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zuckerpüppchen bis zuckerrohr (Bd. 32, Sp. 309 bis 310)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zuckerpüppchen, n., puppe aus z. Heine 7, 181 E.; kosewort Lichtenberg briefe 3, 285; W. Raabe schüdderump 1, 193. —
 
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zuckerpuppe, f., wie das vorige wort Jacobsson 4, 719b; Brockes ird. vergn. 2, 189; Campe, am christbaum Hoffmann von Fallersleben 2, 390. für etwas zerbrechliches, zart zu behandelndes: und wie zuckerpuppen so fein und behutsam nehmen zerrissene, zerdrückte ... uniformen die beiden (frau u. kind) auf die arme D. v. Liliencron w. (1896 ff.) 1, 263. auch als kosewort. als schimpfwort bei Panser 81a.
 
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zuckerquell, m., übertragen B. Schmolcke trost.- u. geistr. schr. 1, 245. als n. Lohenstein blumen (1680) 106. —
 
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zuckerquelle, f.: einheimische zuckerquellen Wimmer gesch. d. d. bodens 258.
 
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zuckerraffinerie, f., wie zuckersiederei allg. d. bibl. 104, 587, vereinzelt zuckerraffinaderei 10, 292. —
 
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zuckerrauch, m., dampf von kochendem zucker zu heilzwecken verwandt: es ist auch der zuckerrauch in

[Bd. 32, Sp. 310]


die nasen empfangen fast dienstlich Wirsung (1588) 126a. —
 
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zuckerrede, f., stets als pl. Kramer 2, 286b: mit zuckerreden hinhalten J. G. Chr. Neide Terenz (1787) 2, 142. —
 
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zuckerreich, adj.: zuckerreiche pflanzen, stoffe. übertragen:

dem lippentau, dem zukker-reichen
musz süszer alakant auch weichen
Stieler geharnschte Venus 130 ndr.


 
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zuckerried, n., zuckerrohr: zuckerriedt Megiser 2, 446b; Ludwig t. engl. lex. 2610; Happel rel. cur. 2, 486a. nd. zuckerreht Olearius beschr. orient. insuln (1696) 157. —
 
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zuckerringel, m., gebäck Krünitz öcon. encycl. 242, 352.
 
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zuckerrohr, n., sacharum, mhd. zuckerrôr, bezeichnet die pflanzenart als gegenstand des anbaues, dann das zur zuckerbereitung abgeerntete rohr, doch auch den einzelnen stengel, besonders als genuszmittel: der signor Ruderisco von Portugal hat mir geschenckt ... etlich zuckerrohr Dürer tageb. 56. der pl. hatte meistens umlaut: hierinnen wachsen lengere und dückere zuckerrörer dann anderstwa A. Diether v. d. newen Hispanien (1550) 2, 10b; endlich theilet der hausherr etliche zuckerröhre unter seine gäste aus Abr. a St. Clara etwas f. alle 2, 84. doch auch ohne umlaut: indem er ... die zuckerrohre ... frisch anpflanzte allg. d. bibl. anh. zu bd. 58—86, 2208; zuckerrohre (zuckerrohrarten) Oken 3, 1, 407. vielfach vergleichweise und übertragen:

ach du suzzes zuckerror
libes und hertzen min!
Joh. v. Würzburg Wilh. v. Österreich 9798;

aus gedult wächst zuckerrohr
B. Schmolcke trost- u. geistr. schr. 1, 118;

dasz man der tugend lehren,
weil sie was bitter sind, flöszt in den zuckerröhren
vergönnter wollust ein
Lohenstein Epicharis (1701) 14.

dazu viele technische und wissenschaftliche zuss. wie zuckerrohrart, -blatt, -ernte, -pflanzung u. s. w., die im gebrauch durchweg verkürzt sind zu zuckerart, -blatt u. s. f.

 

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