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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zofenknabe bis zögelschürbel (Bd. 32, Sp. 20 bis 21)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zofenknabe, m.: kaum hatte er sie in die wohnung hinaufgeführt, wo sie von frau Marianne und dem zofenknaben sogleich bedient wurden Keller 6, 226. —
 
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zofenmaul, n., heute etwa 'das mundwerk einer zofe' s. maul th. 6, 1782: zofenmaul ist sonst doch viel geschwinder Müllner dram. w. 5, 125. —
 
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zofenrolle, f., rolle einer zofe im schauspiel Campe.
 
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zofensorgfalt, f.:

wer sah, mit zofen-sorgfalt, mich,
den schönsten zu gefallen, schmücken?
Göckingk ged. 1, 93.


 
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zofenstimme, f.: eine zofenstimme ertönt: 'die gnädige frau läszt bitten' Kotzebue sämmtl. dram. w. 31, 96.
 
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zoffen, v. , md., entsprechend dem schweizer. hinder sich zuffen, nit halden und beston tergiversari (von soldaten im kampf) Maaler 524a. zuffen ist eine nebenform zu dem in oberd. und md. mundarten verbreiteten zaufen 'zurückgehen, zurücktreten', besonders in dem zuruf an das zugvieh zauf, md. zōf (mündl. mitt.), s. DWB zaufen Schmeller 2 2, 1080.
1) zoffen für zögern: hertzog Georg und Opitius zofften ein wenig, letzlich sagten sie zu, sie wolten auf den folgenden tag antwort geben (bei der belagerung von Glogau) Rätel schles. chron. (1585) 2, 116. als zaffen: o lieber mensch, verzeuch, zaffe und kaffe bey leibe nicht. wer sich heute nicht bessert, wird morgen viel erger Mathesius (1586) Syrach 24b.
2) die für zoffmagd, s. d. wort und zofe, anzunehmende bedeutung hinterherzotteln, hinterherschleppen ist nicht unmittelbar belegt. doch zeigt dieselbe bedeutung das in der form nicht ganz deutliche bair. nachzaffen: daʒ in dy klaider nicht nachzaffen auf der erdt Schmeller 2 2, 1087.
 
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zoffmagd, f., ketsch-magd oder zoff-magd, pedissequa, Frisch 480c, danach Adelung, Brinkmeier, Heyse u. a. die 'nachtreterin', die hinter der herrin zofft, s. DWB zofe und DWB zoffen, nur aus dem 16. jh. belegt: die frau mus einen wagen, schlitten oder eigen reitsattel und einen trabanten und zoffmagd haben Mathesius Syrach

[Bd. 32, Sp. 21]


3, 39a; sie hat auch ihre zoffmeide gehabt, und gesinde so auf sie gewartet Barth weiberspiegel (1586) e 7a.
 
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zöflein, n., verkleinerung von zofe, ungebräuchlich. von dienstmägden schlechthin: hatten sich die burschen ins bräuhaus, auch etwan mit den zöflein in die bräupfanne gefunden Schweinichen denkwürdigkeiten 177.
 
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zögel, m.?, auch zagel, zogel, 'in eisenhütten das stück oder der vierte theil des gargemachten und wieder durchs feuer angefrischten teuls (ein stück geschmolzenen eisens), welcher vermittelst des setzeisens und groszen schmiedehammers vom abgewärmten stück geschroten worden' Hübner curieuses lex. 1722, Minerophilus bergwerckslex. 736; Herttwig bergbuch 434; Campe. wohl gleich zagel schwanz, obwohl zögel die übliche form ist. noch heute?
 
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zögelschirbel oder
 
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-schürbel, n., dasselbe.

 

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