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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zuckerröhre bis zuckersaft (Bd. 32, Sp. 310)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zuckerröhre, f.: sie liesz sich ... ein glas und eine der zuckerröhren geben ... und sog dadurch das wasser auf Alexis Andalusien 6. —
 
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zuckerröhren, adj.: das zuckerröhrene stroh türk. vagant (1683) 59. nicht mehr üblich.
 
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zuckerrosat, m. n. Maaler 524a, mhd. zuckerrôsât, auch rosenzucker Wirsung reg.; genusz- und auch abführmittel aus zucker und rosensaft Konrad von Megenberg 344 f. Pfeiffer (recept); Gersdorf wundarznei 64a; Ryff hausapotheke 314b. in abweichender form: wann der stulgang nicht fort will, machet man ein sollichen zuckerrosen H. Frölich offenbarung d. natur (1591) 509. vgl. th. 8, 1181 bei rosei. —
 
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zuckerrose, f., rosa gallica Nemnich 671; Adelung; Wimmer gesch. d. d. bodens 296, dafür auch essig- oder honigrose Kramer 2, 369c (als rosa de conserva erklärt). übertragen:

wer auf der liebsten brust will zuckerrosen brechen,
der lachet, solten ihn gleich tausend nadeln stechen
J. H. Gressel Celanders verliebte ged. (1716) 34

(vgl. th. 8, 1168c). —
 
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zuckerrübchen, n., sium sisarum, gemüsepflanze mit wohlschmeckender wurzel Holl 248b. —
 
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zuckerrüblein, n., dass. Ehrhart pflanzenhist. (1753) 9, 111; Pritzel-Jessen 380, auch zuckerrübel v. Hohberg georg. cur. 1, 112. der allgemeiner übliche name ist zuckerwurzel. —
 
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zuckerrübe, f., bei Adelung nur für zuckerwurzel sium sisarum, ebenso Pfeffel poet. vers. 6, 123. bei Campe ist es zugleich die für die zuckergewinnung gezogene runkelrübe (vgl. th. 8, 1520) beta vulgaris altissima, jetzt die herrschende bedeutung. viele zss. wie zuckerrübenbau, -melasse, -schlempe, meist verkürzt als rübenbau, -bauer, -boden u. s. w., s. th. 8, 1332 oben.
 
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zuckerruhr, f., zuckerharnruhr.
 
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zuckerruthe, f., des Sankt Niclas Lindenborn Diogenes 2, 321.
 
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zuckersache, f., durchweg nur im pl. Kramer 2, 403b; 1483b: schüsseln mit pfeffernüssen und zuckersachen v. Polenz Grabenhäger 1, 289. —
 
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zuckersaft,

[Bd. 32, Sp. 311]


m. Campe, der saft der zuckerpflanzen im technischen und chemischen sinne Marpergee kaufmannslex. 1425, oder allgemeiner: oder man nimmt die stücke von den röhren nur in den mund, und saugt den zuckersafft nach und nach heraus v. Hohberg georg. cur. 1, 626; es würde dem bienlein wenig helffen, dasz es den zuckersafft aus den blümlein zu saugen wüste Harsdörfer t. secret. 2, 585. weiter als gezuckertes getränk und eingemachtes und schlieszlich in verliebter poesie:

jetzt bin ich gantz genesen,
weil ich den zuckersafft von ihrem mund gelesen
H. A. Stockfleth Macarie (1669) 491.

 

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