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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zuckerquell bis zuckerröhren (Bd. 32, Sp. 309 bis 310)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zuckerquell, m., übertragen B. Schmolcke trost.- u. geistr. schr. 1, 245. als n. Lohenstein blumen (1680) 106. —
 
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zuckerquelle, f.: einheimische zuckerquellen Wimmer gesch. d. d. bodens 258.
 
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zuckerraffinerie, f., wie zuckersiederei allg. d. bibl. 104, 587, vereinzelt zuckerraffinaderei 10, 292. —
 
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zuckerrauch, m., dampf von kochendem zucker zu heilzwecken verwandt: es ist auch der zuckerrauch in

[Bd. 32, Sp. 310]


die nasen empfangen fast dienstlich Wirsung (1588) 126a. —
 
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zuckerrede, f., stets als pl. Kramer 2, 286b: mit zuckerreden hinhalten J. G. Chr. Neide Terenz (1787) 2, 142. —
 
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zuckerreich, adj.: zuckerreiche pflanzen, stoffe. übertragen:

dem lippentau, dem zukker-reichen
musz süszer alakant auch weichen
Stieler geharnschte Venus 130 ndr.


 
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zuckerried, n., zuckerrohr: zuckerriedt Megiser 2, 446b; Ludwig t. engl. lex. 2610; Happel rel. cur. 2, 486a. nd. zuckerreht Olearius beschr. orient. insuln (1696) 157. —
 
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zuckerringel, m., gebäck Krünitz öcon. encycl. 242, 352.
 
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zuckerrohr, n., sacharum, mhd. zuckerrôr, bezeichnet die pflanzenart als gegenstand des anbaues, dann das zur zuckerbereitung abgeerntete rohr, doch auch den einzelnen stengel, besonders als genuszmittel: der signor Ruderisco von Portugal hat mir geschenckt ... etlich zuckerrohr Dürer tageb. 56. der pl. hatte meistens umlaut: hierinnen wachsen lengere und dückere zuckerrörer dann anderstwa A. Diether v. d. newen Hispanien (1550) 2, 10b; endlich theilet der hausherr etliche zuckerröhre unter seine gäste aus Abr. a St. Clara etwas f. alle 2, 84. doch auch ohne umlaut: indem er ... die zuckerrohre ... frisch anpflanzte allg. d. bibl. anh. zu bd. 58—86, 2208; zuckerrohre (zuckerrohrarten) Oken 3, 1, 407. vielfach vergleichweise und übertragen:

ach du suzzes zuckerror
libes und hertzen min!
Joh. v. Würzburg Wilh. v. Österreich 9798;

aus gedult wächst zuckerrohr
B. Schmolcke trost- u. geistr. schr. 1, 118;

dasz man der tugend lehren,
weil sie was bitter sind, flöszt in den zuckerröhren
vergönnter wollust ein
Lohenstein Epicharis (1701) 14.

dazu viele technische und wissenschaftliche zuss. wie zuckerrohrart, -blatt, -ernte, -pflanzung u. s. w., die im gebrauch durchweg verkürzt sind zu zuckerart, -blatt u. s. f.
 
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zuckerröhre, f.: sie liesz sich ... ein glas und eine der zuckerröhren geben ... und sog dadurch das wasser auf Alexis Andalusien 6. —
 
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zuckerröhren, adj.: das zuckerröhrene stroh türk. vagant (1683) 59. nicht mehr üblich.

 

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