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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zuckerhutkopf bis zuckerkartoffel (Bd. 32, Sp. 304 bis 305)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zuckerhutkopf, m.: die ... verunstaltung des kopfes zum kegel- oder zuckerhutkopfe Ratzel erdk. 2, 651.
 
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zuckericht, adj. , zuckerig, zuckrig.
1) von körperlicher beschaffenheit: den veyel-julep gar gerecht zu machen, dasz er weder zuckericht noch schimlecht wird v. Hohberg georg. cur. 1, 231a; ist aber das honig zuckerig oder glasig J. Grüwel bienenkunst (1719) 159; der atem der kälte legte sich über den wald in zuckrigem gusz Viebig schlaf. heer 1, 134.
2) von dem, was aus zucker besteht oder bereitet ist, überhaupt 'süsz': zuckerichte sachen Stieler 2244; zuckerige früchte; zuckriger wein.

[Bd. 32, Sp. 305]



3) 'süsz' übertragen, 'allzu zierlich': bei so zuckerigem lobpreis Fr. Th. Vischer auch einer8 2, 39; die zeiten, wo man über eine zuckerige figur (in der musik) ... in staunen gerieth R. Schumann ges. schr. 2, 51; zuckerig tuen, umgên mit einer person oder sache, so viel wie 'schonsam, vorsichtig' Schmeller 22, 1084.
 
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zuckerimbisz, m.: ein silbergeschirr, darauf ... ein z. stand Alexis Roland v. Berlin 1, 111.
 
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zuckerin, f., eine die zuckt Stieler 2636.
 
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zuckerinsel, f.: die beiden vulkanischen zuckerinseln Mauritius und Bourbon Peschel völkerkunde 28. früher waren die zuckerinseln die westindischen, auch wohl die canarischen: die Nigriten, so in die zuckerinsuln ... geführt werden J. Boterus allg. weltbeschr. (1596) 1, 329; zuckerinsulen Hesperides ..., fortunatae insulae Aler 2, 2259a.
 
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zuckerist, m., apotheker: ihr saffranirer, pulveristen und zuckeristen Fischart geschichtklitt. 299 ndr., vgl. DWB zuckermacher und DWB zucker.
 
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zuckerjude, m. Campe.
 
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zuckerjungfer, f. sigillaria ex sach. Stieler 547.
 
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zuckerkäfer, m., passalus Brehm 9, 83 Pechuel-Lösche.
 
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zuckerkand, m., auch zuckerkant, -kandel, -kandi, -kandis, -kandit, ausnahmsweise zuckerkandig nomenclator Hamburg. (1634) 94, neben kandel-, kandis-, kandizucker, s. th. 5, 160. es sind verdeutschungen von mlat. succurcandi, it. candi, das auf arab.-pers. qand, qandīd 'verdickter zuckersaft' und weiter auf aind. khanda zurückgeht Weigand - Hirt 1, 977; Diez et. wb. 84. neben einander gebraucht, doch überwiegt in älteren oberd. quellen und maa. zuckerkandel, während zuckerkand mehr mitteld. ist. in neuerer zeit hat sich vom norden her kandis durchgesetzt. die wörter bezeichnen den zucker in krystallform. die älteren wbb. geben dafür mel arundinis. ältester beleg ist: 10 scot vor pfundt zocker candith Marienburger tresslerb. 190 Joachim. andere belege: ein zuckerkandenschachtel Dürer tageb. 56; ich kaufte gewöhnlich weiszes brod und käse, meine kameraden aber lebkuchen, zuckerkandel J. Gotthelf 1, 96; die orientalischen liebestauben müssen mit zuckerkandis gefüttert werden A. v. Arnim 8, 258. in vielen recepten des 16. u. 17. jh. für mensch u. vieh. uneigentlich im barockstil: sihe, dort liegt dieselbe, dero rothe leffzen dir über zuckerkandel gewest Abr. a St. Clara mercks Wien 5; bildlich für ein schönes weib Judas der erzschelm 2 (1699) 52;

in gottes vaterhand,
ist alles abgemessen,
nur er kann zuckerkand
von coloquinten pressen
B. Schmolcke trost- u. geistr. schr. 1, 88.

zuckerkant, -kandel, -kandis erscheinen auch als volksthümliche namen für saccharum officinarum Pritzel-Jessen 351. —
 
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zuckerkartoffel, f., kartoffelsorte allg. d. bibl. 59, 590; 97, 402; Nemnich 671; Campe.

 

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