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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zubröckeln bis zubürsten (Bd. 32, Sp. 254)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zubröckeln, verb, in kleinen bröckeln zutheilen: könnte denn ein solcher mann nicht bedenken, es sei kein unterschied, ob er sich von der zeit und dem raum den frühling, wie einen zerlegten gliedermann, glied vor glied zubröckeln lasse? Jean Paul 5, 10; was man mir hin und wieder von eurem thun und treiben zugebröckelt hat E. Th. A. Hoffmann 11, 57 Grisebach.zubrocken, v., kosten aufwenden, geld zusetzen: zubrocken, zubüszen, zusetzen Schrader d.-frz. wb. 2, 1687; ... ich das verdiente botenlohn wieder zubrocken musz (aus Dornburg 1749) Diefenbach-Wülcker 915; etwas zuzubrocken haben Campe 5, 886a; Heynatz 2, 674. — zubrot, n., mhd. zuobrôt Lexer 3, 1190, zukost zum brode Stieler 2653; Kramer 2, 1478a; Schottel t. haubtspr. 665; v. Alten handb. f. heer u. flotte 1, 82. auch in maa. Bauer-Collitz 104b; inselfries. tbruad Schmidt-Petersen 139b: zubrodt nennt der gemeine mann fleisch und zugemüse Kindleben studentenlex. 224 ndr.; (der mutterwitz) ist gleichsam das zubrod dem täglichen brode, das dessert zur arbeit B. Goltz zur physiognomie 48. in engl. maa. tobread in abweichender bedeutung 'a piece of bread or a biscuit given in' engl. dial. dict. 6, 172a. — zubrötung, f.: ein mann .. der hat ein weib, etwa sechs oder acht kinder, wie viel mus er wol jetziger zeit am trockenen brot haben? wo bleibt zubrötung, trincken, schue, kleidung, hausszins, schatzung? H. Roth catechismus-predigten (1573). — zubrücke, f.: und weil .. zwischen beide (treppen) ein truckner ausz dem velsen gehawener graben ist, so rings umbs hausz hergehet, kompt man von dem spacio uber eine hültzene zubrücke in das hausz G. Braun beschr. u. contrafactur d. vornehmst. stätt (1574) 5, 61a. — zubrühen, v., wasser in der bierbereitung Lueger 21, 388. — zubrüsten, v. 1) das gestein ebnen, ehe man ein bohrloch ansetzt Veith 592; Junghans gräublein ertz f 3d; v. Schönberg berginform. 2, 17. dazu zubrüstel, n. Veith. 2) auf schmelzhütten, die vorwand des ofens verwahren und verschmieren bergm. lex. (1738) 625; Mothes illustr. baulex. 4, 522. 3) brüstung in eine fensteröffnung einsetzen Mothes.
 
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zubuhlen, v., refl.: es ist kein stadt, da sich unser herr gott .... also zubuhlet hat, als mit dieser stadt (Jerusalem) Luther 5, 420 Erl.zubühnen, v., bergm. 'einen schacht oder einen vom tage hineingegangenen bruch mit holz bedecken' v. Schönberg berginform. 2, 111; Veith 592. — zubürger, m. Jelinek 996 (Iglauer stadtrecht). — zubürsten, v., eine kahle stelle wegbürsten Campe.

 

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