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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zuckfrevel bis zuckscheit (Bd. 32, Sp. 315)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zuckfrevel, m., friedensbruch durch ziehen der blanken waffe, vgl. sp. 287 d: fürwar vatter, ihr habt in langer zeit keinen zuckfrävel geben, das spürt man an euwerem schwerdt wol buch der liebe (1587) 14a. —
 
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zuckfusz, m., krankhaftes zucken des hinterbeins bei pferden, der sog. hahnentritt v. Alten hdb. f. heer u. flotte 4, 557. auch allgemeiner für thiere und menschen, die mit dem fusz zucken Campe.
 
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zuckgarn, n.: sagena fischergarn, zuckgarn Frisius 1173b; verriculum 1363b; zuckgarn, vogelgarn Maaler 524a; aber die mit den schwären geltseckeln bald mit fischbären und zuckgarnen von starcken barfüsserseylen, mit hauffen wie die häring aufgefangen werden Fischart bienenkorb (1588) a 8b. vgl. DWB zuggarn.
 
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zuckicht, adj.: zuckicht, zuckerlich, zuckend mobilis, tremens Stieler 2636.
 
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zuckig, adj.: zuckig rapax Dasypodius 467b, zückig rapace Hulsius (1618) 1, 284a; die zuckige und rauberische vögel werden durch das geätz gefangen Schweickhart gr. v. Helfenstein Basilius Magnus (1591) 85. die gesatz der menschen ... die wil si geben werden und gemacht, das grob und zückig volck z zwingen und meistren Leo Jud uslegung der ersten psalmen (1520) 13a. mhd. hinzückig Lexer 3, 1186 in anderer bedeutung.
 
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zücklein, n.: 'zücklein, insgemein zuckle, der angriff oder haken am schwengel einer pumpe' bergmänn. wb. (1778) 626. nur zuckle Minerophilus (1730) 739; Christ. Herttwig bergbuch (1734) 436a. s. 2zucke.
 
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zucklich, adj., rapidus Diefenbach nov. gl. 313a. als adv. schnell, carptim gl. 103a.
 
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zuckmantel, name verschiedener örtlichkeiten meist in Bayern, Franken und dem östlichen Mitteldeutschland, am bekanntesten die stadt Zuckmantel im österr., jetzt tschechischen Schlesien, urkundlich zuerst 1263. ursprünglich bezeichnete der name eine gabelföhre, wie sie als marke und weiser an wichtigen wegscheiden gestanden haben mögen A. Meiche d. geschichtbl. 11, 201 ff. u. 225 ff. (liste solcher namen s. 210—213). deutlich ist der zweite theil, vgl. DWB mädelbaum th. 6, 1427, mändelbaum sp. 1536, mantel, f., sp. 1612, während der erste entweder mit zwick oder mit ahd. zuogo, s. 3zucke, o. sp. 282, zusammengehört. der name ist dann personenname geworden, dabei gelegentlich umgedeutet als 'mantelräuber', so im wortspiel mit der verwendung als ortsname: teutscher nation und bevor des Schwabenlands edelleut und reuter ... sein bey den alten, dasz sie gern auff den Zuckmantel, Struderaw und Schreckenthal ritten, im geschrey gewesen Kirchhof wendunmuth 1, 346 lit. ver.
 
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zuckmücke, f., mückenart Krünitz öcon. encykl. 242, 361; chironome Mozin d.-fr. wb. 43, 1305b. —
 
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zucknote, f.: du dribst eyn seltzam gesang mit vil stymmen, unden usz singestu den tenor, oben usz den discant mit zucknoten Keisersberg bilgersch. 162c. —
 
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zuckscheit, n., wagenscheit, schwengel: ain fürslag mit aim zuckscheit O. v. Zingerle mittelalterl. inventare 21.

 

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