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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zopftracht bis zoppern (Bd. 32, Sp. 89 bis 90)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zopftracht, f.: dasz die Engländer schon im 12. jh., wie noch später, sich durch ihre zopftracht auszeichneten J. Grimm Reinhart Fuchs xcvi.
 
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zopftrocken, adj., dasselbe wie zopfdürr: wie wir denn auch in unsern eigenen heiden und holzungen keine andere als abstehende und zopftrockene eichen oder büchen, kienen, dannen ... abstammen und veräuszern Schwappach 1, 363 (forstordnung für Preuszen 1739). —
 
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zopftrocknen, n.: was herr von Clemann jetzt schon thut, wird wohl die gefahr der wipfeldürre, des zopftrocknens ... so leicht nicht aufkommen lassen Ratzeburg waldverderbnis 2, 139. —
 
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zopftrocknis, f.: gipfeldürre oder zopftrocknis Behlen forst- u. jagdk. 3, 449; die ... zopftrocknis .. tritt oft nach plötzlicher freistellung schon älterer eichen ein Roszmäszler wald 393.
 
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zopfthum, n.: die philisterei und das zopftum grünten und blühten schon wieder in unserm staats- und geselligen leben Hoffmann v. Fallersleben 7, 70;

der lange schnurrbart ist eigentlich nur
des zopfthums neuere phase:
der zopf der ehmals hinten hing,
der hängt jetzt unter der nase
Heine 2, 435.


 
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zopfweise, adv.:

in siben löck ist theilt mein har,
und wenn man die flecht ein fürwar

[Bd. 32, Sp. 90]



zopffweiss mit einem seiden bandt
und mit eim nagel an der wandt
hefftet, so hat mein krafft ein endt
H. Sachs 10, 209 Keller-Götze.


 
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zopfwerg, m., beim flachsschwingen abfallende fasern in sehr verwirrtem zustande Karmarsch-Heeren 3 3, 526, vgl. DWB zopfhede. —
 
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zopfwesen, n., älter als der erste beleg für zopf als sinnbild des veralteten: der aufsatz, wo von dem zopfwesen die rede ist Görres briefe 2, 45 (an J. Grimm 21. 2. 1815). zopfwurzel, f.: plötzlich juckt es mich zwischen dem wirbel und der zopf-wurzel am hintern abhang des kopfes Lichtenberg briefe 1, 87.
 
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zopfzeit, f., wie zopf, zopfig, zopfthum mehr allgemein vom geschmack und geist des 18. jhs., als von dem eigentlichen zopfstil: mir sind die breiten verschnittenen alleen aus der zopfzeit abscheulich Holtei erz. schr. 20, 59; im dürftigen und selbst beim heiligen weltlichen und koketten geschmack der zopfzeit Gutzkow zauberer von Rom 3, 203; wem ist es unbekannt, mit welchem eifer besonders die sogenannte zopfzeit es sich ange legen sein liesz, die edelsten kunstbildungen des mittelalters zu beseitigen Stifter 14, 248. eine feste verbindung ist zopf- und perrückenzeit: mitten in der zopf- und perrückenzeit ein kleines reichsstädtchen Kürnberger literar. herzenssachen 93.
 
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zoppe, f., bläszhuhn, fulica atra Brehm 4 7, 182, s. DWB zappe.
 
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zoppern, v., zögern Stieler 2636; Harsdörffer poet. trichter 2, 183. dazu zoppen, ein fuhrwerk zurückziehen, schieben Frischbier 2, 498b, und zöppeler, ein langsamer oder schwärer genger spissigradus (von pferden) Maaler 523ra.

 

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