Wörterbuchnetz
Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zueignen bis zuentbieten (Bd. 32, Sp. 333 bis 337)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zueignen, v. , als zusammenfassung von ze eigen geben mhd. wb. 1, 415b, o. sp. 216 h, im späten mittelalter gebildet: appropriare eygen machen, czu-eygen, -eygnen Diefenbach 43a; dedico weyhen, zuoaygnen W. Brack e 6b. dann von Alberus und Frisius ab regelmäszig in den wbb. ältester literarischer beleg:

dem vatter die gewalt zugeeignet ist,
die wisheit dem sone unsers hern Jhesu Christ Alsfelder passionssp. 160 Grein.

das wort ist heute nur noch literarisch, vgl. DWB zueignung, und wird je nach der bedeutung verschieden ersetzt.

[Bd. 32, Sp. 334]



1) der entstehung entsprechend bedeutet es zunächst 'einem etwas zum besitz zuweisen'.
a) im eigentlichen sinne ist es die förmliche, rechtsgültige überweisung: Frisius 29b; proprium facere, assignare Stieler 25; 26; das sigel oder pitschafft hat auch diese wirckung, das durch sein auffdruckunge die gewehre des guts, darauff es gedruckt, zugeeigent wird Chil. König procesz (1541) 201a; (wie) die gerechtigkeit jedem, was sein ist, zueygnet Lehmann floril. 2, 655; wenn nun Ludwig der Baier das land (die Mark) für sein haus inne behielt, ... so meinte der kaiser .. befugt zu sein, es seiner familie zuzueignen Ranke 25, 54.
b) weiter ist es einfach übergeben, schenken, wie heutiges zuwenden: wie solte Nero diese schöne mir zueignen wollen A. U. v. Braunschweig Octavia (1677) 1, 17; alles was die götter einem menschen zueignen können, schenkten sie mir Göthe 17, 7 W.; Therese kam zur welt und wurde einer stiefmutter zugeeignet, indesz ihre wahre mutter ein opfer dieser verstellung ward 23, 231 W. formelhaft, aber nicht mehr üblich einem lob, ehre, ruhm zueignen, noch Herder einem den ersten platz zueignen 16, 101 S. anders: sein lieb wollen dem auch keinen glauben zuaygnen Diefenbach-Wülcker 915 (archiv zu Weimar, von 1524).
c) schon früh ist es weihen, etwas der gottheit, ihrem heiligthum oder dienst förmlich übergeben, in den wbb. für dicare, consecrare u. ä. Frisius 114b; 303b; 669b u. ö.: mit den, die man gott tzueygent, das sie got tzugehörent oder gottis sind theol. deutsch 15 Mandel; ja sie (die kirche) hat auch einen heiligen tag zu ihren (der nägel und des speeres) ehren eingesetzt und hat ihnen eine sonder mesz zugeeygnet Fischart bienenkorb (1588) 193a;

dir opffr' ich auff das mark der kräfften und der sinnen,
dir eign' ich zu allein mein würken und beginnen
A. Silesius heil. seelenlust 165 ndr.


d) ebenso alt ist die bedeutung 'ein gedicht, eine schrift widmen' Frisius 193a, 1177b. von Albrecht v. Eyb d. schr. 1, 4 bis in die ersten jahrzehnte des 19. jhs. reichlich belegt, seitdem veraltend: Albrecht von Eyb hatte einst ... dem Nürnberger magistrat eine .. prosaschrift über die ehe zugeeignet Scherer g. d. d. lit. 7 252.
2) der begriff des gebens und besitzens tritt zurück und es drückt nur eine gedachte beziehung aus, wie zurechnen, zuschreiben, zuweisen: die ander göttin Minerva oder Pallas genannt wird zgeaygent der weiszhait Albr. v. Eyb spiegel d. sitten (1511) 97b; disze ist die aller schedelichst anfechtung und wirt der tzeit des Endechrists tzugeeygend Luther 2, 124 W.; diese alten griechischen hünen- oder heldengräber, welche die volkssage dem Achilles und seinem Patroklos zueignete Fr. Schlegel s. w. 1, 23. hierzu gehören mehrere besondere anwendungen.
a) im 16. jh. heiszt es 'bestimmen für': der proviantplatz, ..., dem .. ein eigner ort im lager zugeeignet ... wird Kirchhof wendunm. 2, 307 lit. ver.; so hat man gemainklichen z 13 in 15 mterpferden einen bescheller zgeaignet H. F. Hörwart von Hohenburg v. d. kunst d. reiterei (1581) 10b.
b) allgemein werden eigenschaften zugeeignet, d. h. zugeschrieben: alhie wirt .. Christus eyn got genennet und eben gleych eynerley werck und krafft beyden zugeeygent Luther 8, 28 W.; die eigenschafft oder veränderung ..., so einem dinge zugeeignet oder abgesprochen wird Chr. Wolff vernünft. gedanken von gott (1720) 156. ähnlich noch G. Freytag 17, 133. namen, titel werden zugeeignet Luther 8, 28; 16, 50; 19, 156; 28, 83 W.; Göthe 21, 198 W.; II, 5, 1, 120 W., auch einem begriffe eine bedeutung Kant 3, 99 ac.
c) es wird einem eine aufgabe, ein amt zugeeignet: und dasselb opffer was zgeeigent den priestern erste d. bibel 1, 192 K.; sondern allein des volcks zu pflegen in den sünden inen (den priestern) zugeeigent wird Luther bibel 7, 305 Bindseil (vorr. auf d. alte test.);

[Bd. 32, Sp. 335]


ihn dem ackerbau widmen, der scholle zueignen, wäre unerlaubt (er paszt nicht für den beruf des landmanns) Göthe 42, 2, 30 W.
d) etwas wird auf einen urheber oder eine ursache zurückgeführt, oft mit dem nebensinn des verdienstes oder der schuld: etlich menschen lassen sich beduncken, wie sy alles gt von in selbs haben, etlich so sy das got zuaygnen, das sy es haben ausz irem verdienen Albr. v. Eyb spiegel d. sitten (1511) 9a; wo ich aber ... gefält habe, ... bitte ich doch, wöllest solches meinem unverstand ... zaignen Montanus schwankb. 139 lit. ver.; nunmehr da sie (Fr. A. Wolf) diese ... werke (Homers) einer familie zueignen Göthe IV 11, 297 W. (an Wolf).
3) sehr verbreitet war die reflexive verbindung, doch ist sie durch sich aneignen verdrängt, von dem es sich jetzt in der bedeutung nicht unterscheidet (anders Weigand syn. 3, 1186).
a) sich etwas förmlich oder thatsächlich zu eigen machen, nicht über die erste hälfte des 19. jh. hinaus belegt: ... dass der kauffer sich solches (gut) ehe nicht vollständig zueignen darff, biss es der verkauffer ordentlich eingeantwortet .. habe Frh. v. Hohberg georg. cur. 3 (1715) 18b; das kästchen ... gehört Felix, der hat's entdeckt, hat sich's zugeeignet Göthe 25, 81 W. Göthe braucht es gern vom sammler 21, 87 W.; 204; 47, 49; IV, 8, 185; 12, 20; 29, 173. früh ist es 'ersitzen': usucapio im durch langen brauch und besitzung zeignen Frisius 1419a, auch 'beanspruchen': vendico ... zeignen, für eigen ansprechen 1352b; hier eignen sich die Portugiesen noch die herrschaft über das südufer des stromes zu Ritter erdk. 1, 151.
b) daran schlieszt sich der begriff des widerrechtlichen, auch gewaltsamen, zum schaden eines andern: usurpare aliquid ex alterius bonis eines anderen gt im selbs wider rächts vnd billichs zeignen Frisius 1419b; der bapst ... hatt yhm zugeeygent der heiligen schrifft deutung J. Agricola sprichw. (1534) t 6a;

sir, ihr habt euch
gewaltsam zugeeignet, was ich euch
noch heut zu übergeben willens war
Schiller 12, 406 G.


c) etwas leiblich sich zueignen, stofflich in sich aufnehmen: werden die abgenützten (bestandtheile) .. nicht immer ausgestoszen, so ist es unmöglich, dasz wir die neuen ... in der gehörigen menge uns zueignen C. W. Hufeland kunst d. menschl. leben zu verlängern (1797) 321. auf geistige aneignung übertragen: so werden sie sich solches in das gedächtnus einschreiben, es sich zueignen Moscherosch insomnis cura 109 ndr.; sobald der mensch ... auf den weg gebracht war, eine sache als merkmal sich zuzueignen Herder 13, 367 S. oft bei Göthe (reife und alter), z. b. 7, 236; 19, 202; 22, 316; II, 1, 374; 6, 180; III, 3, 373; IV, 10, 190; 20, 73 W. der zweck der geistigen aneignung ist dann die verwendung: das verdienst, diese schätze durch eignes nachdenken zum gebrauch sich zugeeignet zu haben G. Forster 4, 221; er hat von der antiken Muse sich eindringliche accente zugeeignet Göthe 41, 2, 189 W.
d) von personen und deren gesinnung: wo irgend in einem lande ... ein talentreicher schriftsteller sich hervorthat, sollte das vaterland sich ihn zueignen Herder 27, 333 S. (ähnlich Göthe IV, 9, 57; 167; 26, 125 W.); wie leicht eignet er sich die herzen zu Göthe 22, 18 W. verwandt ist das veraltete 'sich unterthan machen': Frisius 4a; 29b; wiewol wir sie nicht mögend gewaltigen nach unserm willen, dasz wir uns zueignen den Jupiter Paracelsus op. (1616) 1, 833a.
e) etwas auf sich in gedanken beziehen: die vorwürfe .. die sie (anrede) sich selbst so ungerechter weise zueignen G. Forster 7, 102; die gute frau habe wohl lust, sich selbst meinen späten besuch zuzueignen Thümmel mittägl. prov. 3, 226. besonders von urheberschaft, verdienst u. ä.: dasz ich diese herrliche reime nicht mir zueigne B. Schupp schr. (1663) 868; der glaube ..., wodurch

[Bd. 32, Sp. 336]


wir Christi verdienst uns zueignen Göthe 37, 158 W.
4) mit sachlichem subject und sich als acc. erscheint es gelegentlich in verschiedenen bedeutungen: darumb sie (die materie des arsenik) sich den metallen zueignet (zu ihnen gehört) und gemeinglich sich schlecht (schlägt) zu dem ertz Paracelsus opera (1616) 2, 61b; dasz beide (Catull u. d. anthologie) .. fürs eigentliche epigramm sich zueignen (sich eignen) dörfen Herder 15, 342 anm. S.; sie sey versichert, dass durch diese liebe der höchste grad des glückes sich ihr zueignen (zufallen) wird Ziegler Banise (1689) 592.
5) das part. präs. als grammatischer ausdruck: es sind aber die fürwörter 1) persönliche 2) zueignende Gottsched d. sprachkunst (1748) 228.
6) das part. perf. bezeichnet entweder 'geweiht': Frisius 252b; 371b u. ö.; was got zgeaigent ist Albr. v. Eyb spiegel d. sitten (1511) a 7b, oder eigenthümlich, zugehörig: grauw werden ist allein dem menschlichen haupt zugeeignet Wirsung arzneib. (1588) 50c; geschworne (sollen) .. ihr zugeeignetes gebürge .. fleissig besuchen A. v. Schönberg berginformation (1693) 1, 74; die den monarchien zugeeignete ehrbegierde Th. Abbt verm. w. 2, 25; auf den sinn des auges, dem sie (die farbe) besonders zugeeignet ist Göthe II 1, 307 W.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zueigner, m. Jean Paul 33, 14; 49/51, 363.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zueignung, f. , frühnhd., vereinzelt zueigung.
1) im rechtlichen sinne besitzübergabe: addictio Frisius 30a, oder besitzübernahme: es ist aber die zueignung oder besitznehmung eine anzeige des vorsatzes, dasz man eine sache brauchen, und sich, wo möglich, gegen einen jeden durch rechte mittel wehren wolle, welcher .. sie zu seinem gebrauche anwenden mögte J. B. Basedow method. unterricht (1764) 114, oder auch ersitzung: usucaptio zueignung eines dinges durch lange niessung nomenclator (Hamburg 1634) 520.
2) vereinzelt entspricht es einigen abgeleiteten anwendungen von zueignen.
a) weihen: devotio zeignung oder verbindung seiner und seines läbens Frisius 407a.
b) in beziehung setzen: Polus, ein römischer komödiant (stellt die den bruder beweinende Elektra dar), ... sprach die ... verse mit einer so kräftigen zueignung auf sich selbst aus, dasz ihm sein eigner verlust (sein sohn) wahrhafte thränen auspreszte Gottsched vers. e. crit. dichtk. (1751) 21; bei jeder dieser zueignungen (benennungen) that er eigentlich nichts, als das merkmal eines zähmbaren, nützlichen, sich zuzueignenden wesens bemerken und es durch sprache oder probe bezeichnen Herder 13, 367 S.; Corinna .. auf zueigung des verdienstes ihres heylandes Jesu Christi selig ... verstorben war B. Schupp schr. (1563) 491.
c) zueignung war ein fachausdruck der geistlichen redekunst, gleich applicatio, besonders in der predigt für den theil, 'in welchem der vorhergehende vortrag auf den zustand der zuhörer angewendet wird' Adelung, Heynatz 1, 218a: mit dem beschnittenen (Nikodemus) müssen wir vom lesen der schrifft zum verstande derselben kommen, vom verstande zu der zueignung, von der zueignung zu der taht Butschky Pathmos (1677) 373; gott hat mir seinen segen auch in der heutigen predigt durch den mund seines frommen dieners mitgetheilt, den ich mit viel zueignung, trost und freude habe hören können Hamann schr. 1, 230 Roth.
d) vereinzelt von physiologischer aneignung: die pflanzen ..., die sich durch innere zueignung ernähren Hufeland kunst, d. menschl. leben zu verlängern 88.
e) allgemein geläufig, wenn auch kaum noch lebendig, ist die bedeutung 'widmung', durch Göthes zueignung festgehalten. es ist entweder die widmung einer schrift an eine person: durch die Hermannsschlacht und durch die zueignung derselben an Joseph den zweiten hatte Klopstock eine wunderbare anregung gegeben Göthe 28, 141 W., oder widmungsschreiben, -gedicht. in dieser

[Bd. 32, Sp. 337]


bedeutung erscheint es bei Lessing 8, 47 M., Nicolai literaturbr. 2, 299, wird dann von Herder und besonders von Göthe gern gebraucht und hält sich bei den gebildeten schriftstellern nicht weit über die mitte des 19. jh.: was sie von zueignung und vorspiel sagten, ist untadelig Göthe IV 34, 5 W.
3) die zusamensetzungen zeigen vereinzelt die rechtliche bedeutung: zueignungsrecht (im gegensatz zum eigenthumsrecht) Fichte 6, 120; Hegel 8, 89, gelegentlich die theologische: zueignungshandlungen allg. d. bibl. 6, 44; zueignungswerk J. H. Benner gestalt d. herrenhuterey 3 (1748) 45, meist die literarische: zueignungsblatt, -brief, -gedicht, -ode u. ä. häufig ist zueignungsschrift zuerst bei J. Rist friedewünschendes Teutschland (1648) 3, dann im 18. jh. allgemein üblich, später wieder schwindend.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zueilen, v. , spätmhd. Diefenbach 7a; nov. gl. 5b. im 16. jh. mehrfach mit haben, zuletzt noch: er hätte auch sofort der Pomponia ... palaste zugeeilet A. U. v. Braunschweig Octavia 1, 204. es bezeichnet zunächst in lockerer zusammenfügung die bewegung auf ein ziel zu, s. o. sp. 146 f, in engerer verbindung erscheint es
1) allgemein, wenn an dem ziel etwas vorgehen soll oder wird: alsbald wirdt allenthalben den fahnen und panieren zugeeylt Fronsperger kriegsb. 1, 72b;

der faden eilet von dem rocken
des webers raschem stuhle zu
Göthe 2, 147 W.;

die betrachtung des lebens, der wir zueilen wollen Lotze mikrokosmus 1, 49; pferde eilen dem stalle zu, gewässer dem meere, der küste zu; man eilt dem ende, dem untergange zu.
2) mehr in der älteren sprache, für 'zu hilfe eilen': wurden sie aus forcht des zueylenden Caroli leychtlich erschreckt Stumpf Schwytzerchr. (1606) 69a; wer ein glied einer gemeinschafft wäre, müste die eigenschaft des geblütes haben, welches jeder wunde zueilete umb selbte nicht krafftlosz zu lassen Lohenstein Arminius 2, 712b; dort eilten ihnen noch alle zerstreuten glieder ihrer rotte zu Ritter erdk. 1, 610.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zuein, adv., zusammen: zein kommen Arigo dec. 9 K. dazu: assimilatio zeinligung voc. pred. (1486) c 2a. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zueinander, adv., in der rechtschreibung, aber nicht von den wbb. als worteinheit gefaszt. diese liegt vor, wo dadurch ein verhältnis bezeichnet wird: unsere herzen .. stimmen zueinander Fontane I 1, 486; verhältnis der drei personen zueinander I 6, 17. noch enger ist die worteinheit in zusammensetzungen wie zueinandergehörig O. Jahn Mozart 1 1, 295 anm.; R. Wagner ges. schr. und dicht. 3, 249, zueinanderrückung Herder 7, 10 S.; zueinanderfügen Stieler 307; zueinanderzwingen (astringo) Calepinus septem ling.3 (1731) 1, 98a. wie 'nebeneinander' oder 'einander gegenüber': die metapher .. ist ... eine stete zerstreuung, da sie bilder erweckt und zueinanderstellt, welche nicht unmittelbar zur sache gehören Hegel 10, 1, 523. —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zueins, adv., zeitlich:

die eigne schwester
gewann'st du zueins mit dem schwert
R. Wagner 6, 21.


 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zueinung, f.: sulche unser beredunge, vereinunge und zueinunge globen wir ... unwiderruflich zue halden lehnsurk. Schlesiens 2, 336 (von 1450). —
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zueisen, v., zufrieren Campe.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zueitern, v., Campe.zuengen, v.: nähern sich die beiden gebirgsketten so sehr, dasz das thal sich bis auf 600 fusz zuengt Ritter erdk. 1, 760; alles weitläuftig vorgetragen, um die gottesfurcht zu einem sumpf zu machen, der das herz zuengt statt es zu erweitern W. Harnisch Raskorbi (1817) 1, 53.
 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) 
zuentbieten, v., mnd. toentbêden Schiller-Lübben 4, 560b, im 16. jh. als wort des amtlichen schriftverkehrs Luther briefe 1, 599, im 17. u. 18. jh. allgemein bekannt Stieler 180; Kramer 2, 1483c, aber schon bei Adelung 'nur noch in kanzeleyen' üblich: als ihm (Otto dem groszen) der könig in Franckreich trewlich zuentbot, er wolte so mit einem starcken zeug in Teutschland kommen, ..., entbote ihm der keyser wider Zinkgref apophtegmata

[Bd. 32, Sp. 338]


(1628) 20; J. D. Heilmann gesch. d. pelop. krieges (1760) 901; der unnützen worte könnte ich mich nicht erinnern, die ich i. f. g. hätte zuentbieten sollen lassen v. Schweinichen 372 Ö.; einen grusz zuentbieten Stieler. auch wie zueignen 'widmen' Paracelsus opera (1616) 2, 637. kanzleiformel mit unterthenigem zuentbieten D. Spalatinus bei Luther schr. 1, 108b (Jena 1564); mit dem z. Binhardus thür. chron. (1613) 67, neben gebührendem zuentbiethen acta publ. 2, 45 Palm.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: