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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zollboot bis zollbüchse (Bd. 32, Sp. 50 bis 51)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zollboot, n.: der mensch geht vorm winde, wie die devise unseres zollboots sagt Bode Mich. Montaignes ged. u. meinungen 3, 16.
 
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zollbreit, adj. : vorn am halse steht ein weiszer, zollbreiter strich, welcher ein halsband bildet Brehm thierleben 1, 247 Pechuel-Lösche; eines feindes .., der nur durch zollbreite einnahme seines landes (schritt für schritt, s. 2zoll II 6) bezwungen werden konnte Niebuhr röm. gesch. 3, 219. als adv.: dasz es (das fluthwasser) am kai hin oft nur noch zollbreit unter der obersten balkenlage stand Fontane I 4, 79; sie (die berge) stunden lange so klar und deutlich da, ohne dasz es schien, dasz man sich ihnen nur zollbreit genähert hätte Stifter 3, 61; am baltischen meer, von Preuszen bis nach Kiel (die grenze kann zollbreit nachgewiesen werden), saszen oder drängten und drangen allmählich vor: die Slaven D. v. Liliencron 3, 46. — zollbreit, m. , verselbständigt aus dem adverbialen nicht einen, keinen, nur einen zoll breit,
a) nur durch zusammenschreibung (und groszen anfangsbuchstaben) gekennzeichnet:

doch ob es keinen zollbreit wich,
allmählich schmolz des herzogs heer
Droste 2, 176.


b) als wirkliches substantiv: der anbau wird immer vorzüglicher, jeder zollbreit ist benutzt Ritter erdkunde 4, 564; nirgends ein zollbreit platz Fontane I 4, 368; aber sie verloren keinen zollbreit ihres landes Niebuhr röm. gesch. 2, 506. — zollbreite, f. : zoll-, hand- und armbreite Herder 21, 209, vgl. 1zoll (herkunft). — zollbreitnahe, adj. : und irgendwoher ... aus fernstem Himmelsthule, aus zollbreitnächster nähe war ihm ein körnchen zugeflogen D. v. Liliencron 6, 21.
 
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zollbrett, n., nur nd. belegt tollbred, schild vorm zollhaus mit namen und wappen des landesherrn brem. nds. wb. 5, 79. im scherz: he het een groot tollbred vor den bussen hangen (bäffchen) ebd.
 
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zollbrief, in älterer zeit eine urkunde, welche dem inhaber zollfreiheit sicherte. mit solchem zollbrief reiste Dürer an den zahllosen zollstätten des Mains und Rheins vorüber: der (bischof von Bamberg) gab mir ein zoll- und drey fürderbrieff .. also fur ich von Bamberg gen Eltman und zeiget mein zollbrieff, do lisz man mich fahren zollfrey Dürer tagebuch 47 (mehrfach dort). —
 
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zollbrüche, f., zollstrafe, in Norddeutschland (wohl nur Schleswig-Holstein) Schottel 528. —
 
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zollbrücke, f., mhd. zolbrücke Lexer; brücke wo zoll zu zahlen ist Jagemann 2, 2, 1428b; zu Ragatz an der zollbrücke Chemnitz schwed. krieg 2, 198. —
 
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zollbuch, n., allg. haush.-lex. 3, 802; mhd. zolbuoch Lexer; die zollbücher

[Bd. 32, Sp. 51]


in Calcutta sollen für das jahr 1823—1824 die dort eingeführte masse (holz) zu dem werth von 264176 rupien angeben Ritter erdkunde 5, 253; engl. tollbook ist das buch, 'worin das marktgeldpflichtige vieh eingetragen wurde' Muret-Sanders 2, 2214b. —
 
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zollbüchse, f., mhd. zolbühse Lexer: also ging herzog Steffan hin, und prach zöllpüchsen zu Freising auf städtechron. 15, 502. —

 

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