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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zuckerrose bis zuckersatz (Bd. 32, Sp. 310 bis 311)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zuckerrose, f., rosa gallica Nemnich 671; Adelung; Wimmer gesch. d. d. bodens 296, dafür auch essig- oder honigrose Kramer 2, 369c (als rosa de conserva erklärt). übertragen:

wer auf der liebsten brust will zuckerrosen brechen,
der lachet, solten ihn gleich tausend nadeln stechen
J. H. Gressel Celanders verliebte ged. (1716) 34

(vgl. th. 8, 1168c). —
 
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zuckerrübchen, n., sium sisarum, gemüsepflanze mit wohlschmeckender wurzel Holl 248b. —
 
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zuckerrüblein, n., dass. Ehrhart pflanzenhist. (1753) 9, 111; Pritzel-Jessen 380, auch zuckerrübel v. Hohberg georg. cur. 1, 112. der allgemeiner übliche name ist zuckerwurzel. —
 
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zuckerrübe, f., bei Adelung nur für zuckerwurzel sium sisarum, ebenso Pfeffel poet. vers. 6, 123. bei Campe ist es zugleich die für die zuckergewinnung gezogene runkelrübe (vgl. th. 8, 1520) beta vulgaris altissima, jetzt die herrschende bedeutung. viele zss. wie zuckerrübenbau, -melasse, -schlempe, meist verkürzt als rübenbau, -bauer, -boden u. s. w., s. th. 8, 1332 oben.
 
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zuckerruhr, f., zuckerharnruhr.
 
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zuckerruthe, f., des Sankt Niclas Lindenborn Diogenes 2, 321.
 
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zuckersache, f., durchweg nur im pl. Kramer 2, 403b; 1483b: schüsseln mit pfeffernüssen und zuckersachen v. Polenz Grabenhäger 1, 289. —
 
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zuckersaft,

[Bd. 32, Sp. 311]


m. Campe, der saft der zuckerpflanzen im technischen und chemischen sinne Marpergee kaufmannslex. 1425, oder allgemeiner: oder man nimmt die stücke von den röhren nur in den mund, und saugt den zuckersafft nach und nach heraus v. Hohberg georg. cur. 1, 626; es würde dem bienlein wenig helffen, dasz es den zuckersafft aus den blümlein zu saugen wüste Harsdörfer t. secret. 2, 585. weiter als gezuckertes getränk und eingemachtes und schlieszlich in verliebter poesie:

jetzt bin ich gantz genesen,
weil ich den zuckersafft von ihrem mund gelesen
H. A. Stockfleth Macarie (1669) 491.


 
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zuckersalz, n.: doch gehört kein rebensafft für die Englisch man, dieweil die schleckmeuler ihne mit zuckersaltz verkünstlen Fischart praktik (1607) h 1a; Paracelsus chir. (1618) 406c. —
 
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zuckersandstein, m., für bernsteinalabaster Mothes baulex. 1, 349. —
 
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zuckersatz, m., im wein Rosegger II 1, 61. —

 

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