit ... eim besonder zugbandt auff das festest angebunden Fronsperger 2, 13a. an rädern Fleming vollk. t. soldat 61, an mauern Jacobsson 8, 283b, trägerbauten v. Alten hdb. f. heer u. fl. 1, 497, brücken Karmarsch-Heeren 23, 82 u. s. w. 2) in der spinnerei Karmarsch-Heeren 83, 152. 3) strippen an stiefeln Kramer-Moerbeck 438b. 4) bänder am schlunde von vögeln Naumann naturg. d. vögel 5, 423. —
 
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zugbar, adj.: trag- und zugbarer esel (Oberhessen). —
 
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zugbaum, m. 1) die auf dem kranz befestigten balken, an denen eine zugbrücke auf- und niedergezogen wird Jacobsson 4, 721b; Hoyer-Kreuter 1, 675. 2) wie zugarm, der baum, an welchem die welle einer maschine bewegt wird, auch tummelbaum Veith 596, Karmarsch-Heeren 93, 517. 3) früher ein werkzeug des gerbers:

er mich (der lederer die roszhaut) auff seinen zugpaum warff,
und mit eim messer herb und scharff
thet er mir all mein flaisch abfirmen
H. Sachs 5, 150 K.


 
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zugbecherchen, n., in der küche blecherne formen ohne boden Amaranthes frauenzimmerl. 2169; Jacobsson 8, 283b. —
 
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zugblase, f., auf der haut vom pflaster Blancard arzneiwb. 1, 368d. —
 
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zugblatt, am kummetgeschirr die seitenblätter, an denen die stränge befestigt sind v. Alten 4, 170; kein mensch weit und breit zu sehen, und die zugblätter schleift es (d. pferd) auf der strasze H. Stehr gesch. aus d. mandelhause (1913) 26. —
 
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zugbock, m., antilopenart Brehm 3, 349 Pechuel-Lösche.
 
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zugbohrer, m., böttecherwerkzeug, mit dem sie den boden eines fasses beim einsetzen handhaben Jacobsson 4, 722a; Hübner-Rüder 4, 1036b. beim herstellen von petarden gebraucht Fäsch kriegsingenieurlex. 273b; Zedler universallex. 63, 1218. dafür auch scheibenbohrer, ziehschraube. —
 
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zugbrett, n., zugbretter sind durchlöcherte bretter in der mostpresse, durch welche der most von den trauben gesondert wird Jacobsson 8, 283b. —
 
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zugbrief, m., vgl. DWB zug I B 9, literae mutui compassus, ein brief durch welchen die erlaubnis zu einer gerichtlichen ladung gegen eine person, die der eigenen gerichtsbarkeit nicht untersteht, von deren gerichtsherrn erbeten wird Besold thes. pract. 2, 675a; Stieler 240.
 
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zugbrücke, f., mhd. zogebrücke, nur ostmitteld. belegt, zuerst bei Ulrich v. Eschenbach, Jellinek 994, mnd. toch-, togebrugge Schiller-Lübben 4, 557a; me. tübrügge Stratmann-Bradley 623a. die einführung des worts scheint von Mittel- oder Norddeutschland ausgegangen zu sein. das wort kann jede art von brücke bezeichnen, deren tafel aufgezogen und niedergelassen werden kann, sei es um einen flusz oder kanal für die schiffe frei zu machen, oder als bestandtheil der befestigung. diese verwendung ist in der allgemeinen sprache die vorherrschende: und 2 rinken zur zogbrocken, icglich eines fuses wyt Marienburger tresslerb. 443 Joachim; hinter dem mölnhofe ... da sie die erden abgestochen uber dem sumpffe bei der zogebrucken, do haben sie ein blockhausz gesatzt chr. d. städte 27, 187 (Magdeburg 1524); es wollten auff ein zeit die Zürcher zug- oder fallbrücken und bollwerck an ihre pforten machen J. W. Zinkgref apophthegm. 331; ohne irgend angehalten ... zu werden, sahen wir uns nach und nach innerhalb der auszenwerke, der wälle, gräben, zugbrücken, mauern und thore Göthe 33, 143. —

 

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