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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zollbereiter bis zollbreitnahe (Bd. 32, Sp. 50)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zollbereiter, zollbereuter, m., im 18. jh. ein zollaufsichtsbeamter: 'ein zollbedienter, welcher die straszen bereitet, damit niemand den zoll verfahre, oder umgehe' Adelung 4, 1731, Frisch 2, 481a; Chomel 1, 3384, vgl. th. 1, 1500. dabei scheint die aufsicht die hauptsache, das reiten die nebensache gewesen zu sein.
 
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zollbeschwerde, f., belastung der unterthanen mit zöllen:

dasz die zollbeschwerde
gerecht für jeden, und für dich ergiebig sei
Ramler fabellese 1, 129.

kann auch klage über unrechtmäszige behandlung von zollsachen sein, s. DWB beschwerde th. 2, 1, 1063. —
 
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zollbeschwerung, f., dasselbe.
 
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zollbeseher, m., in einigen gegenden Oberdeutschlands der visitator bei einer zollstätte Adelung 4, 1731. —
 
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zollbetrug, m., zollbetrug ward neunfach ersetzt Raumer gesch. d. Hohenstaufen 5, 457. —
 
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zollbetrüger, m., allg. d. biblioth. 86, 564. —
 
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zollbetrügerei, f.: weil zollbetrügereien gewöhnlich aller orten sehr stark bestrafet werden Leopold hdwb. d. ökonomie 533b. —
 
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zollbezirk, m.: ein zollbezirk unter dem namen Illyricum Mommsen röm. gesch. 5, 20. —
 
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zollboot, n.: der mensch geht vorm winde, wie die devise unseres zollboots sagt Bode Mich. Montaignes ged. u. meinungen 3, 16.
 
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zollbreit, adj. : vorn am halse steht ein weiszer, zollbreiter strich, welcher ein halsband bildet Brehm thierleben 1, 247 Pechuel-Lösche; eines feindes .., der nur durch zollbreite einnahme seines landes (schritt für schritt, s. 2zoll II 6) bezwungen werden konnte Niebuhr röm. gesch. 3, 219. als adv.: dasz es (das fluthwasser) am kai hin oft nur noch zollbreit unter der obersten balkenlage stand Fontane I 4, 79; sie (die berge) stunden lange so klar und deutlich da, ohne dasz es schien, dasz man sich ihnen nur zollbreit genähert hätte Stifter 3, 61; am baltischen meer, von Preuszen bis nach Kiel (die grenze kann zollbreit nachgewiesen werden), saszen oder drängten und drangen allmählich vor: die Slaven D. v. Liliencron 3, 46. — zollbreit, m. , verselbständigt aus dem adverbialen nicht einen, keinen, nur einen zoll breit,
a) nur durch zusammenschreibung (und groszen anfangsbuchstaben) gekennzeichnet:

doch ob es keinen zollbreit wich,
allmählich schmolz des herzogs heer
Droste 2, 176.


b) als wirkliches substantiv: der anbau wird immer vorzüglicher, jeder zollbreit ist benutzt Ritter erdkunde 4, 564; nirgends ein zollbreit platz Fontane I 4, 368; aber sie verloren keinen zollbreit ihres landes Niebuhr röm. gesch. 2, 506. — zollbreite, f. : zoll-, hand- und armbreite Herder 21, 209, vgl. 1zoll (herkunft). — zollbreitnahe, adj. : und irgendwoher ... aus fernstem Himmelsthule, aus zollbreitnächster nähe war ihm ein körnchen zugeflogen D. v. Liliencron 6, 21.

 

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