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Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Bibliographische AngabenLogo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg · Logo bbaw adwg dfg
 
zobelpleinzen bis zobelwiesel (Bd. 32, Sp. 9 bis 10)
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Artikelverweis Artikel als PDF ausgeben (Test-Version) zobelpleinzen, m., auch zobelpleinze, f. (vgl. th. 7, 1931), ein fisch, abart des pleinzen, aus der familie der karpfen, abramis blicca: 'ist auf dem rücken blau mit bräunlichem schimmer (vgl. das 'wasser des zobels') .. gefärbt' Brehm thierleben 3 8, 281; 'lebt in der Donau, nicht höher als Oberöstreich' 280. nach Oken in Österreich bezeichnung der brachsen zur laichzeit allg. naturgesch. 6, 318. —
 
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zobelrand, m., plur. zobelrände und zobelränder, kunstausdruck der kürschner vgl. DWB zobel 2 b;

der süden (gab) seidene gewänder,
der kalte norden zobelränder
Boie bei
Weinhold 352.


 
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zobelschieszen, n.: dann ausz Moskau haben mich die weisze beern und auch das zoblschieszen vertrieben Stranitzky reiszbeschreibung 36 neudr.

[Bd. 32, Sp. 10]


zobelschwanz, m., vgl. DWB zobel 2 a: die Rauglosen tragen nur .. zobelschwänze, eichhornpelz u. dergl. auf ihren mützen Ritter erdkunde 2, 1056. —
 
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zobelschwarz, adj., schwarz wie zobel d. i. braunschwarz: die kostbarste .. abart (der sibirischen eichhörnchen) .. ist im sommer zobelschwarz, im winter schwarz-grau Ritter erdkunde 3, 114. in dichtersprache einfach steigernd 'tiefschwarz': neben ihm (dem satan) sasz auf dem throne die zobelschwartz gekleidete nacht Bodmer abh. v. d. wunderbaren 168. als wappenfarbe schwarz:

der schilt von zwelf strichen klâr
zobelswarz, lieht golt gevar! Seifried Helbling XIII 36.


 
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zobelschweif, m., für zobelschwanz in dichterischer sprache:

zobelschweife, schleier reich mit gold durchschossen
trifft er dort
Gaudy 24, 111.


 
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zobelspitze, f., schwanzspitze des zobels (?): müffgen, seynd kleine länglicht zusammengenehete müffe, .. um und um mit zobelspitzen bestoszen Amaranthes 1297. —
 
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zobelstrich, m., ein schmaler zobelbesatz am halsausschnitt an frauenkleidern: selbst die zobelstriche sind nur zum staat erdacht. denn wo sieht man wohl, dasz die selben den hals wirklich zu bedecken gebraucht werden? vernünft. tadlerinnen 1, 375. nicht mehr üblich, wohl aber das einfache wort strich in dieser bedeutung.
 
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zobelthier, n.: dasjenige thier, von welchem der zobel kommt Adelung 4, 1729; Campe 5, 877b. nicht mehr im gebrauch.
 
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zobeltribut, m., abgabe, die aus zobelfellen besteht, s. DWB zobel 1 b: wo er von den anwohnenden Tungusen den zobeltribut einzog Ritter erdkunde 2, 603. —
 
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zobeltuch, n., = ein halstuch Hertel thür. sprachschatz 265; geht vielleicht zurück auf die im mittelalter und noch später, vgl. DWB zobel strich, übliche verwendung des zobels als besatz an der halsöffnung.
 
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zobelwiesel, m., älterer name für den zobel Campe 5, 877b. nicht mehr üblich.

 

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