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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zufälliglich bis zufertig (Bd. 32, Sp. 355 bis 356)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zufälliglich, adv., accidentaliter Diefenbach 7c; Diefenbach - Wülcker 915: nit essentialiter das ist wesenlich, sonder accidentaliter oder zefelliklich Berthold v. Chiemsee 129; ob wir gleich etwas anders zuweilen zufelliglich furhaben zu predigen Luther bibel 7, 346 Bindseil (vorr. auf Jesaia).
 
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zufalls, adv.: meinet es geschehe on gefehr und zufalls also Luther 34, 2, 583 W.; plumpweis und zufals 34, 1, 52, s. th. 7, 1945 bei plumpweise.
 
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zufallung, f., mhd. zuovallung mhd. wb. 3, 221a: darnach ist er in zfallung der winterzeit mit vil gefangnen .. wider in Ungarn gezogen H. Boner Herodian (1532) 58a.
 
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zufällung, f.: und lobeten do god den almechtigen, das her uns das wasser und ander zufellunge also gnedigk hatte erczeiget K. Stolle thür. chron. 174 lit. ver.
 
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zufalten, v., mnd. tovolden chr. d. st. 16, 115, implicare Diefenbach 289b: dasselbig (brieflein) war klein zugefalten, und garn drumbher gewunden E. v. Meteren niederl. krieg (1614) 243b; tendere alicui manus einem die hände zufalten nomencl. (Hamb. 1634) 495;

nun falten
vor der umnachteten stirn die gerungenen hände sich bang zu
Klopstock Messias 8, 572.

[Bd. 32, Sp. 356]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zufang, m., eine flurbezeichnung wie anfang (Holstein), byfang (Basel): man dint auch in den hof von ainem agkher zunägst dem züfang gelegen dreissig pfennig urk. u. reg. z. gesch. v. Göttweig 3, 346 (bel. v. 1498). in Ulm für sauerteig Klein 2, 208; Jacobsson 8, 283b.
 
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zufärben, v.: zufärben des weines (durch hollunderbeeren) Karmarsch-Heeren 43, 358.
 
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zufäschen, v., verbinden, s. DWB fatsche binde th. 3, 1363: mit dieser salben schmiere die stätte (den buckel) ... warm, allzeit eine halbe stund, vor- und nachmittag, täglich zweymal, und allemal ein breitgeschlagen bley darauf gelegt, und zugefäschet v. Hohberg georg. cur. 1, 277.
 
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zufassen, v., etwas kräftig und entschlossen anfassen, wie zugreifen: hätte Eva nicht gejuckt, als der erste floh bisz, sondern zugefaszt und geknackt, so gäb es itzo keine flöhe mehr Alexis Roland v. Berlin 1, 389; ich sage dir — in .. Masuren werden sie schon zufassen Fontane I 1, 380. selten und nicht mehr üblich mit obj.: ich will nun diese frage etwas ordentlich zufassen Hippel über die ehe 44.
 
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zufechten, v., alter ausdruck der fechtkunst (anhieb tun?): so einer gegen dem mann, welchen er vor sich hat, zuficht Sutorius fechtbuch (1612) 2; das zufechten geschicht anfänglich ausz oder von den lägern mit haüwen 2. verstärkend: fechte brav zu (proeliare fortiter) Göthe 38, 210 W. (lab. juv. II).
 
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zufertig, adj. u. adv., für lat. expeditus: zufertiger uber den Rhein zu setzen M. Quad teutscher nation herligkeit (1609) 291.

 

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