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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zublasung bis zuböhnen (Bd. 32, Sp. 249 bis 250)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zublasung, f., mhd. zuoblâsunge Lexer 3, 1190; Diefenbach-Wülcker 915, nach zublasen 2: alle fantasey und zuplaszung des teuffels der herzmaner (1492) 47b. veraltet.
 
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zublenden, v., 'irgend einen raum durch eine blendwand verschlieszen' Mothes ill. baulex. 4, 522. —
 
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zubleien, v., mit blei zugieszen Campe.
 
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züblicht, adj., mit einer zube, ausguszrohr, 'schnauze', versehen; els. zubel Martin-Lienhardt 2, 891a;

ein hültzen am und ein zyblecht kennel Straszburger ged. vom hausrat d 1b Hampe (vgl. s. 50).


 
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zublicken, v. Campe 5, 585b, literarisch, zumeist poetisch. 1) intr.: wie sie uns zublickt! Hippel lebensläufe 3, 2, 124;

dem stillen hause. blick' ich zu
Uhland 1, 24.

2) trans.: wenn ein blick gen himmel dem vater so vieler kinder anbetung zugeblickt ... hat Lavater phys. fragm. 2, 32; Hildegard blickte dem fürsten zu, dasz die rolle anfinge ihr beschwerlich zu werden Heinse 5, 258. —
 
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zublinken, v. 1) wie zublicken:

dir blinken deine drachen mit klugen augen zu
Göthe 17, 44 W.;

ihr, die einst grüszend hat ihr blick durchflogen,
und leben euch leblosen zugeblinket
Rückert 1, 346.

2) mit den augen ein zeichen geben; weshalb Vowinkel dem freunde zublinkte, die sache fallen zu lassen Fontane I 6, 358. 3) die augen schlieszen: ich sah manch stolzes haus, das die augen über deine abkunft zugeblinkt hätte Göthe 11, 96 W.
 
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zublinzeln, v. 1) kurz anblicken: scheint die sonne, so sehe ich nur diese gelben augen, wie es mir zublinzelt (das gold) Tieck

[Bd. 32, Sp. 250]


4, 234. 2) heimlich anblicken u. zeichen geben: die bauern blinzelten einander verstohlen und schmunzelnd zu Ebner-Eschenbach 4, 218; 'jetzt hilft dir nichts mehr', blinzelte der Sandhock dem kleinen zu Rosegger I 7, 105; die frau blinzelte ihr standhaftigkeit zu Gutzkow zauberer von Rom 1, 327. —
 
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zublinzen, v. 1) kurz anblicken: dumm wie es schafen zukomt, gehen wir (weiber) heran ... blinzen ihm (dem mann) zu Hermes Sophiens reise 2, 221. 2) verstohlen sich ansehen: connivere durch die finger sehen, zublintzen Corvinus (1646) 593; 'mit höflichkeit?' wiederholte Hummel und blinzte dem vertrauten schlau zu G. Freytag 6, 128. 3) das auge, um etwas nicht zu sehen, zuschlieszen: es würde für eine unhöflichkeit gehalten werden, wenn man ... hell sehen, wenn die gantze gesellschaft die augen zublintzet, oder nach der meisten art nicht mit sündigen wolte der beschirmete von dem seelenfrieden (1685) 310; diesen (augapfel) befeuchten die augenlider im zublintzen Am. Comenius janua iv ling. (1644) 70;

geh ich vorbey am rabensteine,
so blinz ich nur das rechte auge zu
Schiller 2, 89 G.


 
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zublitzen, v.: rechts blitzte uns zwischen pfeilern noch das tageslicht zu Rosegger II 12, 342. —
 
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zublühen, v.: die luft irrte trunken durch den baum, der sich über den vier freunden wölbte, sein wunder dem himmel zublühend H. Watzlik o Böhmen 5.
 
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zuböhnen, v., bergmannswort: denn man unter den tieffen stoln .. ein tieffstes angetroffen, dasz mit allem und sonderlichen fleisz zugebönet gewest Hardanus Hake bergchronik 13. s. DWB zubühnen.

 

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