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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zornbisz bis zorneifer (Bd. 32, Sp. 107 bis 108)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zornbisz, m.: die bisz der hunden theilend sich in drey weg: in den wütenden bisz, in zorn-bisz, und in den gemeinen bisz Paracelsus 45c Huser.
 
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zornblasz, zornesblau, zornbleich, zornesbleich, adj., das letzte schon in der älteren genesis:

umbe waz zurnest du Kain?
du bist worden zornbleich gen. 24, 18 Diemer.

neuere belege: Hutten, zornbleich, aber gefaszter als jener, fragte Hauff 1, 342; das zornbleiche antlitz Heerdegens Fouqué zauberring 1, 128. —
 
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zornblick, zornesblick, m. Stieler 197, von Moritz für ein 'gutes wort' erklärt gram. wb. 4, 428: deren, so diesen zornblick gottes angeschawet C. Spangenberg Mansfeld. chron. 484a; diese — kerle fallen in ohnmacht vor dem zornblick eines wahren reichsfreiherrn Alexis Isegr. 314; die zornesblicke des A. waren ... auf den Jörgli gerichtet Auerbach 9, 20. —
 
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zornblind, adj.: so freveltrotzige, so grimbewende, so zornblinde eiserne wort wir können hören; so anmuhtige ... haben wir auch hingegen Harsdörffer gesprechspiele 3, 320. —
 
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zornblitz, m. Stieler 198, zornesblitz: da am dritten und vierten glied sein zornblitz sich abkühle Dannhawer catech.-milch 1, 343; ein funkelnder zornesblitz fuhr fast verzerrend über das gesicht des reiters Eichendorff 3, 117. —
 
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zornbraten, m., aus dem schwank vom zornbraten, gesamtabenteuer 3: sihe wie hencket er das maul, ich wil yhm den zornbraten abschneiden Agricola 750, teutsch. sprichw. d iiia. daher für einen unfriedlichen menschen gruntzer und zornbrater Mathesius Syrach 29b. —
 
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zorndonner, m., zornesdonner: unser gnadenzeichen nach dem zorndonner Schmolcke trost- u. geistr. schr. 2, 262b; des höchsten zornesdonner Jung Stilling 2, 384. —
 
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zorndunkel, adj.: Jenatsch hatte ein leichtfertiges wort auf der zunge, aber plötzlich wurde sein gesicht zorndunkel C. F. Meyer Jürg Jenatsch 303.
 
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zorne, f., auch zorn, 'in einigen gegenden der name, der gemeinen wilden ente' Adelung, anas boschas fera

[Bd. 32, Sp. 108]


Nemnich wb. d. naturg. 670. nicht bei Brehm und Suolahti.
 
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zorneid, m.: man heyszt die zorneyd hauszeyd, und iren zank hauszzank, darin sich als zwischen thür und angel niemant legen soll, dan das haus deckt Seb. Franck sprüchw. (1545) a i, 18a. —
 
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zorneifer, m., Stieler 5, zorneseifer: der hagel, blitz, donner, stral und alle grausamste wetter, welche der zorneifer göttlicher majestät auf die erden geschüttet, haben so viel menschen nicht hingerichtet, als die pistolet, tercerol ... hagelgeschosz Harsdörffer frauenzimmergesprechspiele 4, 415; so hatte sich dieser engherzige zorneifer auch im hohen alter noch nicht gemildert D. Strausz 3, 95; revolutionen entstehen im plötzlichen aufwallen lange zurückgehaltenen zorneseifers Görres 5, 104. zorneiferer, m. Stieler.

 

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