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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zuckerringel bis zuckerruthe (Bd. 32, Sp. 310)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zuckerringel, m., gebäck Krünitz öcon. encycl. 242, 352.
 
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zuckerrohr, n., sacharum, mhd. zuckerrôr, bezeichnet die pflanzenart als gegenstand des anbaues, dann das zur zuckerbereitung abgeerntete rohr, doch auch den einzelnen stengel, besonders als genuszmittel: der signor Ruderisco von Portugal hat mir geschenckt ... etlich zuckerrohr Dürer tageb. 56. der pl. hatte meistens umlaut: hierinnen wachsen lengere und dückere zuckerrörer dann anderstwa A. Diether v. d. newen Hispanien (1550) 2, 10b; endlich theilet der hausherr etliche zuckerröhre unter seine gäste aus Abr. a St. Clara etwas f. alle 2, 84. doch auch ohne umlaut: indem er ... die zuckerrohre ... frisch anpflanzte allg. d. bibl. anh. zu bd. 58—86, 2208; zuckerrohre (zuckerrohrarten) Oken 3, 1, 407. vielfach vergleichweise und übertragen:

ach du suzzes zuckerror
libes und hertzen min!
Joh. v. Würzburg Wilh. v. Österreich 9798;

aus gedult wächst zuckerrohr
B. Schmolcke trost- u. geistr. schr. 1, 118;

dasz man der tugend lehren,
weil sie was bitter sind, flöszt in den zuckerröhren
vergönnter wollust ein
Lohenstein Epicharis (1701) 14.

dazu viele technische und wissenschaftliche zuss. wie zuckerrohrart, -blatt, -ernte, -pflanzung u. s. w., die im gebrauch durchweg verkürzt sind zu zuckerart, -blatt u. s. f.
 
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zuckerröhre, f.: sie liesz sich ... ein glas und eine der zuckerröhren geben ... und sog dadurch das wasser auf Alexis Andalusien 6. —
 
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zuckerröhren, adj.: das zuckerröhrene stroh türk. vagant (1683) 59. nicht mehr üblich.
 
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zuckerrosat, m. n. Maaler 524a, mhd. zuckerrôsât, auch rosenzucker Wirsung reg.; genusz- und auch abführmittel aus zucker und rosensaft Konrad von Megenberg 344 f. Pfeiffer (recept); Gersdorf wundarznei 64a; Ryff hausapotheke 314b. in abweichender form: wann der stulgang nicht fort will, machet man ein sollichen zuckerrosen H. Frölich offenbarung d. natur (1591) 509. vgl. th. 8, 1181 bei rosei. —
 
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zuckerrose, f., rosa gallica Nemnich 671; Adelung; Wimmer gesch. d. d. bodens 296, dafür auch essig- oder honigrose Kramer 2, 369c (als rosa de conserva erklärt). übertragen:

wer auf der liebsten brust will zuckerrosen brechen,
der lachet, solten ihn gleich tausend nadeln stechen
J. H. Gressel Celanders verliebte ged. (1716) 34

(vgl. th. 8, 1168c). —
 
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zuckerrübchen, n., sium sisarum, gemüsepflanze mit wohlschmeckender wurzel Holl 248b. —
 
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zuckerrüblein, n., dass. Ehrhart pflanzenhist. (1753) 9, 111; Pritzel-Jessen 380, auch zuckerrübel v. Hohberg georg. cur. 1, 112. der allgemeiner übliche name ist zuckerwurzel. —
 
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zuckerrübe, f., bei Adelung nur für zuckerwurzel sium sisarum, ebenso Pfeffel poet. vers. 6, 123. bei Campe ist es zugleich die für die zuckergewinnung gezogene runkelrübe (vgl. th. 8, 1520) beta vulgaris altissima, jetzt die herrschende bedeutung. viele zss. wie zuckerrübenbau, -melasse, -schlempe, meist verkürzt als rübenbau, -bauer, -boden u. s. w., s. th. 8, 1332 oben.
 
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zuckerruhr, f., zuckerharnruhr.
 
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zuckerruthe, f., des Sankt Niclas Lindenborn Diogenes 2, 321.

 

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