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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zuberklaus bis zubeschwören (Bd. 32, Sp. 245 bis 246)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zuberklaus, m., schwäb. 'ein mensch, der seltsame einfälle hat' Schmid schw. wb. 551; Fulda versuch 604: aber du liebes hodensecklin hast zufäll wie zuberclauss: wie meinst? Fischart geschichtklitterung 397 ndr.; die wirthin sagte: 'der Xaver ist von kindesbeinen an gewesen als wie der zuberclaus; jetzt kommt uns seine thorheit zustatten' Mörike ges. schr. 2, 138; vgl. 2, 420. —
 
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zuberklausisch, adj.: nempt mir einen jungen knaben von diser jetzigen jungen welt, der allein zwen monat gestudiert, da wett ich, wa er nicht ein besser urtheil, bessere gesprechlichkeit und bessere zuberclausische zufäll in eim item als euwer son in vielen summarum hab Fischart geschichtklitt. 224 ndr.
 
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zuberlach, m. n., eine art zuber: 2 zberlach mit vischen chr. d. d. städte 23, 44 (Augsburg).

[Bd. 32, Sp. 246]



 
Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) züberlein, n., verkleinerung von zuber, früh belegt: zúberlin W. Brack (1488) c 2a; züberlein Alberus (1540) d d 4b. in den meisten anwendungen von zuber: ein züberlin, daz zwen an einer stangen dragen J. Grimm d. rechtsaltert.4 1, 52 (Rastatter hofrecht);

auch müsz sie haben zu den waschen
laugen, sayffen, holtz und auch aschen,
multer, waschpöck und züberlein
H. Sachs 4, 342 K.;

ein tennin zuberlin dar in mans bad (das kind) Straszburger ged. vom hausrath d 1a Hampe.

züberle: Hulsius (1618) 2, 363b; vier züberle voll der köstlichsten visch Wolffg. Hartmann Augsb. chronica (1595) 228.
 
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zubernüsslein, n., tannenzapfen: der gleichen (salz rösten) thun auch die Russen von den edlen hartzthannen, die man sonst zubernüszlin nennet, wann man sie brennet und also glüend ins öl würfft M. Herr feldbau 116b. s. zürbelkiefer, zürbelnusz.
 
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zuberschaff, n.: ein z., dorein geet pei 2 eimer Tucher baumeisterb. der st. Nürnberg 307. —
 
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zuberstange, f., s. DWB zoberstange. im eigentlichen sinne: dorzu 2 zuberstangen Tucher 302. schwerer hebebaum 'phalanga' Diefenbach 223a; vectis Bas. Faber (1587) 908b, auch sonst in alten wbb.: mocht doch einer mit einer zcuberstangen kaum druber springen, szo ein geschwetz ist es Luther 14, 333 W. als bauernwaffe (pseudo-) Neith. 228, 59; fastnachtsp. 756, 8 Keller.
 
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zuberufen, v., in ein amt rufen: wie froh bin ich, dass E. J. G. solchen mann widder zuberufen haben Luther briefe 3, 324; zwar sah don Alvaro sich wieder zuberufen, mit seinem ehemahligen amte bekleidet Meiszner bei Campe 5, 885a.
 
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zubescheiden, v., zuweisen: Gilgen von Rinhofen ... sol Hanns von Rechperg zubeschaiden 50 pferde chron. d. städte 2, 520. —
 
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zubeschlieszen, v., verschlieszen: und die weil het Ulenspiegel daz husz unden und oben zbeschlossen Eulenspiegel 103 ndr.; besliessent úch z gegen aller der welt Seuse 486 Bihlm.
 
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zubeschwören, v.: damit sy den armen dem tüfel zbeschwörind Zwingli d. schr. 1, 340. —

 

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