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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zornwelle bis zornzwinger (Bd. 32, Sp. 121 bis 122)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zornwelle, zorneswelle, f.: sprich ihm freundlich zu, bisz sich die zornwellen gelegt Dannhawer catechismusmilch 3, 336; der rache brand verschlang die zorneswellen des einzelnen Gotthelf 16, 80. —
 
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zornwetter, zorneswetter, n.: Thekla ... sah ein neues zornwetter am täglich getrübten ehehimmel aufsteigen Holtei erz. schr. 16, 277; dasz durch ihn, .., sich die göttlichen wolken und zorneswetter über der gemeinde gesammelt haben Nietzsche 4, 18. —
 
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zornwoge, zorneswoge: das gefühl, dasz es jetzt aus sei mit den beiden, liesz die zornwogen in seinem herzen ebben Melchior Meyr erz. aus d. Ries 2, 323; hochgehende zorneswogen Freytag 12, 216. —
 
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zornwolke, zorneswolke, f.: so sahe er doch aus des königs Syphax zornwolken ein grausames gewitter über ihn aufziehen Lohenstein Arminius 1, 849a; hinter ihr gottes schauderhafte zorneswolke Gotthelf 22, 56.
 
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zornwort, zorneswort, n.: das ward der stamm des worts: die nase sitz des zorns: das ganze geschlecht der zornwörter und zornmetaphern schnauben ihren ursprung Herder 5, 70; damit nicht die ruthe dem kinde ein richtschwert wird und das zornwort ein donner Jean Paul 44, 76; verzweiflungsvolle zornworte C. F. Meyer der heilige 16; auf bittere vorwürfe, auf heftige zornesworte war sie gefaszt Alexis Isegrim 3, 206. —
 
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zornwürdig, adj.: es erwiesen aber Philemon und Menander

[Bd. 32, Sp. 122]


in einer so zornwürdigen sach, mehr gedult theatr. amoris 186. —
 
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zornwuth, zorneswuth, f.: er starb a. 1450 vor der stadt Croja, aus groszer zornwut, dasz er sie nicht erobern können Birken verm. Donaustr. 154; die zornwuth der zänkischen weiber Musäus volksmärchen 2, 108;

zornwuth und liebe,
verzweifelnd an einander gehetzt,
beiden das auge voll thränen
Mörike 3, 123;

er reit't in zorneswuth,
als schon der morgen tagte
Freiligrath 4, 186.


 
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zornwüthig, adj.:

deshalb das volck gantz zornwütig
denckt gar von dem könig zu stelln,
ein andern könig im zu wehln
H. Sachs 10, 394 Keller-Götze;

im kampfe mit einer kindischen und zornwüthigen mutter Nietzsche I 2, 314; zornwüthig ergriff der treue Günther ein holzscheit und drang fluchend auf die magd ein Kürnberger novellen 1, 83. von thieren: ur oder dur, das ist, ein wilder zornwütiger stier genennet Stumpf Schwytzerchron. 419b; ich will behaupten ..., dasz es (das nashorn) .. nicht ein so zornwüthiges .. geschöpf ist Brehm thierl.3 3, 117. vom wasser: also rwet der zornwütig Rheyn im Bodensee Stumpf Schwytzerchron. 606a. —
 
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zornwüthigkeit, f. H. Sachs 3, 463 Keller.
 
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zornzeichen, n.: solche verechter göttlicher zornzeichen und drewung solte die oberkeit eines jeden ortes ernstlichen am leibe strafen Cyr. Spangenberg mansfeld. chron. 502a; soll ich mich nicht förchten für gottes zornzeichen Dannhawer catechismusmilch 1, 265. —
 
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zornzwinger, m.: die liebe nennet er (Bartas) domte-orgueil, zornzwinger Schottel haubtsprache 86.

 

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