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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zugangel bis zugatten (Bd. 32, Sp. 396 bis 398)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zugangel, f., besteht aus mehreren an einem seile mit einander verbundenen angeln, die quer über einen flusz gezogen werden Adelung; Hübner-Rüder 4, 1036b.
 
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zugangbar, adj., vereinzelt für zugänglich: eine ... leicht zugangbare insel Wieland Lucian 4, 223. —
 
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zugängig, adj., aus derselben zeit wie das vor. wort, hielt sich etwas länger: wir haben auch der kälte zu danken, dasz sie uns die moräste und brüche wegsam und zugängig macht bunzlauische monatsschr. (1774) 1, 81; (beide bibliotheken) ... für alle zeiten brauchbar und zugängig zu machen Göthe IV 32, 112 W. früher einmal im reimspiel: saturnische weisenfresser machen die process ... anhängig, und nimmer abhängig, sondern

[Bd. 32, Sp. 397]


jhe mehr zugängig und verlängig Fischart geschichtklitt. 250 ndr.
 
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zugängigkeit, f.: die reformation .. gab der kirchlichen organisation öffentlichkeit, zugängigkeit, kontrollierbarkeit Simmel philosophie des geldes 403.
 
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zugänglich, adj. , nl. toegangelijk, schon van Schueren theut. 399a Verdam, im dtsch. erst bei Göthe, der es sehr häufig braucht, und bei seinen zeitgenossen. die bedeutung schlieszt sich an zugang 3 an und enthält immer als gegensatz die vorstellung des unzugänglichen.
1) räumlich von dingen, 'erreichbar': jetzt .., da der frühling die zimmer zugänglicher macht Göthe IV 41, 7 W.; die stadt trug ... gar kein verlangen danach, ... (durch die eisenbahn) der übrigen welt zugänglicher gemacht zu werden W. Raabe hungerpastor 1, 246. 'unverschlossen', 'nicht verboten': das alte schlosz, welches ohne thor, ohne verwahrung jedermann zugänglich ist Göthe 30, 43 W.; seitdem die winklersche sammlung den künstlern nicht mehr zugänglich ist 48, 24. auf nicht räumliches übertragen: alle ämter waren allen bürgern zugänglich H. Grimm Michelangelo 1, 8; der galvanischen reizung sind alle nerven zugänglich Sömmerring bau des menschl. körpers 6, 733. insbesondere der kenntnis zugänglich: es giebt in der natur ein zugängliches und unzugängliches Göthe gespr. 6, 95 B.; auch das herrliche denkmal unsrer alten heldensage war damals noch fast niemanden bekannt oder zugänglich A. W. Schlegel 9, 156; obschon mir das actenstück gegenwärtig nicht zugänglich ist Bismarck ged. u. er. 2, 87 volksausg. es bedeutet geradezu 'begreiflich': erfordernis der thierfabel ..., sie müsse lauter einheimische, der volksanschauung zugängliche thiere enthalten J. Grimm Reinhart Fuchs vorr. xlvi.
2) zugängliche personen sind zunächst solche, an die man im eigentlichen sinne herankommen kann: weil wir ihre (der Franzosen) nächsten und zugänglichsten nachbarn sind E. M. Arndt für u. an s. l. Deutschen 1, 465; dazu musz der aufenthalt sr. k. h. jederzeit bekannt und erreichbar, der kronprinz für die minister persönlich zugänglich ... sein Bismarck ged. u. er. 1, 359 volksausg. in weiterem sinn bezeichnet es ein nicht stolzes oder ablehnendes wesen: niemand ist zu hause. deszwegen ist jeder zugänglicher, und zeigt sich doch auch eher von seiner günstigen seite Göthe IV 10, 283 W.; eine zwar halb taube, aber angenehme und zugängliche frau Hebbel br. 4, 418. insbesondere im verhältnis zu einwirkungen auf geist und gemüt: ebenso zugänglich und bestechlich .. wie jeder andere senator Mommsen röm. gesch.4 2, 131; der könig war militärischen einflüssen im laufe jener tage öfter und bereitwilliger zugänglich als den meinigen Bismarck ged. u. er. 2, 61 volksausg.; solchem unsinn zugänglich G. Keller 7, 201. —
 
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zugänglichkeit, f., nach zugänglich Adelung: die zugänglichkeit und der hafenreichtum Neuseelands Ratzel völkerkunde 2, 106; die zugänglichkeit aller stellen für talente aus dem bürgerstande Häuszer d. g. 32, 235; zugänglichkeit der kataloge hdwb. d. staatsw. 2, 795; was hier mythus ist, wird dort märchen, verliert dabei an groszartigkeit, gewinnt an menschlicher zugänglichkeit Ratzel 2, 311; seine zugänglichkeit für jedermann und seine freigebigkeit Ranke 35/36, 399; bei der zugänglichkeit für unberufene hintertreppeneinflüsse Bismarck ged. u. er. 1, 108 volksausgabe.
 
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zuganker, m., eiserne verankerung einer mauer Adelung; Hübner-Rüder 4, 1036c; Hoyer-Kreuter 1, 875. —
 
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zugarbeit, f. 1) arbeit, die im ziehen besteht: so wol hand- als zugarbeit (der unterthanen) v. Hohberg georg. cur. 1, 19. 2) herstellung gemusterter stoffe durch handweberei Jacobsson 4, 721b; Lueger 7, 883. —
 
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zugarm, m., Campe, der theil an einem getriebe, durch den es in bewegung gesetzt wird, z. b. die stange an einer aufrechten welle, an welcher das zugvieh zieht.
 
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zugast, m., im weinbau, aus den schenkeln des alten rebholzes entspringende zweige, die man als verlängerung

[Bd. 32, Sp. 398]


der reben benutzt, um lauben damit zu bedecken Kölges önolog. realwb. (1848) 750.
 
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zugatten, v.: jungfrau Heucheley, die habe er (der teufel) denen geistlichen zugegattet B. Schupp 841. nicht mehr üblich.

 

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